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11Jul/260

What a Tanker! Profile für E-Serie und Löwe

Nachdem ich Regeln für die E-Serie und Löwe Panzer von Ambush Miniatures für Bolt Action geschrieben hatte, dachte ich mir, das wäre auch eine gute Ergänzung zu What a Tanker!

Dies sind inoffizielle, von mir erstellte Regeln zur privaten Nutzung und stehen in keiner Verbindung zu den Too Fat Lardies. Ihr benötigt ein Exemplar der What a Tanker! um sie einzusetzen.

Ambush Miniatures - The War is not over Panzerdivision Cerberus

Alle diese Panzer zählen als Level 7 in der Karriereleiter, mit der Ausnahme des E-10 auf Level 5 und dem E-25 auf Level 6. Während manche dieser Fahrzeuge zwar bereits 1942 geplant wurden, hätte ihre Entwicklung und Produktion eine Verfügbarkeit vor 1945 eher unwahrscheinlich gemacht.

9Jul/260

Too Fat Lardies – What a Tanker!

Die TooFatLardies haben sich mit Spielen wie Chain of Command oder Sharp Practice einen soliden Ruf dafür erarbeitet, Tabletopsysteme zu entwickeln, die das historische Gefühl über die Komplexität des Regelwerks stellen. Mit What a Tanker! kehrten sie 2018 zum Zweiten Weltkrieg zurück und veröffentlichten Regeln für Panzergefechte mit Fahrzeugen verschiedener Nationen jener Zeit. Und auch wenn ich auf LARDwerp 2022 damals nicht die Gelegenheit hatte, das Spiel auszuprobieren, konnte ich es letzten Monat endlich mit Team Würfelkrieg nachholen, und ich möchte meine Erfahrungen mit den Regeln in diesem Review mit euch teilen.

Zur groben Einordnung der Spielgröße: Wenn ihr ein Tabletop sucht, das sich ähnlich anfühlt wie World of Tanks und euch in den Kommandositz eines WWII-Panzers setzt, ohne euch in Tabellen und Markern zu ertränken, solltet ihr weiterlesen.

Too Fat Lardies - What A Tanker!

Da die Veröffentlichung schon ein paar Jahre zurückliegt, sind die gedruckten Regeln etwas schwerer zu bekommen (~30 GBP / 35 EUR), aber keine Sorge, die digitale Version könnt ihr im Shop für 17 GBP herunterladen.

Worum geht es?

What a Tanker! ist ein Tabletop für zwei oder mehr Spieler, das im Zweiten Weltkrieg angesiedelt ist. Jeder Spieler kontrolliert einen oder mehrere Panzer, mit dem Ziel, die Fahrzeuge der gegnerischen Seite auszuschalten. Das entweder durch anhaltenden Schaden oder einen katastrophalen Treffer. Das Spiel deckt den gesamten Zeitraum von 1940 bis 1945 ab, und im Regelbuch sind Panzerlisten für verschiedene Nationen wie das Deutsche Reich, die USA, die Sowjetunion, Großbritannien, Frankreich, Italien und Japan enthalten.

Diese Listen sind umfangreich. Allein auf deutscher Seite findet ihr alles von den frühen Panzer-II- und Panzer-III-Varianten der Blitzkriegsjahre über die Arbeitspferde der mittleren Kriegsjahre wie den Panzer IV F2-G und den StuG III bis hin zu den Schwergewichten des Kriegsendes: Panther, Tiger I, Jagdpanther und Königstiger. Auch die Alliierten sind sehr gut abgedeckt. Britische Spieler können sich von A13 Cruisern und Matilda IIs über Cromwells und Sherman Fireflies bis zum Churchill Mk VII vorarbeiten, während die Amerikaner von M3 Stuarts und Grants über die verschiedenen Sherman-Varianten bis zum M26 Pershing gelangen. Sowjetische Spieler erhalten einen spannenden Weg durch T-34-Varianten, schwere KV-Panzer und den furchteinflößenden IS-2. Jede Nation hat außerdem eine Karriereleiter, die den Panzerfortschritt Jahr für Jahr abbildet, sodass man ein echtes Gefühl für den historischen Kontext bekommt, in dem sich die Streitkräfte im Laufe des Krieges entwickeln.

8Jul/260

Stargrave – Bold Endeavour

Vier Erweiterungen später führt Joseph A. McCullough Stargrave erneut an einen Ort, an dem es zuvor noch nicht war. Bold Endeavour, veröffentlicht im Oktober 2023, begann ursprünglich als groß angelegte, weitläufige Kampagne und entwickelte sich schließlich zu etwas deutlich Interessanterem. Während er an den ursprünglich als Nebenfeature geplanten Schiffsregeln arbeitete, hatte McCullough so viel Freude daran, dass sie zum zentralen Element des Buches wurden. Das Ergebnis ist die erste Stargrave-Erweiterung, die den Raum zwischen den Szenarien füllt, anstatt nur das Geschehen auf dem Spielfeld zu erweitern.

Stargrave - Bold Endeavour

Worum geht es?

Jede unabhängige Crew in der Ravaged Galaxy lebt und stirbt mit ihrem Schiff. Es ist ihr Zuhause, ihr strategisches Hauptquartier und in vielen der prägenden Geschichten des Genres praktisch ein eigenständiger Charakter. Der Millennium Falcon, die sich mühsam aus Mos Eisley schleppt. Serenity, zusammengehalten von Improvisation und Sturheit. Der Drang, das eigene Schiff am Laufen zu halten – egal was es kostet und wohin man reisen muss, um Ersatzteile zu finden – ist einer der zuverlässigsten erzählerischen Motoren der Science-Fiction.

Bold Endeavour macht genau diesen Aspekt zum Spielinhalt. Zwischen den Szenarien würfeln Crews nun auf Begegnungen im All: Piratenüberfälle, schwarze Löcher, Weltraum-Kraken, verlassene Schiffe, Erstkontakt-Ereignisse, Wurmlöcher oder verletzte Weltraumwale. Jede Begegnung greift auf die neuen Schiffsbesatzungswürfe zurück und kann die strukturelle Integrität beschädigen, Besatzungsmitglieder verletzen oder unerwartete Beute liefern. Das Verwalten des Schiffs – Reparaturen, Upgrades, Priorisierung von Systemen – wird zu einer eigenen Kampagnenebene, die parallel zum restlichen Spiel läuft.

Die fünf enthaltenen Szenarien sind eigenständig und nicht miteinander verbunden. Sie sind dafür gedacht, in bestehende Kampagnen eingefügt zu werden, statt eine eigene Geschichte zu erzählen. Für Gruppen, die eine durchgehende Kampagne suchen, ist dies daher eher eine Erweiterung der Spielinfrastruktur als eine narrative Kampagne.

1Jul/260

Juni 2026 Rückblick

Halbzeit für 2026!

Das Jahr ist halb rum und wir haben schon einiges erlebt. Die CONflict Rheinland war zwar Ende Mai, aber die Berichterstattung ist erst im Juni online gegangen, daher hier noch mit aufgeführt. Wieder einmal mit eigenem Tisch, gut was gezockt und 'nen runden Tag gehabt. Was will man mehr?

CONflict Rheinland 2026 CONflict Rheinland 2026 CONflict Rheinland 2026 CONflict Rheinland 2026

Es ist allerdings etwas schade, dass das nächste Tabletop Event nach aktuellem Stand erst im September sein wird, das Rhein Main Multiversum 2026 in Nidderau. Da müssen also noch private Sessions eingeschoben werden in der Zwischenzeit.

Apropos private Spielsessions, die gab es im Juni auch. Ich habe mich mit Team Würfelkrieg zum Zocken und Grillen verabredet, und wir haben ein paar Runden What a Tanker! gespielt. Das wird auf jeden Fall mit weiteren Spielen nachgeholt. Highlight war auf jeden Fall noch die Tour mit dem Willys Jeep.

Too Fat Lardies - What A Tanker! Too Fat Lardies - What A Tanker! Too Fat Lardies - What A Tanker! Too Fat Lardies - What A Tanker!

27Jun/260

Adeptus Titanicus – Neue Warlord Titanen und Reaver Titan

Die Legions Imperialis-Reihe gehörte zu den Systemen, die im Rahmen der Big Summer Preview 2026 abgedeckt wurden. Da die Modellreihe im Wesentlichen bereits vollständig ist, war die Spannung groß, denn es hätte etwas völlig Neues für die Reihe sein können, etwa Custodes, endlich Primarchen oder etwas ähnlich Spektakuläres.

Aber es war leider nichts davon, und dennoch etwas "Titanisches". „Neue“ Waffen für eure Titanen-Legionen und ich setze „neu“ bewusst in Anführungszeichen. Gezeigt wurden zwei neue Varianten des Warlord Titans und eine neue Variante des Reaver Titans.

Legions Imperialis / Adeptus Titanicus - Warlord Titan with Quake Cannon and Conversion Beam Extirpator Legions Imperialis / Adeptus Titanicus - Warlord Titan with Volkite Destructor and Macro-gatling Blaster

Die Grundbausätze sind seit 2018 erhältlich, und die Waffenoptionen wurden teilweise in Plastik und teilweise in Resin von Forge World veröffentlicht. Diese neuen Ergänzungen der Reihe sind größtenteils Optionen, die von Forge World-Resin auf Plastikgussrahmen umgezogen sind. Diese Optionen werden sowohl als vollständige Boxen als auch als einzelne Gussrahmen erhältlich sein, so wie es bei anderen Varianten derzeit ebenfalls der Fall ist.

26Jun/260

Konflikt ’47 – Hausregeln für Löwe Projekt Fenris

Mit dem Fortschritt der Kickstarter-Kampagne von Panzerdivision Cerberus wurde eines der Stretch Goals vorgestellt: der Löwe-Panzer mit einer Sci-Fi-/Weird-War Bewaffnung. Diese wollte ich ebenfalls mit eigenen Hausregeln abbilden, aber nicht für Bolt Action, da dies schlicht nicht zu den meisten Zweiten-Weltkrieg-Szenarien passen würde. Daher habe ich mich für für Konflikt '47 als Regelwerk entschieden.

Viel Spaß!

Ambush Miniatures - Panzerdivision Cerberus Panzer VIII Löwe Project Fenris

Panzerkampfwagen VII Löwe Projekt Fenris 

Der Panzerkampfwagen Löwe war eines der ehrgeizigeren deutschen Schwerpanzerprojekte des Krieges und als Durchbruchfahrzeug mit außergewöhnlicher Panzerung und schwerer Bewaffnung gedacht. Für das Design wurden verschiedene Vorschläge gemacht, von einer etwas leichteren Version bis hin zu einem noch stärker geschützten super-schweren Konzept. Wäre er gebaut worden, wäre der Löwe vermutlich ähnlich wie andere deutsche Schwerpanzer eingesetzt worden: als furchteinflößendes Angriffsfahrzeug, das feindliche Stellungen durchbrechen und gegnerische Panzerung frontal herausfordern sollte. Doch es gab Gerüchte über eine alternative Bewaffnung, die für den Löwe entwickelt worden war. Nicht einfach nur eine weitere Kanone, sondern etwas weitaus Experimentelleres. Eine Waffe, die auf einer völlig neuen und unausgereiften Technologie basierte. Projekt Fenris.

Die Berichte von der Front sind spärlich und oft widersprüchlich. Manche beschreiben verheerende Gefechtsleistung, während andere Auswirkungen behaupten, die sich kaum erklären lassen.

(Nutzt diese Hausregeln oder verwendet einfach den PzKpfw. VI Königstiger Ausf. X auf S. 47 im Axis-Armeebuch.) Da die Regeln für die v2 von Konflikt '47 aktuell nur auf Englisch verfügbar sind, habe ich das Einheitenprofil englisch gehalten.

Unit Type: Super-Heavy Tank

Requisition Points: 487pts (Regular), 585pts (Veteran)

Standard Weapons: 1 turret-mounted Schienenkanone and 1 forward-facing hull-mounted MMG

Movement Rate: Advance Up to 9", Run 9"-18"

Damage Value: 11+

Quality / Morale Value: Regular (9), Veteran (10)

Rift Unit (Only if Armed with Schienenkanone): Rift Dice (1), Hyper Velocity Weapon (see K'47 rulebook, page 84)

Options: May add 1 pintle-mounted MMG for +15pts, Replace Turret-mounted Schienenkanone with Super Heavy Anti-tank Gun -35pts.

Special Rules: - Armoured All Around
- Slow

21Jun/260

Bolt Action – Hausregeln für E-Serie und Löwe

Wir haben gerade die E-10 und E-25 aus der Ambush Miniatures Kickstarter Panzerdivision Cerberus behandelt, und ich habe gesehen, dass viele Leute gefragt haben, wie man sie  zum Beispiel in ihren Bolt Action Spielen einsetzen könnte.

Darum möchte ich mich darum kümmern und habe ein paar Hausregeln für diese Einheiten geschrieben, damit sie in der dritten Edition von Bolt Action verwendet werden können. Ihr benötigt die Grundregeln für Bolt Action 3rd Edition sowie das Ergänzungsbuch Armies of Germany aus derselben Edition, um diese Einträge nutzen zu können. Dies sind inoffizielle, von mir erstellte Regeln zur privaten Nutzung und stehen in keiner Verbindung zu Osprey Games oder Warlord Games.

Ambush Miniatures - The War is not over Panzerdivision Cerberus

Da es davon abhängt, wie ihr diese Modelle in euer Spiel integrieren und welches Narrativ ihr aufgreifen wollt, gibt es für diese Fahrzeuge einige grundlegende Optionen. Ich habe die Einträge aus dem Armies of Germany-Buch verwendet, referenziert und gegen gerechnet, wie sich diese Modifikationen auf die Punktewerte und Ähnliches auswirken würden, und das hier ist das Ergebnis. Um sie so flexibel wie möglich zu halten, gebe ich für alle Einheitenprofile die Stufen von Unerfahren bis Veteranen an. Es liegt an euch, ob ihr sie als das düstere letzte Schlacht um Berlin-Szenario spielt oder so, als hätte der Krieg bis 1946 (und darüber hinaus) weiter angedauert. Deshalb habe ich die Optionen für Panzer-Asss beibehalten, wie sie auch bei Tiger II und anderen Panzern der späten Kriegsjahre vorhanden waren. Ihr könnt sie aber genauso als unerprobte Prototypen mit unerfahrenen Besatzungen einsetzen, wie es im Buch für den Panzer VIII Maus vorgesehen ist.

Wenn ihr das möchtet, könnt ihr den Panzer-Ass streichen und stattdessen Unreliable / Unzuverlässig oder Götterdämmerung (Panzer VIII Maus, S. 63 in Armies of Germany) aus den unten aufgeführten Einheitenprofilen hinzufügen. Je nachdem, wie hoffnungslos ihr die Lage darstellen wollt, ändern sich dabei auch die Punktkosten nicht. Andernfalls könnt ihr die Punktkosten auch um 10% reduzieren wenn ihr sie als die letzte Reserve spielen möchtet.

Alle diese Fahrzeuge würden als Einträge in den Späte Phase Force Selection Guide / Leitfaden für die Späte Kriegsphase auf S. 125 im Armies of Germany-Buch aufgenommen werden. Alle Bilder von Team Würfelkrieg.

20Jun/260

Ambush Miniatures – E-10 und E-25 Panzer

Heute befassen wir uns mit einem Thema, das auf dem Chaosbunker eine lange Tradition hat, eine Review über Panzern!

Der aktuelle Anlass ist die neue Kickstarter Kampagne von Ambush Miniatures, The War is not over - Panzerdivision Cerberus, die sich mit zahlreichen Prototypen und "Was-wäre-wenn" Konzepten der späten Kriegsjahre befasst. Die Kampagne deckt insgesamt 6 verschiedene Fahrzeuge ab, E-10, E-25, E-50, E-75 und den Panzerkampfwagen Löwen mit einer zusätzlichen Flak-Variante im 28mm Maßstab (~ 1:56 ab). In der heutigen Review befassen wir uns mit zwei Jagdpanzern, dem E-10 und E-25.

Ambush Miniatures - The War is not over Panzerdivision Cerberus

Aber fangen wir vorne an und stellen erst einmal die Firma hinter der Kampagne vor, Ambush Miniatures, die vielen auf den ersten Blick vielleicht noch nicht viel sagen dürfte. Ambush Miniatures ist der Zusammenschluss von Heer46 und Air Raid 36/46. Hier stecken zwei langjährige Tabletop Hobbyisten ihre Leidenschaft für Miniaturen und Fahrzeuge des zweiten Weltkriegs zusammen unter einem neuen Namen. Heer46 hat in der Vergangenheit viele historische und "was-wäre-wenn"-Designs in den Maßstäben 15mm und 28mm herausgebracht, während Air Raid 36 / 46 mit einem breiten Aufgebot an Modellen im 1:200 Maßstab für den Luftkampf am Markt vertreten war. Gemeinsam möchte man nun Erfahrung und Kapazitäten nutzen, um weitere Ideen umzusetzen.

Im Fokus der neuen Kampagne, Panzerdivision Cerberus, stehen die Panzerfahrzeuge der E-Reihe. Die E-Reihe war ein deutsches Entwicklungsprogramm aus dem Zweiten Weltkrieg, das die vielen unterschiedlichen Panzer- und Jagdpanzer-Typen durch eine standardisierte Fahrzeugfamilie ersetzen sollte. Geplant waren mehrere Gewichtsklassen, von leichten Fahrzeugen bis zum schweren E-100, um Produktion, Wartung und Ersatzteilversorgung zu vereinfachen. Das „E“ stand für „Entwicklung“, also für die künftige, vereinheitlichte Generation von Panzern. In die Serienproduktion ging davon allerdings kein einziges Fahrzeug mehr; das Projekt blieb bei Entwürfen und einzelnen Vorarbeiten stehen.

17Jun/260

Stargrave – Hope Eternal

Wir haben euch bereits die Reviews zu Quarantine 37 und The Last Prospector geliefert. Jetzt wenden wir uns der dritten Erweiterung für Stargrave zu: Hope Eternal, erschienen 2022. Während die vorherigen Erweiterungen das kompetitive Spiel mit neuen Kampagnenstrukturen ausgebaut haben, schlägt Hope Eternal eine völlig andere Richtung ein: Es ist eine reine Solo- und Koop-Erweiterung und zugleich der bislang erzählerisch ambitionierteste Teil der Stargrave-Reihe.

Stargrave - Hope Eternal

Worum geht es?

Alles beginnt mit einem routinemäßigen Datenraub. Ein anonymer Auftraggeber will Zugriffscodes zu einer Gefangenendatenbank auf einem abgelegenen Planeten. Standardarbeit für eine unabhängige Crew. Doch was folgt, ist alles andere als Routine.

Die befreiten Gefangenen verfügen über Informationen zu einem geheimen Treffen zweier großer Piratenflotten – genau jener Flotten, die die Ravaged Galaxy seit dem Letzten Krieg in dauerhafte Dunkelheit stürzen. Irgendwo in einem verlassenen System befindet sich eine Raumstation, die darauf ausgelegt ist, Supernova-ähnliche Ereignisse auszulösen. Wenn es einer Crew gelingt, sie zu betreten, zu aktivieren und lebend zu entkommen, könnten beide Flotten in einem einzigen Moment ausgelöscht werden.

Hope Eternal ist eine lineare Kampagne mit zehn Szenarien, aufgeteilt in drei Akte. Teil Eins behandelt den ursprünglichen Auftrag, zwei waghalsige Gefangenenbefreiungen und eine verzweifelte Flucht. Teil Zwei schickt die Crew auf die Suche nach dem letzten überlebenden Operator der Raumstation, lässt sie einen Schlüsselcode auf einem der unwirtlichsten Planeten des Subsektors beschaffen und ein seltenes Mineral auftreiben, das die Station zur Waffe macht. Teil Drei dreht sich um die Infiltration selbst – das Entern der Station, die sich als weniger verlassen herausstellt als gedacht, das Neustarten des Computers, das Übergehen von Sicherheitsprotokollen und das Auslösen des Experiments, bevor die Piraten begreifen, was geschieht. Die letzte Frage ist, ob die Crew dem Explosionsradius entkommen kann.

Joseph A. McCullough nennt offen seine Inspirationen: die ursprüngliche Star-Wars-Trilogie, Terminator, Der Herr der Ringe und Jack Campbells Lost Fleet-Romane. Ebenso klar ist, dass dies das erste Mal ist, dass er Stargrave mit Crews in einer explizit heroischen Rolle schreibt. Ob sich das stimmig anfühlt, hängt von der eigenen Perspektive ab. Eine pragmatischere Sicht ist, dass dieser moralische Rahmen vor allem strukturell dient, denn er gibt der Solo-Kampagne eine klare Richtung und verhindert, dass sie zu einem ziellosen Ablauf ohne Einsätze wird. Die Crews mögen rau sein und nicht davor zurückschrecken, nebenbei Credits einzustecken, aber die Kampagne braucht ein starkes Ziel  und „zerstöre die Piratenflotten“ ist überzeugender als die meisten Alternativen.

15Jun/260

Warhammer 40,000 – Space Marine Terminatoren Teil 2

Wir haben die Einführung über die klassischen Terminatoren bereits im März hier auf dem Blog abgedeckt, und nun geht es weiter mit den Charakteren und zusätzlichen Optionen.

Warhammer 40,000 - Leviathan Space Marine Terminators Warhammer 40,000 - Imperial Fists 1st Company Terminators

Wie im letzten Beitrag aufgezeigt, gab es für die Modelle der 90er-Jahre drei Basisposen sowie je einen Sergeant, Ordenspriester und Scriptor in Terminatorrüstung. Dazu natürlich – je nachdem, welche Projekte ihr plant – auch die Modelle für die Space Wolves und den Deathwing der Dark Angels. Gemäß dem Codex Ultramarines der zweiten Edition von Warhammer 40.000 bestand ein Space Marine Terminator Squad aus fünf Modellen: einem Sergeant und vier regulären Marines. „Regulär“ ist dabei relativ, denn es handelt sich um Veteranen der ersten Kompanie. Das sorgt auch dafür, dass Terminatoren gemäß dem Codex Astartes die Helmfarbe der Veteranen tragen, also bei Ultramarines entsprechend Weiß. Das würde bei den Imperial Fists ebenfalls gelten, wurde aber in den früheren Editionen vom 'Eavy Metal Team nicht immer kohärent umgesetzt.

Dieser Trupp war komplett mit Energiefaust und Sturmbolter bewaffnet, konnte aber ein Modell mit einer schweren Terminatorwaffe ausstatten. Jedes Modell des Trupps konnte außerdem seine Energiefaust gegen eine Waffe aus der Terminator Nahkampfwaffenliste der Ausrüstungsliste tauschen. Konkret bedeutete dies, dass ein Modell mit Sturmbolter und Cyclone-Raketenwerfer, Sturmkanone oder schwerem Flammenwerfer ausgerüstet werden konnte. Die Nahkampfoptionen für Terminatoren bestanden entweder aus einem Paar Energieklauen, einer Kettenfaust oder einem Energiehammer mit Sturmschild, sowie exklusiv für den Sergeant des Trupps aus einem Energieschwert. Alle diese Optionen wurden durch die Miniaturenreihe abgedeckt. Dies gilt auch für die Wolfsgarde der Space Wolves und dem Deathwing der Dark Angels. Optionen wie bspw. Plasmakanonen für Terminatoren kamen erst nach der zweiten Edition.

Warhammer 40,000 - Space Marine Terminators Warhammer 40,000 - Space Marine Terminators Wolf Guard and Deathwing

Für Charaktermodelle gab es die Option, mit Terminatorrüstung ausgestattet zu sein. Diese war entweder klassisch mit Sturmbolter und Energiefaust ausgerüstet oder alternativ mit einem Paar Energieklauen, Energiehammer und Sturmschild, Sturmbolter und Kettenfaust oder Sturmbolter und Energieschwert. Die Charaktermodelle in Terminatorrüstung kamen jeweils mit Sturmbolter; im Falle des Ordenspriesters mit Crozius Arcanum und im Falle des Scriptors mit Psi-Axt. Der Terminator-Captain erschien erst recht spät in den 90ern (UK White Dwarf #229, Januar 1999) und ist daher (nicht nur streng genommen) kein echtes Modell der zweiten Edition.