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18Sep/190

Aeronautica Imperialis – Marauder Destroyer

Zu den gelungenen neuen Sets für Aeronautica Imperialis gehört auch die zweite Ausführung des Marauders, die nicht Teil des Wings of Vengeance Startersets ist. Grund genug sich einmal die Marauder Destroyer Variante genauer anzusehen.

Aeronautica Imperialis - Marauder Destroyer Aeronautica Imperialis - Marauder Destroyer

Der Marauder ist der schwere Kampfbomber der Imperialen Flotte und bildet mit seiner stark gepanzerten Hülle ein zuverlässiges Arbeitstier der imperialen Streitkräfte. Die häufigste Variante des Marauders ist der Marauder Bomber, mit einer Nutzlast von 3.000 kg Sprengstoff. Der Bomber kann bis zu zwölf reguläre Bomben oder sechs schwere Bomben tragen, zusätzlich verfügt er noch je Flügel über vier Auffassungen für Raketen / zusätzliche Bomben. Es gibt andere Ausführungen des Marauders, welche die Nutzlast mit anderer Ausstattung und Bewaffnung ersetzen, abhängig vom Einsatzzweck. Unter diesen Varianten gehört neben dem Marauder Bomber der Marauder Destroyer, zu den bekanntesten und stellt einen klassischen Jagdbomber da, der zu seinem ersten Einsatz im Zweiten Krieg um Armageddon kam. Die Bombenschaft wurde auf die Hälfte reduziert und der geschaffene Platz für die Munition der neuen Bewaffnung in Nase und Heck verwendet.

Die reguläre Ausstattung des Marauder Bomber hat einen Turm vorn mit zwei Laserkanonen und einen weiteren Turm im Heck mit schweren Boltern, sowie einen Rückenturm ebenfalls mit synchronisierten schweren Boltern. Im Marauder Destroyer wird der Turm vorne durch drei synchronisierte Maschinenkanonen und im Heck durch Sturmkanonen ersetzt. Die Besatzung eines Marauder umfasst üblicherweise den Pilot, einen Navigator, einen Bombenoffizier und drei Schützen (Nase, Heck und Rücken). Neben dem Bomber und Destroyer sind zwei weitere Varianten bekannt, der Colossus (hier werden die Bomben durch eine einzige riesige 10 Tonnen Colossus Bombe ersetzt) und die Aufklärungsvariante des Vigillus, in der der Bombenschaft durch Sensoren zur Langstreckenaufklärung ersetzt werden.

Der Marauder wurde zum ersten Mal 1997 / 98 vorgestellt, als Teil der Flieger für die damalige Epic 40.000 Edition. Ihr seht unten ein altes Bild sowie die Einzelteile als Auszug aus einem alten Citadel Katalog sehen (Dank des Archivs von SoLegends). Das neue Modell wurde von Forge World Mitte bis Ende der 2000er vorgestellt und ist stark vom Design der Boeing B-17 Flying Fortress inspiriert.

Aeronautica Imperialis - Marauder Destroyer Aeronautica Imperialis - Marauder Destroyer Aeronautica Imperialis - Marauder Destroyer

Der Marauder Destroyer kommt als Doppelpack, wie wir es schon bei ein paar anderen Adeptus Titanicus Neuheiten gesehen haben. Die beiden schweren Flieger kosten zusammen 32,50 EUR und füllen einen mittelgroßen und kleinen Gussrahmen. Außerdem sind zwei Aeronautica Flugbases mit Rundspitze und Decalbogen enthalten. Ein kleiner Vergleich der Decals des Einzelbogens mit dem aus der Wings of Vengeance Box. Die weißen Schiebebilder sind so hell, dass sie sich kaum vom hellen Blau des Bogens abheben und daher leider nicht gut auf dem Bild erkennbar sind.

Aeronautica Imperialis - Marauder Destroyer Aeronautica Imperialis - Marauder Destroyer Aeronautica Imperialis - Marauder Destroyer

Der Destroyer teilt sich die Hülle mit dem Bomber, weshalb der mittelgroße Gussrahmen bei beiden Varianten identisch ist. Alle Teile um die jeweilige Ausführung zu bauen sind auf den kleinen Gussrahmen verteilt. Wer genau hingesehen hat, wird feststellen, dass der Hauptgussrahmen mit (A), der mit den Bomber Einzelteilen als (B) und der des Destroyer als (D) gekennzeichnet ist. Was ist also mit C? Werden wir hier eine neue Variante oder die anderen beiden sehen (Vigillus und/oder Colossus)?

Der Guss ist sehr scharf und deckt viele feine Details ab. Die Gussrahmen sind gut gefüllt und mit Ausnahme weniger feiner Gussgrate von hoher Qualität.

Aeronautica Imperialis - Wings of Vengeance Aeronautica Imperialis - Wings of Vengeance Aeronautica Imperialis - Marauder Destroyer

Die Anleitung ist gut verständlich und knapp gehalten. Die ersten Schritte sind identisch mit denen des Marauder Bomber. Der Zusammenbau beginnt mit dem Flugzeugrumpf und den beiden Lufteinlässen an den Seiten, sowie der Oberseite des Cockpits und dem Unterboden mit Kugelaussparung.

Aeronautica Imperialis - Wings of Vengeance Aeronautica Imperialis - Wings of Vengeance Aeronautica Imperialis - Wings of Vengeance

Bei den Turbinenfronten müsst ihr auf sie Ausrichtung der Blätter achten, da diese auf beide Seiten passen. Aber gute Passform und einfach zusammenzubauen.

Aeronautica Imperialis - Wings of Vengeance Aeronautica Imperialis - Wings of Vengeance Aeronautica Imperialis - Wings of Vengeance

Nase und Heck des Destroyers sind unterschiedlich von der des regulären Bombers. An der Front finden sich drei synchronisierte Maschinenkanone. Das Heck ist verlängert und mit einem drehbaren Paar Sturmkanonen versehen. Die synchronisierten schweren Bolter im Rückenturm sind die gleichen wie beim Bomber.

Aeronautica Imperialis - Marauder Destroyer Aeronautica Imperialis - Marauder Destroyer Aeronautica Imperialis - Marauder Destroyer

Das verlängerte Heck ist sehr präsent und kommt mit breiteren Flügeln für Seiten- und Höhenruder als der Bomber. Stabile Baugruppe und guter Sitz.

Aeronautica Imperialis - Marauder Destroyer Aeronautica Imperialis - Marauder Destroyer Aeronautica Imperialis - Marauder Destroyer

Jetzt kommen die Flügel an den Flugzeugrumpf. Die Aussparungen für Bomben und / oder Raketen sind die gleichen wie beim regulären Marauder Bomber Set.

Aeronautica Imperialis - Marauder Destroyer Aeronautica Imperialis - Marauder Destroyer

Leider sind allerdings weder Bomben noch Raketen Teil des Gussrahmens. Beim Bomber fehlte bereits die Option der Skystrike Missile im Gussrahmen, obwohl diese als Option zur Verfügung stehen. Gleiches gilt für den Destroyer, der ebenfalls auf alle drei Bomben / Raketen zurückgreifen darf, aber keine davon im Gussrahmen hat. Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Es war zwar kein Platz mehr im Gussrahmen, aber warum hat man sich dann überhaupt für den kleinstmöglichen Gussrahmen entschieden? Da die Thunderbolts großzügig mit Bomben und Raketen geliefert werden, habe ich die überschüssigen Teile aus deren Gussrahmen verwenden können. Aber nochmal um es deutlich hervorzuheben, die gezeigten Raketen / Bomben sind NICHT Teil des Bausatzes!

Aeronautica Imperialis - Marauder Destroyer

Und die fertig gebauten Marauders auf den Aeronautica Flugbases mit den ergänzten Raketen und Bomben.

Aeronautica Imperialis - Marauder Destroyer

Wie oben erwähnt, der Destroyer ist deutlich länger als der Bomber und hat ein anderes Heck. Hier im Direktvergleich die drei aktuell verfügbaren Flieger der imperialen Flotte.

Aeronautica Imperialis - Marauder Destroyer

Und natürlich keine Review ohne den abschließenden Satz Bilder aus unterschiedlichen Winkeln.

Aeronautica Imperialis - Marauder Destroyer Aeronautica Imperialis - Marauder Destroyer Aeronautica Imperialis - Marauder Destroyer

Fazit
Das Design und die hohe Produktionsqualität zeigen ganz klar, es ist ein hervorragender Bausatz. Auf dem gleichen hohen Niveau wie die anderen Flieger des Imperiums und der Orks. Schnell zu bauen, gute Passform und es macht auch Laune. Sogar die Preise sind recht angemessen, da man einen Fliegerschwarm im Grunde mit einer der Marauder Boxen und einer zusätzlichen Thunderbolt Box komplett hat.

Es gibt aber ein paar Dinge, die ich bei der Vermarktung nicht verstehe. So steht im Produkteintrag auf der Games Workshop Webseite: "Du benötigst eine Ausgabe von Aeronautica Imperialis: Wings of Vengeance oder des Rynn's World Air War Campaign Books, um diese Miniaturen verwenden zu können." Das ist so nicht richtig, die Regeln für die Destroyer Variante sind nicht im Grundregelwerk von Wings of Vengeance enthalten. Ich verstehe auch nicht warum man das unbedingt exklusiv ins Kampagnenbuch packen musste. Das verleitet mit den anderen Inhalten auch eher dazu, sich die Aeronautica Produkte einzeln zu holen und gar nicht auf das Starterset zu setzen.

Und aus Produktionssicht habe ich auch nicht verstanden, warum man nicht einen regulären Bausatz der zwei Gussrahmen umfasst produziert hat, aus dem sich zwei Varianten bauen lassen (und packt dann noch in den freien Platz die Teile für Vigillus und große Bombe für den Colossus mit rein). Ich vermute es hat etwas mit dem mysteriösen C-Gussrahmen zu tun, aber um ehrlich zu sein in einem Fliegerduell wie Aeronautica sehe ich die Verwendung der Ausführungen Colossus oder Vigillus nicht wirklich. Außer man hat vor das Spiel doch noch mittelfristig mit Adeptus Titanicus zu verbinden. Die beiden anderen Varianten des Marauder werden zur Zeit auch nicht von Forge World angeboten. Unterm Strich war aber das weglassen der Bomben und Raketen einfach eine unbefriedigende Lösung die unnötig einen faden Beigeschmack bei diesem ansonsten sehr gelungenem Bausatz hinterlässt.

Aber zum Abschluss, wertig produziert, moderat bepreist. Wer das Wings of Vengeance Starterset bereits hat, dem empfehle ich diese Box (und vielleicht noch ein halbes Set der Thunderbolts), denn dann hat man es komplett, es lässt sich angenehm bauen und reißt kein Loch ins Hobbybudget.

Warhammer 40,000 und Aeronautica Imperialis sind Marken von Games Workshop.

Das vorgestellte Produkt wurde vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

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