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24Okt/181

Dead Man’s Hand: Outlaws – Teil 7

Mit Frank McMiller, ist die Dreiergruppe von McMillers Söhnen vollständig. Alles in allem habe ich mich dabei an das gleiche Farbschema gehalten wie bei Eugene oder Seamus, um eine optische Verbindung herzustellen.

Dead Mans Hand - Outlaws Frank

Allerdings muss ich gestehen, dass der Brückenschlag zu Eugene bessere gelungen ist, da die Farbe des Hemdes diesmal näher an ihm dran ist und auch das Design von Hut und Jacke ähnlicher sind. Weit schwieriger war es das Gewehr zu bemalen.

Dead Mans Hand - Outlaws Frank

Die Figur war zwischenzeitlich an den Fußgelenken und am Gewehrschaft abgebrochen und ich musste die Teile recht umständlich wieder durch Stifte miteinander verbinden.

Dead Mans Hand - Outlaws Frank

Am Gewehrlauf oder zwischen den Beinen ist auch zu erkennen, dass die Figur nicht ganz sauber gegossen war, was ich so gut es ging kaschierte, indem ich die Stellen entsprechend dunkel bemalte. Dennoch hat es Spaß gemacht das Modell zu bemalen und ich bin mit dem Ergebnis zufrieden.

Dead Mans Hand - Outlaws Frank

Das mag aber auch daran liegen, dass ich mit Frank auch das letzte Bandenmitglied von McMillers Gesetzlosen vollendet habe und das Gesamtbild mit seinen Söhnen zur Linken und seinen Mitarbeitern zur Rechten, recht stimmig wirkt. Wow, ich muss sagen, das hat sich wirklich wie ein cooles, kleines Projekt angefühlt. Die überschaubare Größe einer Bande für Dead Man’s Hand gibt einem viel Spielraum bei der Bemalung, was gut für eine langanhaltende Motivation ist. Modelle möglichst uniform zu bemalen, kann schnell dazu führen, dass eine gewisse Tristesse entsteht. Jedem Modell seinen eigenen Look zu verpassen schafft nicht nur Abwechslung und gibt den Modellen Charakter, sondern schafft auch eine Verbundenheit zur gespielten Story.

“Story” ist wohl mein Stichwort. Der Grundstein der Geschichte von McMillers Gesetzlosen ist gelegt. Es wird Zeit die verschiedenen Stränge zu einem Finale zusammenzuführen…

 

Er wusste es

Er wusste von Eugenes Plan, Waffen an den reichen Rancher Tanner zu verkaufen. Er wusste, dass dessen mexikanisches Personal idealistischere Ziele verfolgten, als Tanner sie hatte. Er wusste auch, dass Weasel Eugene überzeugt hatte, die Waffen an eben jene Mexikaner zu verkaufen, denn er selbst hatte Weasel von ihrem Idealismus erzählt. Er wusste, dass Schlange im Gras die Gewehre besorgt, aber sie in einer Höhle vor Dead Man’s Hand versteckt hatte und diese dort sicher lagerten – er war es, der Schlange im Gras erzählt hatte, dass er für ein paar Kisten Gewehre zweihundert Dollar kriegen könnte. Und er wusste von Seamus Mordgier, der nichts lieber wollte als ihren alten Herren umzubringen und die Mine zu übernehmen. Doch was Seamus nicht wusste, war das Frank hinter allem steckte. Eines Abends war er allein in der Mine gewesen und hatte etwas entdeckt, von denen keiner noch daran glaubte hatte, dass es mal tatsächlich so kommen würde. Ja, ab und zu fanden sie im alten Schacht ein wenig Silber, weshalb sie im Westtunnel kaum noch geschürft hatten. Doch vor knapp einem Monat hatte Frank, als er etwas Schmuggelalkohol für die Indianer verstecken wollte, ganz zufällig eine Goldader entdeckt. Zunächst war sie ihm gar nicht aufgefallen. Erst als er eine Lampe entzündet hatte, zog das leichte Glitzern seine Aufmerksamkeit auf sich.

Von da an hatte er einen Entschluss gefasst. Er würde die Mine für sich selbst in Besitz nehmen. Doch dafür mussten ein paar Leute sterben, sein Vater eingeschlossen. Tanner war früher schon Dads Konkurrent gewesen und in allerhand krumme Geschäfte verwickelt. Auch er musste seiner Macht beraubt werden, sollte er nicht früher oder später zu einem Problem werden. Um seine Brüder hingegen machte er sich keine Sorgen. Eugene war ein höriger Mitläufer, der nur seinen Stolz im Kopf hatte und Seamus war ein schießwütiger Idiot, der sich schon bald selbst in einer Schießerei umbringen würde. Doch warum nicht gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe erschlagen?

Und so hatte Frank alles Nötige in die Wege geleitet, damit sich keiner aus dem Schlamassel befreien konnte. Eugene saß gegenwärtig in Rogan’s Bar und gönnte sich einen Drink nach dem anderen, mit seinem Geschäftssinn prahlend, nichtsahnend dass Frank Tanners Männern Bescheid gegeben hatte, die er um ihre Gewehre geprellt hatte und die bereits auf dem Weg waren. Er hatte auch El Toro Bescheid gegeben, natürlich unter dem Vorwand Tanners Leute auf dem Weg in die Stadt gesehen zu haben. Wie ein artiger Hund hatte dieser Seamus informiert und war sogleich mit Weasel im Schlepptau in die Stadt geritten, während Frank seinen Vater holen sollte. Tanners Männer und Dads Gehilfen würden sich gegenseitig umbringen, während er Schlange im Gras auf seinen alten Herren angesetzt hatte und diesen schließlich selbst erledigen würde.

Es würde ein wilder Mittwoch werden…

 

Grüße aus dem Chaosbunker

Dino

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Kommentare (1) Trackbacks (0)
  1. Sehr schön, was Du aus dem Modell noch rausholen konntest! 🙂


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