Munchkin Warhammer 40,000 Super Mega Set
Bereits 2019 habe ich euch Munchkin Warhammer 40.000 vorgestellt, das Crossover aus dem Kartenspielklassiker von Steve Jackson Games und der düsteren Zukunft des 41. Jahrtausends. In den Jahren danach haben wir auch die deutschen Erweiterungen besprochen: Glaube und Geballer, Zorn und Zauberei und Kulte und Kolben. Danach wurde es still um die deutsche Reihe. Auf Englisch erschienen drei weitere Erweiterungen, die es aber nie in eine deutsche Schachtel geschafft haben - bis jetzt!
Mit dem Munchkin Warhammer 40.000 Super-Mega-Set packt Pegasus Spiele die komplette Reihe in eine große Box. Grundspiel, alle sechs Erweiterungen, Zubehör und eine Handvoll Promo-Artikel. Für drei dieser Erweiterungen, Abscheuliche Ränge (Rank and Vile), Die Erstürmung des Warps (Storming the Warp) und Groll und Gemetzel (Grudges and Gore), ist es sogar die allererste deutsche Veröffentlichung.
Worum geht es?
Falls ihr Munchkin noch nie gespielt habt, hier die Kurzfassung. Munchkin ist ein Kartenspiel, das klassische Rollenspiele auf die Schippe nimmt. Ihr tretet Türen ein, bekämpft Monster, schnappt euch ihre Beute und steigt Stufen auf. Wer zuerst Stufe 10 erreicht, gewinnt. Das klingt nach einem kooperativen Dungeon Crawler, ist aber das genaue Gegenteil. Alle am Tisch wollen als Erste Stufe 10 erreichen. Man hilft sich also nur, wenn es sich lohnt, und fällt den Freunden fröhlich in den Rücken, sobald sie kurz vor dem Sieg stehen.
Munchkin Warhammer 40.000 verlegt dieses Prinzip ins Grim Dark von Warhammer 40k. Statt Elf oder Zwerg zu werden, schließt ihr euch einer Armee an. Statt eines Schwerts +2 tragt ihr einen Bolter, und statt eines Orks steht euch ein Rosa Horror des Tzeentch gegenüber. Der eigentliche Spaß steckt aber in den Details. Viele Karten spielen nicht nur im Warhammer-Universum, sondern im Warhammer-Hobby. Ihr werdet verflucht, weil ihr euer Gelände zu Hause vergessen habt, eine unbemalte gegnerische Miniatur verliert fünf Stufen, und ein umgebautes Modell bringt euch einen Bonus. Designer Andrew Hackard und Illustrator John Kovalic, bekennender 40k-Fan, kennen sich sichtlich sowohl mit dem Hintergrund als auch mit dem Hobby aus. Auch nach über 700 Karten bin ich immer noch erstaunt, wie wenige davon sich anfühlen, als hätte man einfach beliebige Namen aus dem Codex auf generische Karten geklebt.
Das Super-Mega-Set gibt es exklusiv auf dem deutschen Markt. Pegasus hat das schon für das klassische Munchkin gemacht und das Fantasy-Grundspiel samt Erweiterungen in eine Box gepackt, und jetzt bekommt die Warhammer 40.000-Reihe dieselbe Behandlung. Auf Englisch sind alle Inhalte ebenfalls erhältlich, allerdings nur als einzelne Produkte. Die ältesten davon gibt es seit 2019, das neueste, Grudges and Gore, erst seit Anfang 2026.
Warhammer 40,000 – JoyToy Imperial Fists Mk III Legionary
Dieses Modell steht schon seit einer ganzen Weile auf meiner Wunschliste. Eigentlich nicht der reguläre Legionary, ehrlich gesagt eher ein Breacher, aber die Verfügbarkeit ist ein Problem und die Preise schwanken ziemlich stark, daher habe ich zu einem regulären Imperial Fists Tactical Legionary in Mk III Rüstung gegriffen.
Das ist nicht meine erste größere Warhammer-Figur. Ich besitze einen Funko Pop, einen McFarlane Primaris Space Marine in der Creator's-Variante (die man selbst bemalen kann) und einen Ultramarine aus der alten Weta-Workshop /Sideshow Collectible-Kooperation. Und jetzt also noch eine von JoyToy, im Maßstab 1/18!
JoyToy ist ein chinesischer Hersteller von Actionfiguren, gegründet 2015, der sich vor allem mit beweglichen, vorbemalten Sci-Fi- und Mecha-Actionfiguren im Maßstab 1/18 einen Namen gemacht hat. Seit 2021 besitzen sie eine offizielle Lizenz von Games Workshop, wir sprechen also mittlerweile von rund fünf Jahren, in denen JoyToy richtige Warhammer-Actionfiguren herausbringt. Angefangen hat es mit einer Handvoll Space Marines, mittlerweile ist daraus ein riesiges Sortiment geworden, das Primarchen, Fahrzeuge, Chaos Space Marines, Necrons und zuletzt sogar die ersten Age of Sigmar-Figuren mit den Blacktalons umfasst.
Da ich hauptsächlich reguläre Tabletopminiaturen und Lego sammle, ist das für mich eher ein Ausflug in Neuland, weshalb mir vielleicht nicht alle Fachbegriffe für diese Figuren geläufig sind. Der Tactical Legionary kommt mit etwas weniger Ausrüstung als manche der anderen erhältlichen Figuren: Er hat einen Bolter im Phobos-Schema, vier Paar unterschiedliche Hände, eine Boltpistole im Holster und ein separates Rückenmodul. Ich habe für dieses Modell inklusive Versand rund 30 EUR bezahlt. Der Breacher kostet etwa 60-80 EUR und kommt zusätzlich mit einem Breacher-Schild, Boltpistole, einer Spezialwaffe und einem leeren Holster. Es gibt außerdem weitere Posen bzw. Varianten für Sergeants oder mit anderen Waffen.
Die Preise streuen dabei ehrlich gesagt sehr stark. Es gibt eine UVP aus China, die meisten Angebote auf eBay, die ich gefunden habe, kommen aber tatsächlich aus Frankreich, während bei Amazon die Angebote direkt aus China versendet werden, mit Lieferzeiten von bis zu drei Monaten. Es lohnt sich also, vor der Bestellung genau zu schauen, woher ein Angebot tatsächlich verschickt wird.
Warhammer 40.000 – Panzerwracks Teil 3
Lasst uns die Arbeit an unserer eBay-Rettung, dem Leman Russ Panzerwrack, fortsetzen und ihn in ein ordentliches Geländestück verwandeln. Ich brauche zwar nicht für jedes Geländestück eine Base, aber in diesem Fall ergibt sie Sinn: Sie hilft dabei, dass sich das Wrack besser in den Spieltisch und die umgebende Szenerie einfügt.
Genau wie bei den Alien-Kakteen habe ich PVC-Hartschaumplatte im Format A3 und mit 3 mm Stärke verwendet. Zeichnet die Umrisse grob an und lasst etwas Platz, damit ihr den Rand der Base anschrägen könnt. Zusätzlich habe ich ein paar kleinere Stücke verwendet, um mehr Höhe und Variation auf der Base zu schaffen.
Warhammer 40,000 – Space Marine Scouts
Nach unserem Blick auf die Space Marine Terminatoren für ein Projekt zur 2. Edition setzen wir die Reihe mit einer weiteren Einheit fort, die diese Ära geprägt hat: den Space Marine Scouts. Weniger gefeiert als ihre Brüder der ersten Kompanie, waren sie dennoch ein fester Bestandteil vieler Space Marine Armeen der 2. Edition, und ihre Veröffentlichungsgeschichte ist verschachtelter, als die meisten sich erinnern dürften.
Um zu verdeutlichen, was das gestalterisch bedeutet, zeigt dieses Artwork von Dave Gallagher für das Regelbuch von Tyranid Attack, einer Ergänzung zu Advanced Space Crusade, das sehr eigenständige und deutlich andere Design, mit dem die Space Marine Scouts in die Welt von Warhammer 40.000 einzogen.
Wie schon der Terminator-Artikel konzentriert sich auch dieser Beitrag darauf, die passenden Miniaturen für ein "epochengetreues" Projekt zu identifizieren und zu beschaffen. Wie sie in die Imperial Fists integriert werden, folgt in einem separaten Artikel.
Warhammer 40,000 – Space Marine Terminatoren Teil 2
Wir haben die Einführung über die klassischen Terminatoren bereits im März hier auf dem Blog abgedeckt, und nun geht es weiter mit den Charakteren und zusätzlichen Optionen.
Wie im letzten Beitrag aufgezeigt, gab es für die Modelle der 90er-Jahre drei Basisposen sowie je einen Sergeant, Ordenspriester und Scriptor in Terminatorrüstung. Dazu natürlich – je nachdem, welche Projekte ihr plant – auch die Modelle für die Space Wolves und den Deathwing der Dark Angels. Gemäß dem Codex Ultramarines der zweiten Edition von Warhammer 40.000 bestand ein Space Marine Terminator Squad aus fünf Modellen: einem Sergeant und vier regulären Marines. „Regulär“ ist dabei relativ, denn es handelt sich um Veteranen der ersten Kompanie. Das sorgt auch dafür, dass Terminatoren gemäß dem Codex Astartes die Helmfarbe der Veteranen tragen, also bei Ultramarines entsprechend Weiß. Das würde bei den Imperial Fists ebenfalls gelten, wurde aber in den früheren Editionen vom 'Eavy Metal Team nicht immer kohärent umgesetzt.
Dieser Trupp war komplett mit Energiefaust und Sturmbolter bewaffnet, konnte aber ein Modell mit einer schweren Terminatorwaffe ausstatten. Jedes Modell des Trupps konnte außerdem seine Energiefaust gegen eine Waffe aus der Terminator Nahkampfwaffenliste der Ausrüstungsliste tauschen. Konkret bedeutete dies, dass ein Modell mit Sturmbolter und Cyclone-Raketenwerfer, Sturmkanone oder schwerem Flammenwerfer ausgerüstet werden konnte. Die Nahkampfoptionen für Terminatoren bestanden entweder aus einem Paar Energieklauen, einer Kettenfaust oder einem Energiehammer mit Sturmschild, sowie exklusiv für den Sergeant des Trupps aus einem Energieschwert. Alle diese Optionen wurden durch die Miniaturenreihe abgedeckt. Dies gilt auch für die Wolfsgarde der Space Wolves und dem Deathwing der Dark Angels. Optionen wie bspw. Plasmakanonen für Terminatoren kamen erst nach der zweiten Edition.
Für Charaktermodelle gab es die Option, mit Terminatorrüstung ausgestattet zu sein. Diese war entweder klassisch mit Sturmbolter und Energiefaust ausgerüstet oder alternativ mit einem Paar Energieklauen, Energiehammer und Sturmschild, Sturmbolter und Kettenfaust oder Sturmbolter und Energieschwert. Die Charaktermodelle in Terminatorrüstung kamen jeweils mit Sturmbolter; im Falle des Ordenspriesters mit Crozius Arcanum und im Falle des Scriptors mit Psi-Axt. Der Terminator-Captain erschien erst recht spät in den 90ern (UK White Dwarf #229, Januar 1999) und ist daher (nicht nur streng genommen) kein echtes Modell der zweiten Edition.
Warhammer 40.000 – Panzerwracks Teil 1
Zusätzlich zu den anderen Dingen, die ich für meine Geländesammlung gebaut habe, wollte ich noch ein paar zerstörte Panzer hinzufügen. In der 2. Edition von 40k hatten diese tatsächlich mehrere Funktionen, denn Fahrzeuge (und einige andere größere Modelle wie Läufer/Dreadnoughts) wurden nicht einfach vom Tisch entfernt, sondern sollten als Wracks auf dem Spielfeld bleiben, um den verbleibenden Einheiten Deckung oder ein Hindernis zu bieten.
Ich habe sozusagen eine „eBay-Rettung“ oder besser gesagt, ein ehemaliger Kollege von mir hat aufgehört, Warhammer zu spielen, und mir seine restliche Sammlung verkauft, die ich in ein Geländestück verwandeln wollte. Da es sein erstes Bauset dieser Größe war, waren einige Teile vor dem Zusammenbau nicht richtig von Gussgraten gereinigt worden oder hatten Probleme mit dem Kleber. Daher war es perfekt als Geländestück geeignet, denn für die Retro-Armee wäre es etwas zu viel Arbeit gewesen, es noch sinnvoll einzusetzen. Nicht unmöglich, aber eben einfach ein guter Spenderpanzer für meinen Zweck.
Aber zuerst werfen wir einen Blick auf dieses Leman Russ Modell.
Für den Leman Russ Battle Tank wurden im Lauf der Zeit mehrere „Marks“ veröffentlicht. Das ursprüngliche Kunststoffmodell erschien 1994 und erhielt 2003 ein Upgrade (zur Veröffentlichung des aktualisierten Codex der 3. Edition) in Form eines neueren Fahrzeugzubehörgussrahmens (Imperial Tank Accessories Sprue) sowie 2009 noch ein größeres Update.
Was wir hier haben, ist das Modell von 2003, das zwar dem von 1994 entspricht, aber andere Panzerzubehörteile besitzt (der klassische Gussrahmen von 1994, der „neuere“ Gussrahmen von 2003). Alle rot markierten Teile stammen vom 2003er Gussrahmen und passen daher nicht in den Zeitraum der 2. Edition von 40k von 1993 bis 1998 und sollen entfernt werden.
Bis ich die Reviews und Bauberichte zum Leman Russ fertiggestellt habe, könnt ihr zur Orientierung die Bauanleitung nachschlagen, die ich im Blog hochgeladen habe, falls ihr etwas Ähnliches vorhabt.
Warhammer 40,000 – Imperial Fists Ruf zu den Waffen Teil 9
Dieser Artikel behandelt die letzten Tage vor dem Event. Jeden Abend habe ich, sobald die Kinder im Bett waren, mindestens drei bis vier Stunden gemalt.
Die Spannung war hoch, und es gab keinen Spielraum für Fehler oder Ablenkungen. Ich versuchte, die Ziellinie fest im Blick zu behalten, aber natürlich kamen ausgerechnet die Dinge ins Spiel, die man nicht gebrauchen kann. Zum Beispiel stürzte der Sergeant von einem kleinen Farbtopf, aus gerade einmal drei oder vier Zentimetern Höhe, und zerlegte sich sofort in seine Einzelteile. So etwas würde auch bei einigen anderen mehrteiligen Miniaturen passieren, besonders bei den Devastators.
Um die Waffen schnell fertigzubekommen, habe ich die Bolter und Boltpistolen auf ein Holzstäbchen geklebt und schwarz grundiert. Danach habe ich die Metallteile mit AP Gun Metal und True Copper nachbearbeitet, gefolgt von einem schnellen Wash mit Nuln Oil.
Warhammer 40,000 – Imperial Fists Ruf zu den Waffen Teil 8
Wir müssen euch noch nachholen, wie ich meine Imperial Fists für die Chaosbunker Classics vorbereitet habe. Dieser Artikel setzt dort an, wo wir in Teil 6 des Ruf zu den Waffen aufgehört haben, mit weiteren Fortschritten am Kern der regulären Space Marines.
Ich habe die Grundfarben auf der gesamten Infanterie abgeschlossen und den Marines eine erste Schicht Wash mit Casandora Yellow gegeben. Sowohl bei den Rückenmodulen als auch bei den Schulterpanzern war es einfacher, sie vor dem Ankleben an die Miniaturen zu bemalen. Die Grundfarben auf den Rucksäcken habe ich fertiggestellt und sie dabei auf den kleinen Sub-Assembly-Haltern gelassen. Das war beim Grundieren und für die weitere Bemalung unglaublich praktisch. Alles, was später eine Metallfarbe bekommen sollte, habe ich mit schwarzer Grundierung vorbereitet.
Warhammer 40,000 – Imperial Fists Ruf zu den Waffen Teil 7
Das nächste, was ich für meine Imperial Fists bemalt habe, war der Cybot / Dreadnought, also die schwere Unterstützung in meiner kleinen Streitmacht für die regulären Marines.
Die alten Dreadnoughts waren klobige Zinnklötze und für jeden Hobbyisten durchaus eine Herausforderung. Man bekommt ein reines Metallset, und nicht selten fehlen einige der kleineren Teile, etwa der Granatwerfer oder die Bannerspitze. Manchmal hat auch das Banner selbst die über 20 Jahre Dienst nicht überstanden, vor allem nachdem es in späteren Packungen des Metallbausatzes weggelassen wurde.
Ich habe meinen weitgehend vorgebaut und das Banner vorerst weggelassen. Ich möchte es durch eine Messingstange ersetzen, da die originale Bannerstange aus Metall für ihre Größe zu weich ist und sich leicht verbiegt oder bricht.
Ich habe die Teile zusammengebaut, alles soweit möglich gesäubert und leider ein paar Schäden im Guss festgestellt, die ich nun als Kampfschäden ausarbeiten muss. Zuerst habe ich ihn weiß grundiert und dann noch eine Schicht Imperial Yellow von Titan Hobby aufgetragen. Spoiler vorweg: Macht es nicht so. Wenn ihr keine Airbrush habt, grundiert dieses schwere Metallteil lieber schwarz, bürstet es anschließend kräftig mit Metallfarbe trocken, klebt alles ab, was dunkel bleiben soll, und geht dann an die Hauptfarbe eures Ordens.
Alle dunklen Bereiche in den Vertiefungen zu bemalen, ohne das Gelb zu versauen, war auf jeden Fall zeitaufwendig. Und nachdem die Grundfarben blockiert waren, stieß ich auf mein übliches Problem bei diesem Projekt: Wie adaptiert man die Kontrastfarben für die 3. Kompanie der Imperial Fists? Wie ihr sehen könnt, habe ich dafür eine Collage aus den Codices von Angels of Death und Ultramarines gemacht. Ich glaube, irgendwo in der 3. Edition gibt es ein Bild eines Imperial-Fists-Dreadnoughts, aber ich konnte es im späteren Codex nicht finden. Vermutlich war es in einem Battle Report. (Update im White Dwarf #34 aus dem Oktober 1998 enthält einen Imperial-Fists-Dreadnought, aber an die Ausgabe komme ich gerade nicht ran).
Wir haben eine längere Diskussion über die Bases des Dreadnoughts geführt — nicht nur über meinen, sondern auch über den Chaos-Dreadnought und so weiter. In späteren Editionen ist das kein Problem, da man die 80mm Rundbase bekommt, aber in der 2. Edition gab es eine Mischung aus Selbstbau-Lösungen: Manche haben diese Modelle auf eckige 50mm Bases gequetscht, andere haben die alten flachen Titan-Bases verwendet, oder sie haben ganz auf eine Base verzichtet.














































