Warhammer 40,000 – Imperial Fists Ruf zu den Waffen Teil 3
Eigentlich wollte ich das schon vor zwei Wochen posten, aber ich war stark eingebunden. Trotzdem ist es an der Zeit, euch auf den neuesten Stand zu bringen, denn hinter den Kulissen war ich fleißig am Werk. Wir hatten in Teil 2 von „Call to Arms“ damit aufgehört, die Stimmung zu vermitteln und euch einen Überblick über den Umfang zu geben – und dass dieses Projekt eine Space Marine Streitmacht der 3. Kompanie der Imperial Fists zeigen wird. Ich habe kurz überprüft, ob ich alles hatte, was ich brauchte, um weiterzumachen, und zur Bestandsaufnahme wollte ich noch einige Teile reinigen, um sie genauer zu inspizieren, also habe ich ein weiteres Glas zum Entfärben vorbereitet.

Das waren hauptsächlich Kleinigkeiten, Waffenoptionen und Ersatzteile für Terminator- und Sturmtrupps. Nicht unbedingt Teil des Kernprojekts der Armee. Aber jetzt ist alles – mit Ausnahme einiger Fahrzeugteile – entfärbt.
Unter den „Entfärbten“ war dieser schräge, mysteriöse Typ, der eine so dicke Farbschicht hatte, dass ich ihn erst richtig identifizieren konnte, als die Farbe weg war. Und er ist ein Marine der Blood Angel Todeskompanie in Mk-VI-Rüstung.
Während das Gesamtprojekt mittelgroß bis groß ausfallen wird, brauche ich für das bevorstehende narrative Event einen überschaubaren Umfang mit etwa 1.250 bis 1.500 Punkten. Ich habe NewRecruit genutzt, um eine Armee dieser Größe zusammenzustellen, und werde die benötigten Miniaturen vorbereiten.
Wie eine Armee genau zusammengesetzt ist, werde ich in einem separaten Artikel und im Review zum Codex Ultramarines näher erläutern, aber als Zusammenfassung aus dem ersten Artikel ist das hier mein Ziel für 1.250 Punkte:
Charaktere:
- 1x Space Marine Captain
- 1x Techmarine
Trupps:
- 1x Devastor Trupp mit 10 Mann
- 1x Taktischer Trupp mit 10 Mann
- 1x Scout Trupp mit 5 Mann
Unterstützung:
- 1x Dreadnought / Cybot
Mit einem Scriptor (einem weiteren Charakter) und einem Whirlwind (Unterstützung) komme ich auf 1.500 Punkte. Das ergibt insgesamt 28 Infanterie-Miniaturen, einen Dreadnought und ein Fahrzeug. Wenn du noch nie mit Metallfiguren gearbeitet hast, empfehle ich dir, den Klassiker Eavy Metal: The Complete Guide to Painting Citadel Miniatures von Mike McVey aus dem Jahr 1993 zu lesen, um zu erfahren, wie man anfängt.
Der erste Schritt nach dem Entfärben war das Säubern der Metallfiguren. Das Abfeilen von Gussgraten, das Entfernen von Farbresten und alles andere, was später beim Bemalen Probleme bereiten könnte.
In der düsteren Zukunft der Mitte der 90er gab es runde Bases, und alle waren 25 mm groß und hatten einen Schlitz. Es gibt zwar mehrere Hersteller dafür, aber ich wollte es „authentisch“ halten und habe für dieses Projekt originale Citadel-/Games-Workshop-Bases verwendet, da ich wollte, dass die Winkel der Sockel und alles andere einheitlich sind. Nur eine Randbemerkung – ich werde für dieses Projekt verschiedene Basegrößen verwenden, was sich auf einige Charaktere und größere Miniaturen auswirken wird, wie du zum Beispiel beim Captain oder Dreadnought auf dem vierten Bild sehen kannst.
Ältere Miniaturen könnten im Laufe der Zeit durch Lagerung, Handhabung und das Entfärben auch Schäden davongetragen haben. Daher ist dies der perfekte Zeitpunkt, um zu prüfen, ob Ausbesserungen nötig sind. Wovon rede ich? Der schlimmste Fall wäre "Lead Rot" (Bleifäule, eine Korrosion die bei älteren Miniaturen mit hohem Bleianteil vorkommen kann), aber darüber müssen wir uns in der Post-Rogue-Trader-Ära normalerweise keine Sorgen machen. Ich spreche vielmehr von abgebrochenen Details, abgeflachten Nasen oder zerkratzten Oberflächen (falls jemand beim Entfärben der Farbe etwas zu hart mit der Drahtbürste vorgegangen ist).
Nach der Reinigung und der Behebung kleinerer Schäden ging ich dazu über, die Miniaturen zu basieren. Die spätere Basegestaltung wird einfach gehalten, aber ich möchte vermeiden, dass die Space Marines im Boden versinken, also habe ich ein bisschen herumgebastelt und ihnen eine kleine „Erhöhung“ verpasst (stell dir Einlegesohlen vor). Ich habe versucht, dünne Sockel und das durchsichtige Plastik aus Blisterverpackungen zurechtzuschneiden. Auf dem ersten Bild siehst du: Der Marine links hat keine, der in der Mitte das durchsichtige Plastik und der rechts eine dünne Plastikfolie. Ich finde, die mittlere Variante funktioniert am besten.
Du wirst feststellen, dass diese alten Miniaturen einen Steg hatten, die in die Slot-a-Bases passte, aber ohne Kleber rutschten sie meist sofort wieder heraus. Es gab also einen Trick: Man bog den Steg in eine S-Form, damit sie sich festklemmte. Und wie du sehen kannst, erzeugt das genug Spannung oder Halt, damit die Miniatur an Ort und Stelle bleibt.
In manchen Fällen haben Miniaturen vielleicht abgebrochene Stege. Die meisten Miniaturen lassen sich einfach mit Sekundenkleber auf die Bases kleben, aber in manchen Fällen musst du sie vielleicht an den Bases festpinnen. Bei Space Marines ist das selten nötig, aber bei dynamischeren Posen – ich meine euch, Eldar Aspektkrieger – ist das öfter der Fall.
Wie weiter oben bereits erwähnt, verwende ich Bases unterschiedlicher Größe für unterschiedliche Zwecke. Man könnte argumentieren, dass dies als "Modellieren zum Vorteil" (modelling for advantage) angesehen werden könnte, aber da dies sowohl bei Schablonenwaffen als auch bei Nahkampfszenarien in beide Richtungen wirkt, sollte sich das ausgleichen. Zumal es sich um etwas handelt, das in diesem Projekt nur für eine sehr kleine Anzahl von Miniaturen gilt.
Der andere Aspekt ist, dass Puristen gegen das Abschneiden der Stege sind. Aber ich klebe sie in die bases, um sie als Andenken in der Nähe zu behalten. Der Space Marine Captain dieser Armee ist eine so zentrale Figur, dass ich mich für ihn für eine runde 32 mm Base entschieden habe, damit er weniger beengt wirkt und mehr Platz für seine Pose hat. Andere Infanteriefiguren, die wahrscheinlich andere Bases bekommen werden, sind die Terminatoren, da sie einfach zu groß für die runden 25 mm Bases sind.
Und wie du sehen kannst, wird der Dreadnought auf einer runden 60 mm Base stehen (der eigentlich einen Durchmesser von 65 mm hat). Je nachdem, wann du deinen gekauft hast, wurde er vielleicht mit einer quadratischen Base oder komplett ohne Base geliefert. Ab der 3. Edition wurden die Modelle mit dem 60 mm Base ausgeliefert. Das sieht einfach besser aus, besonders im Vergleich zu einem quadratischen 40 mm oder 50 mm Base, und ist sicherlich stabiler als gar keine Base.
Während Trupps normalerweise von einem Sergeant angeführt werden und neun reguläre Space Marines in ihren Reihen haben, zeigten die Codices der 2. Edition nicht nur den Sergeant, sondern auch einen Truppführer für jede dieser Einheiten mit 10 Miniaturen. Das hat regeltechnisch keine Bedeutung und ist nur Hintergrundgeschichte. Die Truppführer waren der zweite Marine in jedem Trupp, der ein Banner trug, und boten die zusätzliche Option, diese vollständigen Einheiten in kleinere Kampftrupps aufzuteilen (gemäß den Regeln auf Seite 60 im Codex Ultramarines). Außerdem gab es eine Armeelisten-Option, die in White Dwarf 209 (in Deutschland White Dwarf 18 aus dem Juni 1997) veröffentlicht wurde (zusammen mit Regeln für Ordensmeister), bei der man eine Einheit aus fünf Space Marines statt zehn kaufen konnte, um beim Aufbau der Armee flexibler zu sein, da Space Marines ziemlich teuer waren.
Ich habe diese Figuren für die Sergeants (die vorne) und die Truppführer (die hinten) ausgewählt.
Da ich mich für die gesamte Armee für modellierte Ordenssymbole entschieden habe, habe ich einige Miniaturen mit feststehenden linken Armen, an denen ich diese Symbole nachträglich anbringen muss. Mein Imperial Fists Captain kommt mit einem vorgestalteten Ordenssymbol. Die anderen müssen nachbearbeitet werden, da ich nur Abziehbilder für die Truppmarkierungen und Ähnliches verwenden möchte. Das wird höchstwahrscheinlich mit Green Stuff gemacht.
Für die kleine Armee wird das bei den beiden Sergeants und einem Marine mit Spezialwaffe nötig sein. Für das gesamte Armeeprojekt wird es bei einem der Sergeants aus den Sturmtrupps sowie bei der zweiten Spezialwaffen-Pose benötigt, und vielleicht auch bei den Scouts. Bei den Terminators wird es ähnlich sein, aber das ist eine Sache für später.
Man könnte einfach einen schwarzen Punkt hinzufügen, um den Lauf einer Waffe darzustellen, aber ich bin dafür, die Läufe zu bohren, und das habe ich bei diesen Miniaturen auch getan. Das werde ich auch bei den Boltern aus Plastik und der schweren Waffe so machen. Obsessive Converter hat einen Drill Wizard entwickelt, der dir hilft, deinen Bohrer zu zentrieren. Tolles Tool!
Jetzt, wo alles vorbereitet ist, sind wir bereit, die Miniaturen mit Sand zu basieren. Und dafür habe ich meinen unerschöpflichen Sandvorrat genutzt. Ganz altmodisch: Holzleim verwenden, mit einem Zahnstocher oder einem alten Pinsel verteilen, die Miniaturen darin eintauchen und den Kleber trocknen lassen.
Das lief ziemlich gut, sodass ich mich daran machte, auch die restlichen Truppen in Servorüstung vorzubereiten.
Nun zu einem der kniffligsten Teile – dem Anbringen der Kunststoffteile. Das ist bei vielen dieser Projekte meist der Engpass. Während die Leute ihre Zinnminiaturen gut im Auge behalten, überleben Ersatzteile oft nicht so lange und können zu einer seltenen Ware werden. Ich habe das Glück, genug epochen-korrekte Teile für dieses Projekt zu haben. Was das bedeutet, werde ich in einem eigenen Artikel behandeln, wenn ich über Taktischen Space Marines spreche.
Du wirst mehrere Gussrahmen benötigen, und lass dich nicht irritieren, wenn Games Workshop den Kunststoff verändert oder optimiert hat, die Farbtöne angepasst hat und je nach Produktionsdatum die Details schärfer oder weicher sind, wie du auf dem ersten Bild sehen kannst. Was die einfachen Soldaten angeht, gehören die Space Marines zu den komplexeren Modellen beim Zusammenbau. Das würde man zunächst nicht denken, da andere Miniaturen aus dieser Zeit ebenfalls Metallkörper und Plastikarme (sowie Waffen) hatten, aber sie trugen meist eine Waffe pro Hand, und das Hinzufügen von Rückenmodulen und Schulterpanzern für die Space Marines machte die Sache nicht einfacher. Ich freue mich schon auf das chaotische Durcheinander beim Zusammenbau von Sturmtrupps mit vielen verschiedenen Waffen.
Die meisten Space Marines bestehen aus einem einzigen Metallkörper, haben zwei Plastikarme, zwei Plastikschulterpanzer und ein Plastikrückenmodul. Je nachdem, welche Waffe sie tragen – das kann ein Bolter, eine Bolterpistole, eine Art Nahkampfwaffe oder sogar eine schwere Waffe sein (und da es sich um Zinngussteile handelt, sind sie tatsächlich vergleichsweise schwer) –, gibt es pro Modell viele Einzelteile, die so ausgerichtet werden müssen, dass sie sich beim Zusammenbau nicht gegenseitig behindern.
Ich würde empfehlen, dir etwas Blu-Tack zu besorgen, einen Bolter ohne Griff zu nehmen und ein paar Posen auszuprobieren. Wenn du eine findest, die dir gefällt, verwende ein bisschen Green Stuff zwischen Körper und Armen, um die Pose zu fixieren, und sobald du zufrieden bist, fixiere sie mit einem Klecks Sekundenkleber, um das Green Stuff zu unterstützen. Bolter können unhandlich sein und funktionieren vielleicht nicht in jedem Winkel, daher wird das etwas Zeit in Anspruch nehmen. Aber nimm dir diese Zeit, um ungünstige Posen zu vermeiden.
Du musst die Arme nicht am Körper pinnen. Das mache ich nur bei den Armen mit schweren Waffen, da diese mehr wiegen. Ich empfehle, die Klebefläche anzuritzen, an der Kunststoff und Metall direkt aufeinandertreffen, um eine stärkere Verbindung zu erzielen und dem Kleber eine bessere Haftfläche zu bieten.
Zum Bemalen habe ich nur die Arme angebracht, ohne die Schulterpanzer oder Rückenmodule, um den Zugang zu den Figuren selbst nicht einzuschränken. Die Waffen habe ich nur in den Fällen angebracht, in denen sie kein Problem für den Pinsel darstellten.
Der gesamte Schritt hat länger gedauert, als ich erwartet hatte. Ich habe tatsächlich einen ganzen Nachmittag damit verbracht, nur die Arme zu positionieren, Kunststoffteile zu reinigen und Gussgrate auszubessern, die ich beim ersten Mal übersehen hatte (und ich werde wahrscheinlich noch einige finden, wenn ich die Miniaturen grundiere).













































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