Warhammer 40,000 – Space Marine Terminatoren Teil 2
Wir haben die Einführung über die klassischen Terminatoren bereits im März hier auf dem Blog abgedeckt, und nun geht es weiter mit den Charakteren und zusätzlichen Optionen.
Wie im letzten Beitrag aufgezeigt, gab es für die Modelle der 90er-Jahre drei Basisposen sowie je einen Sergeant, Ordenspriester und Scriptor in Terminatorrüstung. Dazu natürlich – je nachdem, welche Projekte ihr plant – auch die Modelle für die Space Wolves und den Deathwing der Dark Angels. Gemäß dem Codex Ultramarines der zweiten Edition von Warhammer 40.000 bestand ein Space Marine Terminator Squad aus fünf Modellen: einem Sergeant und vier regulären Marines. „Regulär“ ist dabei relativ, denn es handelt sich um Veteranen der ersten Kompanie. Das sorgt auch dafür, dass Terminatoren gemäß dem Codex Astartes die Helmfarbe der Veteranen tragen, also bei Ultramarines entsprechend Weiß. Das würde bei den Imperial Fists ebenfalls gelten, wurde aber in den früheren Editionen vom 'Eavy Metal Team nicht immer kohärent umgesetzt.
Dieser Trupp war komplett mit Energiefaust und Sturmbolter bewaffnet, konnte aber ein Modell mit einer schweren Terminatorwaffe ausstatten. Jedes Modell des Trupps konnte außerdem seine Energiefaust gegen eine Waffe aus der Terminator Nahkampfwaffenliste der Ausrüstungsliste tauschen. Konkret bedeutete dies, dass ein Modell mit Sturmbolter und Cyclone-Raketenwerfer, Sturmkanone oder schwerem Flammenwerfer ausgerüstet werden konnte. Die Nahkampfoptionen für Terminatoren bestanden entweder aus einem Paar Energieklauen, einer Kettenfaust oder einem Energiehammer mit Sturmschild, sowie exklusiv für den Sergeant des Trupps aus einem Energieschwert. Alle diese Optionen wurden durch die Miniaturenreihe abgedeckt. Dies gilt auch für die Wolfsgarde der Space Wolves und dem Deathwing der Dark Angels. Optionen wie bspw. Plasmakanonen für Terminatoren kamen erst nach der zweiten Edition.
Für Charaktermodelle gab es die Option, mit Terminatorrüstung ausgestattet zu sein. Diese war entweder klassisch mit Sturmbolter und Energiefaust ausgerüstet oder alternativ mit einem Paar Energieklauen, Energiehammer und Sturmschild, Sturmbolter und Kettenfaust oder Sturmbolter und Energieschwert. Die Charaktermodelle in Terminatorrüstung kamen jeweils mit Sturmbolter; im Falle des Ordenspriesters mit Crozius Arcanum und im Falle des Scriptors mit Psi-Axt. Der Terminator-Captain erschien erst recht spät in den 90ern (UK White Dwarf #229, Januar 1999) und ist daher (nicht nur streng genommen) kein echtes Modell der zweiten Edition.
Ich habe die Modelle entsprechend vorsortiert, damit ich zwei Terminatortrupps sowie die zusätzlichen Charaktermodelle bauen kann. Wenn ihr einen Cyclone-Raketenwerfer habt, stellt sicher, dass ihr auch den passenden Zielmarker-Arm habt. Der fehlt gerne oder wird bei gebrauchten Posten gerne mit dem linken Arm verwechselt, der eigentlich das Sturmschild trägt. Ebenso fehlt bei Terminator Sergeants oft das kleine Schild, das zum Schwertarm gehört.
Wie oben aufgezeigt, besteht das Modell des Scriptors in Terminatorrüstung aus vier Teilen: dem Körper, der Bannerstange (eigenes Design mit gehörten Schädel), dem regulären Sturmbolter und einer Psi-Axt. Die Psi-Axt, das Psi-Schwert und der Psi-Stab sind keine regulären Ausrüstungsgegenstände, sondern wurden über die Ausrüstungskarten aus Weltenbrand ergänzt. Für Psi-Schwert und Psi-Stab bei Terminatoren gab es keine Sculpts; diese müsste man sich von den Modellen in Servorüstung für einen Umbau nehmen.
Scriptoren tragen das Blau des Scriptoriums auf ihren Rüstungen, was sie bei Ultramarines sehr in die restliche Armee einbettet, ohne dass sie besonders hervorstechen. Auf den Bildern des Codex Ultramarines und Codex Engel des Todes sieht man, dass Scriptoren anderer Orden die Ordensfarbe auf dem linken Schulterpanzer tragen, mit blauem Rand. Bei den Terminatormodellen würde dies bedeuten, dass der rechte Schulterpanzer entsprechend in Ordensfarbe mit Ordenssymbol gehalten würde.
Bei den Ordenspriestern in Terminatorrüstung verhält es sich ähnlich wie bei den Scriptoren. Sie bestehen aus vier Teilen: Körper, Bannerstange (eigenes Design mit Schädel mit Lorbeerkranz), dem regulären Sturmbolter und ihrem Amtszeichen, dem Crozius Arcanum. In nahkampflastigen Listen habe ich auch schon Umbauten gesehen, bei denen der Ordenspriester mit Energieklauen ausgestattet ist.
Bei diesem Modell handelt es sich in der Tat um eines der „ältesten“ aus meiner Sammlung, genauer gesagt ist es schon seit der Black Templar Armee in meinem Besitz, die ich zum Start der dritten Edition Ende 1998 aufgebaut habe. Und passend zum Grimdark und ihrem fanatischen Auftreten mussten natürlich noch mehr Knochen an den Ordenspriester: Ich habe ein Skelett aus der damals frisch überarbeiteten Plastik-Regimentsbox der Untoten an der Bannerstange gekreuzigt. Für Black Templars passend, für Imperial Fists etwas zu extrem. Dieser Umbau wird daher zurückgebaut.
Ordenspriester tragen klassisch ihre Rüstungen schwarz. Im Falle der Servorüstung werden die Ordensfarben auf der linken Schulter gezeigt, bei Terminatorrüstungen entsprechend auf der rechten Schulter. Genau wie bei den Scriptoren.
Wie weiter oben bereits erwähnt, handelt es sich eigentlich nicht um ein Modell der zweiten Edition, da es erst im Januar 1999 und damit knappe drei Monate nach Ende der zweiten Edition erschienen ist: der Space Marine Terminator Captain. Das Modell ist etwas dynamischer als die anderen Charaktermodelle in Terminatorrüstung seiner Zeit und kommt klassisch mit Sturmbolter und Energieschwert sowie einer zweiteiligen Bannerstange.
Ich bin sehr versucht, Darnath Lysander zu „retrofitten“. In der zweiten Edition gab es ihn als Charakter noch nicht; er erschien erst im Codex Space Marines der dritten Edition und war damals sogar noch ein Veteranensergeant der zweiten Kompanie, bis er später in der vierten Edition zum Captain eben jener Kompanie ernannt wurde und später auch in die erste Kompanie berufen wurde, als erster Captain. Viel Lore später war er auch Captain der dritten Kompanie, was gut zu meinem Armeeprojekt passen würde.
Darnath Lysander gibt es als Modell: ursprünglich 2005 aus Zinn erschienen und später aus Finecast weiter angeboten, sowie 20 Jahre später noch einmal sehr gelungen in Plastik neu aufgelegt. Das Modell der vierten Edition wirkt vom Design her deutlich frischer und würde noch mehr herausstechen als der Captain der frühen dritten Edition. Durch die Aufteilung des Modells wäre es aber einfach, den Sturmbolter gegen einen Energiehammer – oder direkt Dorns Faust – zu tauschen und in die linke Hand ein Sturmschild zu legen, um einen etwas epochenpassenderen Captain Lysander zu haben.
Für meine Imperial Fists Terminatoren gab es – oder besser gesagt: gab es – auch ein passendes Set an Bits, das direkt die Ordensabzeichen trägt. Davon habe ich einen Satz komplett unbehandelt vorliegen. Auf dem Bild fehlt noch die Imperial Fists-Bannerstange, die ihr weiter unten seht; dafür ist das Schwert, das dort zu sehen ist, nicht von den Imperial Fists, sondern stammt von einem Deathwing-Sergeant der Dark Angels. Erkennbar ist das am anderen Design der Klinge sowie dem „gebrochenen“ Schwert auf dem Schulterpanzer.
Da ich davon aber nicht genügend hatte oder es im Falle der Nahkampfwaffen gar nicht die passenden Bits gab, habe ich wie im Ruf zu den Waffen-Artikel #5 mit Oyumaru die Symbole abgeformt und angepasst.
Aus einer der Kettenfäuste der Space Wolves habe ich dann auch noch eines für meine Imperial Fists gemacht.
Für die beiden Trupps würde ich zwei Sergeants benötigen, und für etwas Abwechslung würde eines der Energieschwerter der Dark Angels sorgen. Ich müsste dazu noch das „gebrochene“ Schwert auf dem Schulterpanzer reparieren. Das ist nichts, was etwas Green Stuff oder Milliput nicht hinbekommen würde. Das zweite kleine Schild benötigt optional auch noch eine Faust als Ikonographie.
Dann stellt sich noch die große Frage des persönlichen Geschmacks: Was macht man mit den Bases? Rein puristisch gab es in der zweiten Edition von 40k eben nur Bases in den Größen 25 mm rund und 40 mm eckig. Eckig ist für meine Projekte komplett vom Tisch. Ich hatte das Thema damals schon bei den Chaos Terminatoren aufgemacht. Mit den heutigen Ressourcen gäbe es verschiedene Möglichkeiten, von 25 mm bis hin zu 40 mm. 25 mm sind mir für Terminatoren definitiv zu knapp, daher tendiere ich für die regulären Space-Marine-Terminatoren zu 32 mm und für Charaktermodelle zu 40 mm.
Im ersten Bild seht ihr, wie die angedachten Basegrößen aussehen würden. Da es mir rein um die Optik geht und nicht um kompetitives Spiel, ist die Anpassung der Basegrößen aus meiner Sicht vernachlässigbar. Und zu guter Letzt noch ein Vergleich der klassischen Terminatoren auf 32 mm neben den neuen Modellen im Indomitus-Schema von 2024, also knapp 30 Jahre jüngeren Modellen mit entsprechendem Scale Creep.
Im nächsten Schritt geht es dann an den Zusammenbau und die ersten Umbauten, damit aus den gesammelten Einzelteilen zwei spielbare Trupps und die passenden Charaktere werden. Danach wird sich zeigen, wie stimmig sich die Terminatoren mit wenigen Anpassungen in mein Imperial Fists Projekt einfügen.






































Kommentar verfassen