Bolt Action – Hausregeln für E-Serie und Löwe
Wir haben gerade die E-10 und E-25 aus der Ambush Miniatures Kickstarter Panzerdivision Cerberus behandelt, und ich habe gesehen, dass viele Leute gefragt haben, wie man sie zum Beispiel in ihren Bolt Action Spielen einsetzen könnte.
Darum möchte ich mich darum kümmern und habe ein paar Hausregeln für diese Einheiten geschrieben, damit sie in der dritten Edition von Bolt Action verwendet werden können. Ihr benötigt die Grundregeln für Bolt Action 3rd Edition sowie das Ergänzungsbuch Armies of Germany aus derselben Edition, um diese Einträge nutzen zu können. Dies sind inoffizielle, von mir erstellte Regeln zur privaten Nutzung und stehen in keiner Verbindung zu Osprey Games oder Warlord Games.
Da es davon abhängt, wie ihr diese Modelle in euer Spiel integrieren und welches Narrativ ihr aufgreifen wollt, gibt es für diese Fahrzeuge einige grundlegende Optionen. Ich habe die Einträge aus dem Armies of Germany-Buch verwendet, referenziert und gegen gerechnet, wie sich diese Modifikationen auf die Punktewerte und Ähnliches auswirken würden, und das hier ist das Ergebnis. Um sie so flexibel wie möglich zu halten, gebe ich für alle Einheitenprofile die Stufen von Unerfahren bis Veteranen an. Es liegt an euch, ob ihr sie als das düstere letzte Schlacht um Berlin-Szenario spielt oder so, als hätte der Krieg bis 1946 (und darüber hinaus) weiter angedauert. Deshalb habe ich die Optionen für Panzer-Asss beibehalten, wie sie auch bei Tiger II und anderen Panzern der späten Kriegsjahre vorhanden waren. Ihr könnt sie aber genauso als unerprobte Prototypen mit unerfahrenen Besatzungen einsetzen, wie es im Buch für den Panzer VIII Maus vorgesehen ist.
Wenn ihr das möchtet, könnt ihr den Panzer-Ass streichen und stattdessen Unreliable / Unzuverlässig oder Götterdämmerung (Panzer VIII Maus, S. 63 in Armies of Germany) aus den unten aufgeführten Einheitenprofilen hinzufügen. Je nachdem, wie hoffnungslos ihr die Lage darstellen wollt, ändern sich dabei auch die Punktkosten nicht. Andernfalls könnt ihr die Punktkosten auch um 10% reduzieren wenn ihr sie als die letzte Reserve spielen möchtet.
Alle diese Fahrzeuge würden als Einträge in den Späte Phase Force Selection Guide / Leitfaden für die Späte Kriegsphase auf S. 125 im Armies of Germany-Buch aufgenommen werden. Alle Bilder von Team Würfelkrieg.
Panzer
Panzerkampfwagen E-50
Der E-50 war als standardisierter mittelschwerer Panzer der E-Reihe geplant und sollte den Panther ersetzen sowie eine praktischere und vereinheitlichte Konstruktion für die deutschen Panzertruppen bieten. Er verband einen gut geneigten Rumpf mit starker Bewaffnung und einem rationaleren Produktionsansatz, um ein Fahrzeug zu liefern, das leistungsstark, zuverlässig und leichter in größerer Stückzahl zu bauen gewesen wäre. In vielerlei Hinsicht stellte der E-50 den deutschen Versuch dar, den mittleren Panzer zu einer echten Allround-Kampffahrzeuglösung weiterzuentwickeln.
(Nutzt diese Hausregeln oder verwendet einfach den Tiger II auf S. 62, da es sich im Grunde um einen Tiger II ohne Rumpf- und koaxiales MG sowie mit einer zusätzlichen Qualität für Unerfahrene handelt.)
Kosten: 332 Pkt. (Unerfahrene), 420 Pkt. (Reguläre), 508 Pkt. (Veteranen)
Phase: Späte Phase
Waffen: 1 im Turm montierte superschwere PaK
Schadenswert: 11+ (superschwerer Panzer)
Optionen: Zusätzliches Drehlafetten-MMG für +15 Pkt.
Sonderregeln: - Panzer-Ass
Panzerkampfwagen E-75
Der E-75 war das schwere Gegenstück zum E-50 und sollte den Tiger II als Hauptkampfpanzer der deutschen Armee ablösen. Stärkere Panzerung, ein robusteres Fahrgestell und eine leistungsstarke Hauptwaffe hätten ihn zu einem gefährlichen Gegner in jeder direkten Konfrontation gemacht. Wie der Rest der E-Reihe war auch er auf standardisierte Bauteile ausgelegt, doch in kämpferischer Hinsicht wäre der E-75 ein echtes Schwergewicht gewesen, gebaut, um gegnerische Panzerung durch überlegenen Schutz und Feuerkraft zu dominieren.
(Nutzt diese Hausregeln oder verwendet einfach den Tiger II auf S. 62.)
Kosten: 383 Pkt. (Unerfahrene), 484 Pkt. (Reguläre), 586 Pkt. (Veteranen)
Phase: Späte Phase
Waffen: 1 im Turm montierte superschwere PaK
Schadenswert: 11+ (superschwerer Panzer)
Optionen: Zusätzliches Drehlafetten-MMG für +15 Pkt.
Sonderregeln: - Verstärkte Frontpanzerung
- 128mm KwK 44: Dieses Geschütz war auf lange Reichweiten fast genauso effektiv wie auf kurze Reichweiten - es erleidet also nicht den DSK-Abzug von -1, wenn es Ziele in mehr als der halben Reichweite trift. Es hat innerhalb der gesamten Reichweiten den vollen DSK-Bonus von +7.
- Panzer-Ass
Panzerkampfwagen VII Löwe
Der Panzerkampfwagen Löwe war eines der ehrgeizigeren deutschen Schwerpanzerprojekte des Krieges und als Durchbruchfahrzeug mit außergewöhnlicher Panzerung und schwerer Bewaffnung gedacht. Für das Design wurden verschiedene Vorschläge gemacht, von einer etwas leichteren Version bis hin zu einem noch stärker geschützten super-schweren Konzept. Wäre er gebaut worden, wäre der Löwe vermutlich ähnlich wie andere deutsche Schwerpanzer eingesetzt worden: als furchteinflößendes Angriffsfahrzeug, das feindliche Stellungen durchbrechen und gegnerische Panzerung frontal herausfordern sollte. Die Planung dieses Kampfpanzers wurde im Juli 1942 jedoch gestoppt um die Entwicklung eines noch gigantischeren Projekts zu starten - dem Panzerkampfwagen VIII Maus!
(Nutzt diese Hausregeln oder verwendet einfach den Panzer VIII Maus auf S. 63.)
Kosten: 362 Pkt. (Unerfahrene), 452 Pkt. (Reguläre), 543 Pkt. (Veteranen)
Phase: Späte Phase
Waffen: 1 im Turm montierte superschwere PaK und 1 nach vorn gerichtetes MMG im Rumpf
Damage Value: 11+ (superschwerer Panzer)
Optionen: Zusätzliches Drehlafetten-MMG für +15 Pkt.
Sonderregeln: - Rundum Gepanzert
- 128mm KwK 44: Dieses Geschütz war auf lange Reichweiten fast genauso effektiv wie auf kurze Reichweiten - es erleidet also nicht den DSK-Abzug von -1, wenn es Ziele in mehr als der halben Reichweite trift. Es hat innerhalb der gesamten Reichweiten den vollen DSK-Bonus von +7.
- Panzer-Ass
- Langsam
Jagdpanzer
Jagdpanzer E‑10
Der E-10 war als kompakter und hochmobiler Panzerjäger gedacht und Teil des umfassenderen E-Reihe-Programms zur Vereinfachung der deutschen Panzerfahrzeugproduktion. Mit seiner niedrigen Silhouette, der schrägen Panzerung und dem Fokus auf einfache Fertigung wäre er gut für Hinterhaltstaktiken und schnelle Verlegungen geeignet gewesen. Statt als klassischer Panzer in der Linie zu stehen, war der E-10 als tödlicher Jäger konzipiert, der aus der Deckung zuschlägt und sich dann wieder zurückzieht.
(Nutzt diese Hausregeln oder verwendet einfach den Hetzer auf S. 66.)
Kosten: 194 Pkt. (Unerfahrene), 236 Pkt. (Reguläre), 279 Pkt. (Veteranen)
Phase: Späte Phase
Waffen: 1 nach vorn gerichtete, in einem Aufbau montierte schwere PaK
Schadenswert: 9+ (mittelschwerer Panzer)
Optionen: Für +10 Pkt. mit Seitenschürzen ausrüsten.
Sonderregeln: - Schwache Seitenpanzerung
- Panzer-Ass
- Schnell
Jagdpanzer E‑25
Der E-25 war als schneller Panzerjäger vorgeschlagen, ausgelegt nach den Prinzipien Standardisierung, geringe Kosten und sehr niedriges Profil. Seine schräge Panzerung und der kompakte Aufbau hätten ihn zu einem schwierigen Ziel gemacht, während die vorgesehene Hochgeschwindigkeitskanone ihm die nötige Schlagkraft gegeben hätte, um auch gut geschützte feindliche Panzerung zu bedrohen. Der E-25 hätte wahrscheinlich eine Rolle ähnlich der erfolgreicheren deutschen Panzerjäger übernommen und sich eher auf Geschwindigkeit, Tarnung und Feuerkraft als auf rohe Gewalt verlassen.
(Nutzt diese Hausregeln oder verwendet einfach den Jagdpanzer IV L/70 auf S. 65, da dies im Grunde ein Jagdpanzer mit dem L/70-Upgrade ist, einem drehkranzmontierten MG statt des rumpfmontierten MG und ohne verstärkte Frontpanzerung.)
Kosten: 217 Pkt. (Unerfahrene), 260ts (Reguläre), 303 Pkt. (Veteranen)
Phase: Späte Phase
Waffen: 1 nach vorn gerichtete, in einem Aufbau montierte schwere PaK sowie eine im Turm montierte MMG mit 360-Grad Schussfeld
Schadenswert: 9+ (mittelschwerer Panzer)
Sonderregeln: - Panzer-Ass
Selbstfahrende Artillerie
Flakpanzer VII Löwe
Der Panzerkampfwagen Löwe-Flak war eine vorgeschlagene Flugabwehrvariante des Löwe-Konze Pkt. und passte das schwere Panzerfahrgestell für die Doppelfunktion aus Luftabwehr und Erdkampf an. Ein solches Fahrzeug hätte den Schutz eines schweren Panzers mit einer Bewaffnung kombiniert, die Flugzeuge, weiche Ziele und leicht gepanzerte Fahrzeuge hätte bekämpfen können. Wie der Basis-Löwe blieb auch diese Variante ein Papierprojekt, spiegelt aber die deutsche Neigung wider, mit spezialisierten Varianten auf leistungsstarken Fahrgestellen zu experimentieren.
Kosten: 307 Pkt. (Unerfahrene), 372 Pkt. (Reguläre), 438 Pkt. (Veteranen)
Phase: Späte Phase
Waffen: 2 im Turm montierte schwere Maschinenkanonen und 1 nach vorn gerichtetes MMG im Rumpf
Schadenswert: 11+ (superschwerer Panzer)
Optionen: Zusätzliches Drehlafetten-MMG für +15 Pkt.
Sonderregeln: - Rundum Gepanzert
- Flak
- Langsam



















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