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5Sep/180

Dead Man’s Hand: Outlaws – Teil 2

Im Gegensatz zum alten McMiller habe ich bei Eugene eher helle Farben gewählt und mich dabei von den beigen und pastellfarbenen Tönen der Serie Briscoe County Jr. Inspirieren lassen, eine Westernserie aus den 90ern.

Dead Mans Hand - Outlaws Eugene

Das Modell stammt von Foundry und bietet einen herrlich dümmlichen Gesichtsausdruck. Das war genau das Richtige um Eugene auch eine passende Hintergrundgeschichte zu verpassen, die mit den hellen Farben gut einher ging. Die Hose habe ich wieder in Steel Legion Drab bemalt, während der Hut ein wilder Mischmasch aus Grautönen ist. Dabei muss man bei den Schattierungen nicht sehr ordentlich sein, da Schweißflecken am Hut keine gleichmäßigen Spuren hinterlassen.

Dead Mans Hand - Outlaws Eugene

Beim Hemd versuchte ich mal was Neues und nahm einen Grundton aus Goblin Green, den ich aber bereits zu Beginn leicht mit Bonewhite aufgehellt hatte, um ihm einen ausgebleichten Look zu verpassen. Das hatte ganz gut funktioniert und ich werde in Zukunft nochmal ein wenig damit herumspielen. Die Jacke hingegen hatte Bronzed Flesh von Vallejo als Grundfarbe. Mit diesem Ton kann man in enorm viele Richtungen malen, je nach dem, ob man mit schwarz abdunkelt, oder beispielsweise einem anderen Farbton. Gleiches gilt für die Akzente, die ich bis zu Weiß hin hochgezogen habe. Diese könnte man aber beispielsweise auch milder, mit reinem Bonewhite, aufhellen.

 Dead Mans Hand - Outlaws Eugene

Und natürlich ist bei mir keine Figur ohne eine kleine Hintergrundgeschichte komplett...

Eugene der Vorkoster

Eine schöne, neue Ladung Gewehre, mehr brauchte es nicht. Genau was sich Eugene erhoffte, als er den Handel mit den Mexikanern geschlossen hatte. Gewehre und Munition waren dieser Tage teuer und an der Grenze sehr begehrt. Schon bald würde er auf einem Haufen Zaster sitzen. Dumm nur, dass die Gewehre die er verkaufen wollte derzeit noch der Kavallerie gehörten. Noch ungünstiger war, dass er sich im Voraus hatte bezahlen lassen und die Banditos so langsam ihre Ware sehen wollten. Um dem Ganzen die Krönung aufzusetzen, hatte Eugene das Geld auch bereits beim Pokern und für Huren verschwendet. Dabei war ihm nie ganz klar, warum er eigentlich für die Ladies bezahlen sollte – er war schließlich ein gutaussehender Prachtbursche!

Überhaupt stieß es ihm säuerlich auf, dass die Leute in Dead Mans Hand ihm gegenüber immer etwas respektlos schienen. Zumindest die Gesetzeshüter und die Pinkertons zeigten ihr Amüsement ihm gegenüber offen. Es hatte alles damals mit dieser verfluchten Portion Bohnen begonnen. Ein Reisender, der sich ihm als spanischer Fünfsternekoch Montezuma vorgestellt hatte, und auf dem Weg nach San Francisco war, um ein Edelrestaurant zu eröffnen, hatte unbedingt einen Tester für seinen Bohneneintopf gesucht. Ein kostenloses Gericht von einem so angesehenen Herren hatte Eugene sich natürlich nicht entgehen lassen. Zudem wurde ein Eintopf dieser Art bislang so nur in Spanien zubereitet und war wichtig für das kulinarische Erbe Amerikas!

Den Koch hatte er nicht mehr erwischt, aber ein paar der Kerle, die ihn so frech ausgelacht hatten, als in einer braunen Explosion seine Hose und auch seine Würde das Zeitliche segneten, waren durch seine Hand still und leise verschwunden. Ja, dieses Pack besah sich die Bohnensträucher nun von unten. Und auch diese dreckigen Pinkertons würden für ihre Überheblichkeit zahlen müssen. Bald. Aber erst musste er das Problem mit den Banditos lösen…

 

Grüße aus dem Chaosbunker

Dino

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