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Dead Man’s Hand: Outlaws – Teil 6

Ein weiterer Wild West Mittwoch wirft seine Schatten voraus und mit der hier gezeigten Rothaut verbleibt nur noch ein einziges Mitglied in Killer McMillers Bande von Gesetzlosen. 

Dead Mans Hand - Outlaws Snake

Ich habe mit diesem Modell das erste Mal eine Nordstaatenuniform bemalt, da sich die Optik des Modells bereits aufdrängte diese Farbkombination zu verwenden. Die Hose war in dieser Hinsicht ein Experiment und ich verwendete Sombre Grey von Vallejo Game Color als Grundfarbe.

Dead Mans Hand - Outlaws Snake

Die Jacke erhielt eine Grundschicht aus Necron Abyss, was ein sehr, sehr dunkles Blau ist. Mit den übrigen Farben hatte ich bereits Übung, da ich sie an den anderen Modellen erprobt und eine gewisse Routine entwickelt hatte. Knifflig wurde es am Ärmel der Jacke, da ich unbedingt ein Truppabzeichen anbringen wollte. Da ich keine Ahnung hatte, welche Abzeichen sinnig wären, hatte ich nach kurzer Googlesuche die Rangabzeichen eines Corporals entdeckt, die in einem recht grellen Türkis angebracht waren.

Dead Mans Hand - Outlaws Snake

Am besten malt man die Form hier erst mal grob auf und verpasst dem Ganzen Highlights. Anschließend kann man mit der ursprünglichen Farbe um das Symbol herum malen und ihm die korrekte Form geben.

Und wie immer gibt es zum Schluss noch eine kleine Geschichte, die sich mit dem Hintergrund der anderen Schnipsel verbindet.

Geschmeidig wie eine Schlange

Langsam trotte Schlange im Gras auf seinem Pferd zu seinem Versteck. Schlange im Gras. Vor langer Zeit hatte sein Stamm ihm diesen Namen gegeben, als er sie in jungen Jahren an die Siedler in Dead Man’s Hand verraten hatte, die ihn dafür mit einer hübschen Summe und einer Stelle in der Armee belohnten. Zwar hatte er diese angenommen, doch er wusste schon damals, dass das Fort von Dead Man’s Hand von Hochstaplern besetzt war. Im Gegenzug für sein Schweigen hatte er ihnen hundert Dollar ausgepresst, die zu den hundert des Stadtrats hinzukamen. Er hatte es gelernt Gruppen unterschiedlicher Interessen gegeneinander auszuspielen und ihnen im richtigen Moment das Messer in den Rücken zu rammen. Das mochte nicht sehr ehrenvoll sein, doch es stellte sicher, dass sein Magen gefüllt und seine Haut unverletzt blieb.

   Bislang hatte er nur einen Mann kennengelernt, der seiner eigenen Verschlagenheit gleichkam. Weasel hatte ihm vom bevorstehenden Waffendeal erzählt und er hatte einer Gruppe von sechs marodierenden Indianern eines anderen Stammes angeboten die Beute zu teilen, wenn sie ihm helfen würden die Gewehre aus dem Fort zu stehlen. Die Gewehre hatte er längst. Als er mit den drei Kriegern für die letzte Ladung ins Fort zurückgekehrt war, hatte er Alarm geschlagen und die Armee hatte ihnen im Nu den Gar ausgemacht. Die Indianer war er damit los.

Doch anstatt die Gewehre, die sicher verzurrt auf dem Rücken einiger Pferde warteten, Wiesel zu bringen, hatte er ihm erzählt, dass sie ihm durchgegangen waren und es ihm nicht gelungen war die Tiere alleine wiedereinzufangen. Diese wollte er in Nogales an Mr. Tanner verkaufen, einen vermögenden Rancher, der viele Geschäfte mit den Mexikanern an der Grenze machte. Doch er hatte einen Fehler gemacht und sie zum üblichen Preis von zweihundert Dollar angeboten. Seine Gier war ihm dieses Mal zur Verhängnis geworden, denn Weasel hatte sie für die Hälfte angeboten und sein anonymes Gebot an Mr. Tanner damit unterboten.

Nun musste er die Sache in Ordnung bringen und sich heimlich nach Nogales absetzen, um einen neuen Käufer an der Grenze zu finden. Doch zunächst galt es McMiller und Tanner gegeneinander auszuspielen. Es war wie immer. Zwei Gruppen unterschiedlicher Interessen und am Ende würde nur die Schlange im Gras von allem etwas haben.

Grüße aus dem Chaosbunker

Dino

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