Sword and Sorcery Adventures – Teil 2
Im ersten Teil habe ich ein paar einleitende Worte über das Projekt verloren und die ersten fünf Goblins gezeigt, die ich für das Projekt bemalt habe. Nun ist für jemanden wie mich, dessen Denkapparatus Schwierigkeiten hat sich zu merken, wie er was bemalt hat, ziemlich wichtig „Rezepte“ aufzuschreiben, um einen einigermaßen einheitlichen Look zu halten. Das ist zwar bei einer bunt zusammengewürfelten Truppe von Grünhäuten nicht so wichtig, dennoch schadet es nicht sich die Palette an Farben aufzuschreiben, die verwendet wurde.
Mein erster Gedanke war „Welche Hautfarbe gebe ich den Kerlen überhaupt?“. Grün drängt sich natürlich als Antwort auf, aber welches? Ich habe über die Zeit eine ganze Reihe an Grüntönen ausprobiert, damals jedoch immer mit der Absicht einen Look zu erreichen, der der GW Vorlage entsprach.
Heutzutage präferiere ich einen etwas klassischeren Look, der wohlige Retro Vibes auslöst. Entsprechend habe ich mal Combat Fatigue als Grundfarbe ausprobiert, ein sehr helles, fahles Grün.
Erst war ich mir nicht sicher, da das doch sehr hell wirkte, doch ich entschloss mich die Minis einfach fertig zu bemalen und zu sehen wie es ausfallen würde.
Im Nachhinein bereue ich die Entscheidung nicht. Es ist immer noch deutlich grün und kontrastiert gut mit den erdigen Farben der Kleidung. Dies galt es möglichst passend zueinander zu wählen, daher hier eine kleine Auflistung:
Fell
Das Fell erhielt einen Grundton Ash Grey, der einmal mit Weiß aufgehellt wurde und danach aus einem 50/50 Mix Dark Tone und Agrax Earthshade getuscht wurde. Danach wurde der aufgehellte Ton nochmal aufgetragen, gefolgt von einem weiteren Akzent mit etwas mehr Weis. Wer bestimmte Stellen hervorheben will, setzt auf die Spitze entsprechender Fellteile noch einen Tupfer reines Weis.
Kleidung
Die Hose wurde in German Black Brown bemalt und mit Schwarz für die Vertiefungen abgedunkelt. Anschließend wurde für die Falten jeweils in zwei bis drei Stufen Bone hinzugemischt. Bleibt hier eher dezent, sonst geht der Stoffeffekt verloren.
Die Hellbraunen Stoffpartien wurden mit Beasty Brown bemalt. Zweimal mit Schwarz abdunkeln und anschließend durch Zugabe von Bone aufhellen ist bei mir quasi zu einem Allrounder als Rezept geworden. Wer hier ebenfalls ein bisschen mehr Knalleffekt erzeugen will, gibt in den letzten Akzent noch etwas Weis rein, welches dann allerdings nur auf Spitzen auf getragen wird.
Die Gurte und Beutel wurden nach der gleichen Methode bemalt, wobei die Grundfarbe diesmal aber Oak Brown war, einem dunkleren Braunton.
Holz
Waffengriffe und die Innenseite des Schildes wurden streifig mit Karak Stone bemalt – hier funktioniert aber auch ein Khaki Farbton oder ein entsprechend sandfarbenes Pendant. Schattierung und Highlights wurden auch hier nach der Allroundmethode bemalt, wobei für die Highlight diesmal ausschließlich Weis verwendet wurde. Ihr braucht also nur eine sehr begrenzte Farbpalette.
Schild
Die rote Seite erhielt eine Grundschicht in Pure Red. Auch diese wurde erst mit Schwarz abschattiert und durch Zugabe von Weis aufgehellt. Gebt schrittweise nur wenig Weis hinzu und haltet Euch größtenteils an die Kanten, da der Schild am Ende sonst in einem zarten Rosa erstrahlt…
Für die schwarze Seite war die Grundfarbe…äh…Schwarz. Aufgehellt wurde in kleinen Schritten durch Sombre Grey, einem Pendant zum alten Shadow Grey. Ecken erhielten einen Punkt fast reinen Weis.
Zähne, Hauer
Plague Brown, oder ein gelblicher Braunton bilden hier die Grundfarbe. Wer etwas mehr Tiefe erzeugen will, beginnt erst mit einem dunkleren Grundton und malt anschließend erst Plague Brown in dünnen Streifen auf. Danach akzentuiert Ihr mit reinem Bone und malt etwas zwei Drittel der vorherigen Fläche an. Tuscht nun mit einem Braunton über die sgesamte Fläche und bemalt danach nur das Drittel zur Spitze wieder mit Bone. Die Spitze selbst erhält einen Punkt mit Weis.
Metall
Die goldenen Stellen wurden nach der Fake Metal Methode bemalt, also das Mischen eines Goldtons mit einem gelblichen Braunton. Ich verwendete dafür Polished Gold und Plague Brown. Anschließend gab ich nur einen sehr kleinen Teil Silber dazu, um grob die Flächen zu akzentuieren. Danach wurde alles mit einem braunen Wash getuscht, aber für mildere Übergänge funktioniert auch ein Sepia gut. Die Akzentfarbe wurde nun an den Kanten erneut aufgetragen und durch Zugabe von Weis drei Mal aufgehellt, wobei der letzte Akzent nur Ecken und oben liegende Kanten erreichte.
Silber bemalte ich mit einem Model Air Silver von Vallejo. Ich mag diese Farbe, da sie selten klumpt und schnell aufzutragen ist. Hellt die Farbe einmal etwas mit Weis auf, tuscht das Ganze erst mit stark verdünntem Rhinox Hide (oder einem anderen rötlichen Braun) und tuscht anschließend erneut mit einem schwarzen Wash. Achtet darauf, dass etwas vom roten Wash sichtbar bleibt, konzentriert Euch also eher auf tiefer liegende Stellen.
Zum Schluss hellt Ihr die Kanten durch Zugabe von Weis auf. Wie immer könnt Ihr auch hier beliebig hoch highlighten, denn metallische Flächen reflektieren für das menschliche Auge an Kanten nahezu immer in Weis.
Base
Das Base wurde mit Quartz Sand beklebt, wovon es 80g Tütchen bei einem vormals großen Online Anbieter für Bücher gibt. Etwas feinerer Sand tut es hier aber auch. Tuscht das gesamte Base mit einem schwarzen Wash und bürstet es mit Bone trocken. Zum Schluss habe ich etwas Statikgras und ein, zwei Tufts aufgeklebt.
Da es sich um Grünhäute handelt, sind Variationen in den Tönen passend, funktionieren aber am besten, wenn es sich um neutrale Töne handelt. Die Armeefarbe entsteht dann durch die verbindende Schmuckfarbe, falls Ihr eine größere Truppe davon spielen wollt.
So das wars erstmal mit Gedankenstützen zur Bemalung von mir.
Fantastische Grüße
Dino
















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