Stargrave – The Last Prospector
Nachdem wir Quarantine 37 behandelt haben, wenden wir uns der zweiten vollständigen Erweiterung für Stargrave zu: The Last Prospector aus dem Jahr 2022. Während Quarantine 37 stark auf Science-Fiction-Horror setzte, schlägt The Last Prospector eine völlig andere Richtung ein – den Space Western.
Worum geht es?
Der Einstieg erfolgt über eine abgefangene Nachricht. Ein alter Kontakt, bekannt nur als der Prospektor, hat im Honereb-System etwas Großes entdeckt: ein heruntergekommenes Geflecht aus Asteroidenminen am Rand eines vergessenen Spiralarmes. Er will dich beteiligen. Als deine Crew eintrifft, ist der Prospektor jedoch verschwunden.
Es folgt eine Kampagne mit zehn Szenarien, in der ihr euren verschwundenen Kontakt aufspürt und gleichzeitig die Politik eines Systems navigiert, das niemand freiwillig besuchen würde. Das Honereb-System wird von fünf Fraktionen geprägt, jede mit eigener Agenda:
- Pa, die mysteriöse Autorität auf der verfallenden Penthalia-Station – niemand weiß, ob Pa eine Person, ein Rat oder ein Computer ist
- Das Honera-Kollektiv, eine halbsozialistische Organisation auf einem Dschungelplaneten mit strengen Grenzkontrollen
- Die Gliders, eine Piratenbande mit Basis auf einem aufgegebenen Erzfrachter namens Saint Mollia
- United Minerals Incorporated, ein Vorkriegsunternehmen, das inzwischen faktisch eine Diktatur ist
- Die Freeholders League, unabhängige Asteroidenminenarbeiter, die ihre Ressourcen zum Überleben bündeln
- Die Darksiders, eine geheimnisvolle, robentragende Gruppe im dritten Asteroidengürtel, die kaum jemand versteht und die die meisten lieber meiden
Joseph A. McCullough nennt seine Einflüsse offen. Der Space Western hat eine lange Tradition: George Lucas griff darauf für die Mos-Eisley-Kantine zurück, Joss Whedon machte daraus eine kurze, aber prägende TV-Serie, und der britische Film Outland verlegte High Noon in eine Bergbaukolonie mit Sean Connery. Für Tabletop-Fans reichen die Referenzen noch weiter: BraveStarr, The Mandalorian, die gesamte Bildsprache der Grenzregion im All. Das Honereb-System ist genau daraus gebaut und steht offen zu diesen Einflüssen.
Dead Man’s Hand – Mounted US Cavalry
Der zweite Teil der US-Cavalry-Reihe für Dead Man’s Hand von Great Escape Games ist eine Box berittener Soldaten: die Mounted U.S. Cavalry. Sie setzt die Linie der Cowboys (und Cowgirls) zu Pferd fort und passt perfekt zur US Cavalry. Die berittene US Cavalry wurde im März 2026 per Kickstarter finanziert und wurde im April und Mai dieses Jahres ausgeliefert.
Falls ihr es verpasst habt: Wir haben die US Cavalry zu Fuß hier im Blog bereits früher vorgestellt.
Die Packung Mounted US Cavalry (DMHP007) enthält 10 mehrteilige Plastikminiaturen für eine UVP von 28 GBP. Genau wie das Infanterie-Set liefert es euch die Teile, um US Cavalry zu Pferd zu bauen, sowie Optionen für die 9th und 10th Buffalo Soldiers. Wir haben für diese Review ein Paket erhalten, das einer halben Box entsprach, mit drei verschiedenen Gussrahmen.
Dead Man’s Hand – US Cavalry zu Fuß
Great Escape Games hat die US Cavalry in ihr Sortiment an Plastikbausätzen für Dead Man's Hand aufgenommen. Finanziert wurden sie über eine Kickstarter-Kampagne im November des vergangenen Jahres. Falls ihr sie im Rahmen der Kickstarter-Kampagne verpasst habt, keine Sorge: Ihr könnt sie jetzt im Onlineshop oder über verschiedene Händler weltweit bekommen, in Deutschland u.a. bei Miniaturicum.
Das Boxset DMHP006 „US Cavalry“ enthält 10 mehrteilige Plastikminiaturen für eine UVP von 18 GBP und gibt euch die Möglichkeit, US Cavalry zu Fuß sowie Einheiten der 9th und 10th Buffalo Soldiers zu bauen. Wir haben von beiden Kits – also der Fuß- und der berittenen Version – jeweils einen Test-Gussrahmen im ersten Quartal 2026 erhalten und holen das nun in eigenen Reviews nach.
Stargrave – Quarantine 37
Wir haben Stargrave im Laufe der Jahre auf diesem Blog ausführlich behandelt, beginnend mit dem Grundregelwerk und den verschiedenen Plastikbausätzen für Besatzung, Soldaten, Söldner, Plünderern und Automatons. Die letzte Erweiterung, die wir uns angesehen haben, war Dead or Alive, die Solo-Erweiterung, die ursprünglich als kostenloses PDF begann und 2024 umfassend überarbeitet wurde. Nun ist es an der Zeit, die übrigen Erweiterungen durchzugehen – und das bedeutet, dorthin zurückzukehren, wo alles begann: Quarantine 37, die erste vollständige Erweiterung für Stargrave aus dem Jahr 2021.
Worum geht es?
Die Imperiale Forschungsstation 37 beherbergte einst fast zehntausend Wissenschaftler, die an biologischer und chemischer Forschung arbeiteten. Sechs Monate vor dem Letzten Krieg verstummte sie – keine Notrufe, keine Rettungskapseln, nur eine einzige sich wiederholende Nachricht: „Diese Station steht unter Quarantäne. Nicht nähern.“ Jetzt, nach dem Krieg, da unabhängige Crews die Ruinen der Galaxie durchkämmen, wurde die Station wiederentdeckt. Was auch immer dort geschehen ist, die Technologie im Inneren ist ein Vermögen wert.
Das ist die Ausgangssituation von Quarantine 37, und sie funktioniert gut. Joseph A. McCullough gibt in der Einleitung offen zu, dass er sich nicht zwischen zwei klassischen Sci-Fi-Horror-Archetypen entscheiden konnte, Zombies oder außerirdische Insekten, und sich am Ende einfach für beides entschied. Die Station ist groß genug für beide Bedrohungen, je nachdem, durch welche Luftschleuse man eintritt.
Das Ergebnis sind zwei separate Mini-Kampagnen mit jeweils vier Szenarien. Die erste, The Shuffling Dead, führt die Crews tief in die von Zombies verseuchten Bereiche der Station, bis sie eingekesselt werden und sich den Rückweg zum Schiff freikämpfen müssen. Die zweite, Strike from the Shadows, stellt die Crews einem Schwarm außerirdischer Insekten gegenüber, die sie immer tiefer in ihren Bau treiben, bis es schließlich zur direkten Begegnung mit der Königin kommt. Darüber hinaus enthält das Buch zwei neue Captain-Hintergründe (Aristokrat und Jäger), acht neue Fähigkeiten, sechs neue Soldatentypen, eine Tabelle mit fortschrittlicher Technologie als Beute sowie ein Bestiarium mit Zombies, Insekten und allem dazwischen.
Age of Sigmar Spearhead – Stadt der Asche
Games Workshop hat uns das City of Ash / Stadt der Asche-Boxset zugeschickt, den neuesten Zugang zum Spearhead-Format für Age of Sigmar. Es ist das erste Spearhead-Set, das wir auf diesem Blog besprechen, und wir werden das Unboxing Review ähnlich angehen, wie wir es bei den Kill-Team-Sets gemacht haben. Nur zur Klarstellung: Spearhead ist nicht mit Kill Team vergleichbar (dessen Fantasy-Pendant Warcry ist), sondern eher mit dem Combat-Patrol-Modus von 40k.
City of Ash ist ein thematisches Boxset für den Spearhead-Spielmodus: ein in sich geschlossenes Set für zwei Spieler, konzipiert für schnelle, fokussierte Partien. Es gibt eine reguläre Variante, die auf dem letzten Age of Sigmar-Starterset mit Stormcast Eternals und Skaven basiert.
Worum geht es?
Der Name ist Programm: Embergard/Glutwacht, die Stadt der Asche. Eine tote Stadt, umkämpft wegen ihrer Vorräte an Emberstone, einer magischen Ressource von militärischer Bedeutung in den anhaltenden Kriegen der Mortal Realms. Zwei Spearspitzen prallen in ihren Ruinen aufeinander: die Freigilden-Soldaten der Cities of Sigmar/Städte Sigmars unter dem Kommando von Jorvan Kreel und die Clans Eshin Skaven, Rattenmenschen-Assassinen angeführt vom berüchtigten Deathmaster Crixxit.
Warhammer 40,000 – Space Marine Terminatoren
Heute reden wir über die Space Marine Terminatoren, die zu einem Warhammer 40k-Projekt der 2. Edition passen. Wir haben so was schon mal für die Chaos Terminatoren in diesem Blog gemacht und wollen diese Idee jetzt wieder aufgreifen.
Das hat sich aber zu einem ziemlich umfangreichen Artikel entwickelt, sodass ich beschlossen habe, ihn aufzuteilen: Der erste Teil – den du gerade liest – geht um die Miniaturen selbst, und im zweiten Artikel zeige ich, wie ich sie in meinem Imperial Fists-Projekt einsetze.
Wenn wir es wirklich zeitgemäß halten wollen, haben wir vier verschiedene Sets zur Auswahl. Terminatoren gab's als Truppboxen mit jeweils Fünf Miniaturen aus Zinn, als Blister und später als Neuauflage der Space Hulk-Plastikminiaturen. Drei der „großen Vier“ hatten ihre eigenen Terminatorensets aus Zinn, mit den regulären Space Marine Terminatoren für die Ultramarines (und andere Codex Astartes-Orden), den Wolfsgardisten der Space Wolves und dem Dark Angels Deathwing. Die Blood Angels hatten keine spezielle Einheit in Terminator-Rüstung.
Warum ist die Terminator-Squad-Plastikbox der dritten Edition dabei? Das ist eine Neuverpackung der Plastik-Terminatoren aus der zweiten Edition von Space Hulk aus dem Jahr 1996 und somit zeitgemäß. Man konnte sie damals aus dem Brettspiel (30 Miniaturen, davon 10 Terminatoren für 99 DM) oder später als einzelnes Set für 50 DM kaufen, und da sie Teil der Streitmachtbox von 1998 waren, sank ihr Handelswert weiter. Wenn man also diese Box aus der 3. Edition verwendet, erhält man immer noch Modelle aus der Zeit der 2. Edition.
Osprey Games – Warriors of Athena Quests
Willkommen zum zweiten Teil des Warriors of Athena Reviews. Nachdem wir das letzte Mal das Warriors of Athena Heroes Buch unter die Lupe genommen haben, fokussieren wir uns dieses mal explizit um die Erweiterung „Quests“.
Worum geht es?
Wie der Name selbst bereits verrät, liegt der Fokus dieses Buches vor allem auf der Entwicklung der Narrative des Settings für Warriors of Athena. Während wir im ersten Buch das Augenmerk auf die von uns gespielten Helden gelegt haben, beleuchtet das vorliegende Buch eher die Reise der Helden. Dies geschieht in Form von Minikampagnen, die in drei Teilen kategorisiert werden. Darauf gehe ich weiter unten noch etwas genauer ein.
Zu erwähnen ist, dass dieses Buch nicht ohne das Grundbuch Heroes funktioniert. Die Spielregeln zu Warriors of Athena sind hier nicht enthalten, was diesem Buch den reinen Touch einer Erweiterung verleiht.
Ersteindruck
Wie auch Warriors of Athena Heroes, ist die Gestaltung des Buches auf sehr schönem Niveau, zeigt aber auch die gleichen Schwächen. Wieder fiel mir das wellige Papier direkt auf sowie ein Versatz in der ersten Bindung im Buch. Aus der Drucktechnischen Perspektive ging stellte sich mir hier die Frage, ob einige Entscheidungen evtl. nicht zu Gunsten der Produktionskosten getroffen wurden. Eine Bindung am Rücken ist eigentlich eine teure Verarbeitungsmethode und deutlich wertiger als z.B. ein Buch, dass durch eine Leimung gebunden wird. Der Einband wiederrum ist aus Hochglanzpapier, wo ein mattes Finish das Buch etwas langlebiger gemacht hätte.
Osprey Games – Warriors of Athena Heroes
Frostgrave, Stargrave, Oathmark und Rangers of Shadow Deep. All diese Spiele haben eines gemeinsam: Joe McCullough. Bekannt für seinen Fokus auf narrativ getriebene Spiele wird erneut ein Spiel aus seiner Feder veröffentlicht und erneut sind die Partner bei der Veröffentlichung Osprey, für die Regelwerke, und Northstar Miniatures, für das entsprechende Spielzubehör.
Worum geht es?
Es ist eine raue, wilde Welt und die mythischen Monstren der griechischen Antike sind entfesselt. Als würde das nicht schon reichen treiben auch Banditenfürsten, abstoßende Kulte und andere bösartige Schergen ihr Unwesen. In ihrer Verzweiflung beten die Bewohner der verschiedenen Stadtstaaten zu den Göttern. Doch Sterbliche sind für diese nur Mittel zum Zweck. Ein Werkzeug der Unterhaltung oder des Vergnügens, nicht wert sich weiter darum zu kümmern. Allein Athene erhört deren Flehen und beschließt den Sterblichen zu helfen. Ihr Mittel der Wahl sind dabei die vielen unehelichen Halbgötter, die die Welt bevölkern und die Kraft in sich tragen, sich gegen das Böse aufzulehnen. Doch sie muss ihre Mission im Geheimen vorantreiben, denn die anderen Götter sehen es nicht gern, wenn man ihnen ihr Spielzeug madig macht. Und so führt sie die Helden still und unscheinbar dorthin, wo sie am meisten gebraucht werden, auf das ihre Taten zu Legenden werden.
In diesem Buch schlüpft der Spieler in die Rolle einer dieser Helden und seiner Begleiter, um sich ungeahnten Abenteuern und Herausforderungen zu stellen. Praktischerweise muss man aber nicht allein gegen die Gräuel des mystischen Hellas antreten – auch andere Spieler können als weitere Halbgötter Eurem Helden beistehen und sich an der Schlacht Gut gegen Böse, Mensch gegen Monster beteiligen.
Star Wars Shatterpoint – Outer Rim Outpost Geländeset
Atomic Mass Games hat eine Roadmap für Star Wars Shatterpoint vorgestellt. Letztes Jahr sind mehrere Squad Packs rausgekommen und es wurden vier Terrain-Packs angekündigt. Das SWP60 Star Wars: Shatterpoint Outer Rim Outpost Terrain Pack ist das erste, das auf den Markt gekommen ist. Nachdem ich letztes Jahr auf Messen Teaser gesehen hatte, war ich echt gespannt darauf, dieses Produkt vorzustellen.
Das SWP60 Outer Rim Outpost Terrain Pack kostet 54,99 US-Dollar und besteht aus einem Außenposten-Bunker, ein paar gestapelten Nachschubkisten und einem "Tier" - in diesem Fall eine Sumpfschwinge (Bogwing) auf einem GNK-Droiden - genau wie die anderen Geländepacks.
Star Wars Legion – 3D-Einsatzzielmarker-Set
Letztes Jahr haben wir uns die neuen Starter-Sets für Star Wars Legion angeschaut und dabei zwei der neuen Geländesets im Auge behalten. Eines dieser Sets, die Star Wars Legion 3D Objective Tokens, finde ich besonders interessant für Skirmisher, und die wollen wir uns heute mal genauer ansehen.
Die SWQ102 3D Objective Tokens / 3D-Einsatzzielmarker Set sind ein Plastikbausatz mit verschiedenen Zielmarkern in unterschiedlichen Größen, von Versorgungskisten bis hin zu Schildgeneratoren, und kosten 44,99 USD UVP. Sie sind zwar nicht unbedingt nötig, da man auch Marker oder Spielsteine aus den Kartonbögen verwenden könnte, aber die Spiele profitieren von der Immersion, die sie schaffen. Durch ihre vielfältigen Designs passen sie zu verschiedenen Szenarien und können auch mit Shatterpoint verwendet werden. Alle zehn Ziele (vier große und sechs kleine Modelle) kommen mit vorgestalteten Bases, die flacher sind als die regulären Legion Miniaturenbases, was das oben erwähnte Eintauchen in das Spiel noch verstärkt.
Die Verpackung hat vier Sprachmarkierungen, die hier aber nicht wichtig sind, weil außer dem Beileger „Read this First” mit kurzen Anweisungen auf Englisch, Französisch, Deutsch und Spanisch keine gedruckten bzw. lokalisierten Spielmaterialien dabei sind.































