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12Sep/180

Dead Man’s Hand: Outlaws – Teil 3

Mit der wachsenden Anzahl an Bandenmitgliedern, wuchsen auch das Konzept und die Geschichte der Bande nach und nach mit. Seamus McMiller ist Eugenes jüngerer Bruder und stammt aus einer anderen Affäre des Alten. Um dies darzustellen, versuchte ich möglichst die gleichen Farben zu verwenden, die ich auch bei seinem Bruder verwendet hatte.

Die einzige Ausnahme hierzu bildete das Hemd. Während ich ihn bemalte, hatte ich die Idee die Brüder primär durch die Farbe ihrer Hemden zu unterscheiden.

Dead Mans Hand - Outlaws Seamus McMiller

Während ich die Mini bemalte, hatte ich das Hemd in einem sehr hellen Blau bemalt und es anschließend mit einem blauen Wash abgedunkelt. Im Nachhinein wäre es aber besser gewesen, es entweder mit Schwarz abzudunkeln, oder mit einem Braunton. Mir war in dem Moment schlichtweg nicht bewusst, dass das Hemd sich am Ende etwas mit den restlichen, doch sehr warmen Farben, beißen würde.

Dead Mans Hand - Outlaws Seamus McMiller

Das Modell selbst ist diesmal von Artizan Designs und ähnelt dem Stil der alten Foundry Modelle sehr. Allerdings barg es ein paar Tücken: Die Mundöffnung ist ziemlich tief, jedoch groß genug um seltsam zu wirken, wenn man sie nur dunkel tuscht. Also musste ich ein paar Zähne reinmalen, was sich aufgrund der Tiefe jedoch als knifflig erwies.

Eine andere Hürde war die Innenseite der Arme und der Rücken. Hier finden sich in den Zwischenräumen oft Gussfilme wieder. Auch hier bin ich nun um die Erfahrung reicher, dass ich diese Stellen einfach hätte rund feilen sollen und die restlichen Elemente mit der Farbe angedeutet hätte. Da der Look schön überzogen und comichaft wirkt, staucht sich der Rücken etwas arg zusammen, weshalb man hier mit den Highlights etwas vorsichtiger sein muss.

Dead Mans Hand - Outlaws Seamus McMiller

Zum Schluss noch ein wenig Fluff, der die vorangehenden Storystücke weiterführt.

Kein Schuss, kein Treffer

„Du hättest ihn für seine Frechheit einfach über den Haufen ballern sollen Pops.“ sagte Seamus, der dabei angewidert das Gesicht verzog.
Es war jedes Mal das Gleiche. Sie raubten die Bank aus, wurden wie die Dorftrottel behandelt und brachten das Geld später auch noch zurück. Würde es nach ihm gehen, so hätte er bereits beim ersten Bankraub ein paar der Leute über den Haufen geballert. Diese Warnung würde jedem zeigen, dass man sich mit ihm und seinen Brüdern nicht anlegen sollte. Doch Pops war ein zu guter Kerl. Damals, vor langer Zeit, mochte er ja ein harter Hund gewesen sein, aber das Minengeschäft und die Jahre hatten ihn weich gemacht. Insgeheim dachte Seamus bei sich, dass Pops nicht mehr das Zeug dazu hatte den Familienclan anzuführen.
Ehrliche Arbeit. Allein die Worte riefen in ihm schon Übelkeit hervor, wenn er ans Schürfen in den modrigen Stollen dachte. Er wollte sich das Geld der Bank nicht nur „borgen“. Er wollte es behalten. Mehr noch, es dürstete ihn danach Druck auf die Einwohner der Stadt auszuüben. Er hatte schon Tucson und Sierra Vista gesehen, dass ein wenig Erpressung einem ambitionierten Mann viel Einfluss bringen konnte. Stellte man es richtig an, konnte man in ein hohes Amt aufsteigen und den Rest seines Lebens die Füße hochlegen. Seamus wäre jedes Mittel dafür Recht gewesen. Stattdessen maulte der alte McMiller ihn schließlich an:
„Halts Maul Seamus! Ihr seid alle nicht mehr ganz beieinander. Ich habe eure ständigen Eskapaden langsam satt. Ihr könnt von Glück reden, dass die Leute uns noch nicht den Scheriff, oder gar einen übereifrigen Marshall auf den Hals gehetzt haben.“
Immer musste Seamus sich von diesem alten Esel etwas sagen lassen. Er hatte nicht einen Schuss abgegeben bei diesem Bankraub. Nicht einen. Eines Tages, so schwor er sich, würde er den Alten selbst in die Hölle befördern. Bis es soweit war würde er sich jedoch erst einmal ruhig verhalten müssen und so antwortete er mit mit vor Sarkasmus triefender Stimme:
„Ja Pops, du hast Recht Pops. Wie immer Pops.“.

Grüße aus dem Chaosbunker
Dino

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