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27Aug/170

Wellington Great War Exhibition Teil 2

Die große Halle des GWE mündet in einen breiten Flur, der auf der einen Seite ins Cafe und den Musemsshop endet und auf der anderen Seite in den ANZ Raum.

Wellington The Great War Exhibition Wellington The Great War Exhibition

Nach dem starken Fokus auf die Westfront, bringt der Flur wieder Neuseeland als Teil des ANZAC auf den Plan. So wird erläutert, welche Regimenter mit welcher Sollstärke in welchen Teilen des Landes ausgehoben wurden und wohin sie verschifft wurden. Und zahlreiche nachkolorierte Bilder der gemusterten Truppen, Ausrüstung und vieles mehr.

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Unter dem großen grünen Schild geht es in den ANZ Raum, mit Karten und farbigen Photographien der Landung in den Dardanellen. Die Photographien wurden händisch eingefärbt in unzähligen Stunden Arbeitszeit und sind ein sehr lebendiger, beeindruckender Part der Ausstellung.

Wellington The Great War Exhibition Wellington The Great War Exhibition Wellington The Great War Exhibition

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Der Raum ist groß genug für größere Ausstellungsstücke, darunter auch ein deutsches Kruppgeschütz und eine britische 4,5 Zoll Haubitze. Aber das interessanteste Ausstellungsstück war nur noch wenige Schritte entfernt.

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Ich konnte es zwischen den Säulen bereits ein wenig erspähen. Und da war es, ein riesiges Diorama mit mehr als 5.000 Miniaturen. Die Szene zeigt wie das Wellington Bataillon am 8. August 1915 Chunuk Bair eingenommen hat.

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Ein sehr glücklicher Dennis vor einem sehr großem Ausstellungsstück. Die Ausmaße der Installation sind einfach unglaublich.

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Falls ihr mehr über den Baufortschritt dieses Monsterdioramas sehen möchtet, könnt ihr das hier nachlesen: Armchair General on the Anzac Diorama Blog.

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Die 5.000 Miniaturen im 54mm Maßstab basieren auf etwa einem Dutzend unterschiedlicher Modelle, welche von Alan und Michael Perry gestaltet und im Vereinigten Königreich gegossen wurden. Diese wurden später an 140 Tabletopper in Neuseeland versendet, welche die Modelle dann zusammengebaut und bemalt haben. Alleine das Vorbereiten des Geländes hat etwa 2 Wochen gedauert, während mindestens 6 Personen zeitgleich daran gearbeitet haben.

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Das Gelände in Gallipoli wurde per Laser vermessen und so digitalisiert. Die Informationen wurden dann verwendet um per Fräse große Blöcke Styropor in Form zu schneiden. Das Ganze wurde dann in den Werkstätten von Weta Workshop aufgestellt und Flock und Grasstreu wurden aufgetragen. Später wurde das Gelände aufgeteilt und in das NZ Dominion Museum verlegt, dort wieder zusammengebaut und die Übergänge gefixt.

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Die Miniaturen wurden dann aufgeklebt bzw. gepinnt. Ein langsamer Prozess, der noch einmal einige Wochen gekostet hat. Es wurden Informationen gesammelt um die Aufstellung so realistisch wie möglich zu machen. Später wurden dann noch Glaswände und die Scheinwerfer installiert. Unter den großen Schlachtszenen sind zahlreiche kleine Vignetten, die verwundete Soldaten auf den Schultern anderer von der Schlacht wegtragen, Offiziere die ihre Soldaten kommandieren und natürlich ein Cameo von Peter Jackson (welches ich unglücklicherweise nicht selbst gefunden habe, da man mich erst nach meinem Besuch auf das Cameo aufmerksam gemacht hat). Weitere Personen die an dem Projekt mitgewirkt haben, wurden in dem Diorama mit Cameos verewigt. Eine Übersicht dazu findet ihr hier am Ende des Beitrags.

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Weitere Informationen zu dem Projekt findet ihr in der Wargames Illustrated #334 / August 2015 (die Ausgabe ist ausverkauft, kann aber digital erworben werden), oder eben auf besagtem Anzac Diorama blog. Ich habe eine solide Anzahl an Museen und Ausstellungen besucht, ich war auch ein paar Mal in der Warhammer World und habe dort die großen Dioramen wie Die Schlacht um Terra usw. gesehen, aber das hier ist eine beeindruckende Erfahrung.

Ich hatte das Diorama schon im Vorfeld online gesehen, und daher dachte ich hätte eine Vorstellung von dem, was ich sehen würde. Aber es selbst zu sehen, war einfach imposant. Mir ist bewusst, für die meisten Leute ist das sehr weit entfernt, und mit dem Zeitfenster dieser Ausstellung, das sich November 2018 schließt, umso schwieriger. Aber ich hoffe, der Beitrag gibt euch einen besseren Eindruck von diesem außergewöhnlich detaillierten Projekt.

Daher möchte ich an der Stelle meinen höchsten Respekt an alle beteiligten Tabletopper aussprechen, die an diesem Projekt mitgewirkt haben, ein wirklich beeindruckendes Arbeitsstück, welches hoffentlich eine angemessene Heimat nach 2018 findet.

Man kann den ersten Teil der Berichterstattung von der großen Halle des GWE hier sehen: Great War Exhibition Part 1.

Link: Great War Exhibition

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