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27Sep/182

Gangs of Rome Blood on the Aventine Starterbox

Anfang des Jahres hat Warbanner eine Starterbox zu ihrem antiken Skirmisher Gangs of Rome namens Blood on the Aventine herausgebracht.

Gangs of Rome - Blood on the Aventine Gangs of Rome - Blood on the Aventine

Es handelt sich dabei um ein Szenarioset, welches alles enthält was benötigt wird um mit Gangs of Rome zu beginnen und spart dabei nicht an Inhalt. Mit einem Preis von 35 GBP ist Blood on the Aventine zu dem sehr moderat bepreist, wenn man sich die Preise der Einzelkomponenten anschaut. Aber werfen wir einen Blick in die Box.

Gangs of Rome - Blood on the Aventine Gangs of Rome - Blood on the Aventine

Anders als viele andere Einsteigersets, enthält Blood on the Aventine nicht nur ein reduziertes Regelwerk sondern das vollständige Regelwerk zu Gangs of Rome als A4 Softcover und dazu noch einen Einlager für das das namensgebende Szenario. Man erhält dazu noch 6 Kämpfer mit Profilkarten, Marker, Bases und einen gallischen Wächter, der den im Bau befindlichen Tempel (beigesteuert von Sarissa Precision aus MDF) bewacht. Außerdem sind noch 7 Würfel mit römischen Ziffern, zwei Messstäbe im Gladiusdesign und 16 Münzen aus MDF enthalten.

Gangs of Rome - Blood on the Aventine
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Der MDF Tempel ist mit einer Schrumpffolie verpackt und kommt mit einer Bauanleitung. Die Fähigkeitenmünzen sind sauber geschnitten und auf beiden Seiten graviert, vorne mit Nummern und auf der Rückseite mit dem Siegel von Gangs of Rome.

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Die Miniaturen zu Gangs of Rome wurden von zwei Modelleuren geknetet; Paul Hicks hat sich um die Zivilisten, wie den Mob oder den Tempelwächter Tavalus gekümmert, und Steve Saleh sich um die Kämpfer. Anders als die Kämpfer aus den Blistern und Bandendeals handelt es sich hier bei um einteilige Miniaturen mit vordefinierten Köpfen und Waffen. In den Einzelblistern  sind üblicherweise 3 Köpfe und ein Waffengussrahmen enthalten.

Die Gussqualität ist gut, besonders bei Tavalus. Allerdings hatte ich insgesamt das Gefühl dass die Footsore / anderen Warbanner Güsse die ich gekauft habe, sauberer waren und weniger Gussgrate hatten. Dennoch überdurchschnittliche Gussqualität.

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Gangs of Rome verwendet besondere "Jigsaw" Bases, welche zwei Ausschnitte an der Außenseite haben und aus MDF und schwerem Karton zusammengesetzt werden. Idealerweise verklebt man die Materialien mit Holzleim. Die Miniaturen selbst werden mit Sekundenkleber auf das MDF geklebt. Man muss dazu evtl. die Unterseite der Standfüsse abfeilen um eine ebene(re) Klebefläche zu haben.

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Wie man sieht sind die Aussparungen für Identifikationsmarker (Orange und Grün) und die Lebenspunkte (Rot) gedacht.

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Wo liegen die Gangs of Rome Miniaturen in Hinsicht auf den Maßstab? Es sind 28-30mm Modelle und sie passen gut zu anderen Herstellern. Im ersten Bild sieht man den Vergleich der Saleh und Hicks Modelle, im zweiten Bild sind die Gangs of Rome Miniaturen zwischen Miniaturen aus der Warlord Games Römer-Range zu sehen. Im dritten Bild der Vergleich unterschiedlicher Gladiatoren, von Crusader miniatures (#1) und Brigade Games (#2 und #5). Brigade Games ist ein amerikanischer Miniaturenhersteller, der unter anderem Gladiatoren anbietet, die ebenfalls von Paul Hicks modelliert wurden.

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Jetzt folgt das Kernstück dieses Szenariosets, der sich im Bau befindliche Tempel. Das Geländestück wurde von Sarissa Precision beigesteuert und ist über 6 etwa A4 große Bögen aus 2mm starken MDF verteilt. Der Bausatz kommt mit einer Bauanleitung.

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Der Zusammenbau beginnt mit dem inneren Tempel. Die Laserschnitte sind sauber und man hat sehr wenig Mühe mit dem säubern der Teile. Diese sind angemessen groß und gut ausgelegt, so dass man sie ohne größere Probleme oder das Risiko einer Beschädigung aus dem Bogen trennen kann.

Die Passgenauigkeit ist gut, ein paar Teile haben etwas Spiel, weshalb man die Teile nicht Stück-für-Stück verbauen sondern eher als Baugruppe montieren sollte, so dass sich die einzelnen Teile aneinander ausrichten können und etwas stabiler stehen während der Bastelleim anzieht.

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Der Tempel steht etwas höher durch eine dreistufige Base. Gut genutztes MDF, da hier Teile in die Bereiche des Schnittbogens gelegt wurden, die später sowieso verdeckt werden. Ich empfehle die Base etwas früher zu bauen, sogar noch bevor man diese endgültig verklebt um für die Gesamtkonstruktion eine stabilere Ausgangslage zu haben.

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Die Treppen werden angebracht und passen recht simpel an die 45° Schrägen des Tempels.

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Jetzt folgen die römischen Säulen. Diese sind etwas mehr Arbeit für unerfahrene Modellbauer und es könnte etwas irritierend sein, da die Anleitung zwei Teile aufzeigt, die in der Form nicht im Bausatz enthalten sind. Hier wurde wohl das Design noch geändert. Es gibt keinen quadratischen Standfuss und auch kein größeres Bodenstück zum Ausrichten. Aber wenn man Bastelleim statt Sekundenkleber für das MDF verwendet, hat man etwas Zeit um die Säulen zusammenzubauen, bevor der Kleber anzieht. Genügend Zeit um die Bauteile entsprechend auszurichten. Aus Stabilitätsgründen habe ich die Deckenunterstruktur schon beim Kleben aufgelegt, damit die Säulen alle passend ausgerichtet sind, ohne dass diese Kippen und die weiteren Schritt erschweren.

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Die beiden halbgebauten Säulen sind auch einfach zusammengebaut und kommen links und rechts vom Eingang.

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Als Nächstes die Stützstreben des Daches. Hier könnte man die Unterstruktur auch drehen und die Aufbaute auf der rechten statt linken Seite positionieren, falls man das möchte.

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Und da sich der Tempel noch im Bau befindet, gibt es verschiedene Gerüste zu diesem Set. Das erste ist ein dreistufiges Gerüst, welches im Inneren des Tempels verbaut wird. Hier würde ich das Gerüst aber nur zusammenbauen und nicht einkleben, damit man es später beim Bemalen und evtl. für den Spielbetrieb noch einmal herausnehmen kann.

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Die halbgebauten Säulen haben ebenfalls Gerüste. Diese sind etwas instabiler, aber wenn man sie direkt auf die halbfertigen Säulen baut und nicht freistehend, hilft das deutlich beim Zusammenbau.

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Das größere Gerüst reicht um die Außenseite des Tempels und ist die vorletzte Baugruppe. Das Gerüst passt auf den untersten Ring der Tempelbase und kann aufgesteckt und verschoben werden.

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Die letzte Baugruppe ist ein altrömischer Baukran, der mit Pflöcken am Boden gestützt wird. Am Besten fügt man hier noch etwas Garn hinzu, um das Zugseil darzustellen.

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Dann gibt es noch ein paar optionale Teile, welches entweder verklebt/verbaut oder über die Baustelle verstreut werden können. Es gibt zusätzliche Stützstreben für das Dach, einen Türrahmen mit Tür und drei Fenster. Der Tempel ist recht großzügig angelegt und bietet eine präsente Ruine/Baustelle, um die gekämpft werden kann.

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Boycie hat den Tempel für seine private Geländesammlung bereits gemalt und mir ein paar Bilder zur Verfügung gestellt, die ich gerne mit euch teile.

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Und natürlich ein paar Bilder der Miniaturen aus unterschiedlichen Winkeln.

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Fazit
Blood on the Aventine enthält alles für den Start in Gangs of Rome zu einem sehr attraktiven Preis. Der Preisvorteil der Box ist ziemlich beachtlich. Das Regelwerk alleine kostet 8 GBP, die 6 Kämpfer würden 48 GBP kosten und der Tempel, der außerhalb des Sets nicht erhältlich ist, liegt sicherlich bei 20-25 GBP. Und dann haben wir noch nicht die Token, Würfel usw. mit einberechnet. Daher sind 35 GBP für alle essenziellen Inhalte zu Gangs of Rome schon ein günstiges Angebot.

Es ist ein gut abgerundetes Set, welches einen realistischen Eindruck des gesamten Spiels vermittelt. Man hat eine kleine Bande um sich mit den Regeln vertraut zu machen und auch direkt den Zugang zum kompletten Regelwerk sowie etwas  schickem Gelände um das man kämpfen kann. Und man hat auch noch direkt Messstäbe, Würfel und Token dabie, weshalb man hier auch als kompletter Neueinsteiger ins Tabletophobby direkt hineinstarten kann. Und bei 35 GBP ist das auch kein ernsthaftes Risiko, selbst wenn man nicht abgeholt wird, hat man ein schönes Geländestück und ein paar Miniaturen die sich auch anderweitig im breiten Umfeld des antiken/römischen Tabletop einsetzen lassen würden.

Wie erweitert man das Starterset? Was braucht man sonst noch? Die meisten Spiele die ich gesehen habe, wurden mit 5 Kriegern pro Seite gespielt, daher könnte man in 4 weitere Blister oder direkt eine 5er Bande investieren um beide Parteien auf 5 (+1) aufzustocken und sich dann auch noch zwei Mobs gönnen. Darüber hinaus eben vielleicht noch etwas passendes Gelände. Hier hat sich Warbanner mit Sarissa Precision zusammengetan und eine sehr umfangreiche Geländesammlung für römische Stadtgebäude im Angebot, von den äußeren Wällen, über den Marktplatz bis hin zu den neugebauten Teilen der Stadt.

Achtet bitte darauf das Blood on the Aventine nur in begrenzter Stückzahl für Gangs of Rome produziert wurde und nach aktuellem Stand (Mitte September) noch etwas über 100 Sets verfügbar sind. Wer also noch eines haben möchte, sollte sich beeilen.

Die Regeln zu Gangs of Rome werden in einer separaten Review abgedeckt. Die Regeln sind bis Ende September noch als kostenlose PDF erhältlich.

Gangs of Rome ist eine Marke von Warbanner Ltd.

Das vorgestellte Produkt wurde vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

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veröffentlicht unter: Historisch, Reviews Kommentar schreiben
Kommentare (2) Trackbacks (0)
  1. Bekommt man das Set nur über den Hersteller? Ich sehe das System generell selten im freien Handel.

  2. Das Set kriegt man wohl auch im freien Handel. Ist nur etwas schwieriger geworden, seit dem es nicht mehr über Warlord vertrieben wird. Evtl. hat noch jemand einen Restbestand oder ich würde es mal bei Miniaturicum versuchen.


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