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19Sep/180

Dead Man’s Hand: Outlaws – Teil 4

In einem der zahlreichen Videos von Vince Venturella auf YouTube sagte er mal, dass man, egal ob man sich mittendrin in einem Armeeprojekt befindet, immer wieder mal was anders machen und etwas Neues versuchen soll. Da ich ohnehin dazu Lust hatte und sich dieses Vorgehen bei einer Dead Man's Hand Bande ohnehin anbietet, habe ich seinen Rat beherzigt und insbesondere bei der Haut und bei der Jacke ein wenig experimentiert.

Die Haut hat bei „El Toro“ einen leicht dunkleren Teint als beispielsweise McMillers Söhne Eugene und Seamus. Auch die Jacke war ein recht ausgefallenes Experiment. Ich habe bei Google nach Bildern von Mariachis, Westernjacken und dem Poncho den Clint Eastwood in „Eine Hand voll Dollar“ trägt gesucht. Das Ergebnis war diese grüne Jacke, die Verzierungen an den Ärmeln in Form von gelben Streifen erhielt und einen stilisierter Bullenkopf auf der Rückseite, der vom Dead Man’s Hand Logo inspiriert ist.

Dead Mans Hand - Outlaws El Toro

Auch die Schärpe um die Hüfte bemalte ich in einer eher unkonvetionelen Art, indem ich das Rot mit Dwarf Flesh aufhellte, was dem Ganzen einen milderen, pastelligeren Ton verlieh. Da in meinen Gedanken eine Schärpe nie einfach nur einfarbig ist, beschloss ich auch dieser ein paar Streifen aufzumalen, was den angespannten Look der Miniatur etwas aufbrach.

Da ich bei den McMillers bereits alle Halstücher rot bemalt hatte, wollte ich auch hier diesmal einen anderen Ton. Die gelbe Farbe hatte den erfreulichen Effekt, dass der Kopf der Miniatur trotz der gedeckten Farben wieder mehr in den Focus rückte und das Auge nicht mehr ganz so stark auf die Jacke gezogen wurde, obwohl ich phasenweise das Gefühl hatte eine Banane zu bemalen.

Dead Mans Hand - Outlaws El Toro

Besonders stolz bin ich auf das Gewehr. Für gewöhnlich bemale ich Holfgriffe mit Maserung über mehrere unterschiedliche Farben hinweg (Scorched Brown, Beasty Brown, Snakebite Leather, Bonewhite und Weiß). Diesmal blieb ich mit Graveyard Earth jedoch bei einer einzigen Farbe, die ich lediglich mit Bonewhite aufgehellt hatte. Die richtige Platzierung der Akzente beugte machte den Schaft des Gewehrs eindeutig als aus Holz wiedererkennbar.

Dead Mans Hand - Outlaws El Toro

Da ich von vornherein beabsichtigt hatte El Toro einen sehr individuellen Look zu verpassen, werde ich dieser Linie auch bei der anderen Hälfte von McMillers Bande treu bleiben. Während seine Söhne in möglichst gleichen Farben daherkommen, sollen seine Helfer optisch jeweils eine eigene Geschichte erzählen. Und…wo wir schon bei Geschichten sind…

Leg dich nicht mit El Toro an

Es mit drei Männern gleichzeitig aufzunehmen, war keine schlechte Leistung. Es mit FÜNF Männern aufzunehmen war jedoch überragend. Seelenruhig saß Juan Alvarez, „el Toro“ genannt an einem Tisch in Rogan’s Bar, während am anderen Tischende el Segundo, Marc Tanners Vorarbeiter.
„Ich habe es dir doch schon gesagt Juan – wir haben Eugene bereits 100 Dollar bezahlt, um diese Gewehre zu kriegen. In Nogales hätten wir das Doppelte dafür bezahlt und ich habe ihm empfohlen sie dort von verlässlichen Händlern zu kaufen, aber Mr. Tanner konnte die Gelegenheit sie von Eugene zu kaufen nicht einfach sausen lassen.“
„Senor McMiller sagt, 200 Dollar ist der richtige Preis. Sein Sohn war dumm. Senor McMiller besorgt die Gewehre. Für nochmal 100 Dollar.“
El Segundo rutschte nervös auf seinem Stuhl herum. Er kannte Juan und er trug seinen Beinamen zurecht. Ohne seine Wachen hätte er sich niemals mit ihm getroffen, um die Bedingungen neu auszuhandeln.
„Weißt du Juan…wie lange kennen wir uns schon? Zehn Jahre? Länger? Unsere Väter haben stets für McMiller oder Mr.Tanner gearbeitet und wir konnten alle immer in Ruhe unseren Geschäften nachgehen, ohne dass einer dem anderen in die Quere kam. Mr. Tanner wird diese Antwort nicht gefallen…“ antwortete el Segundo schließlich zögerlich.
„Senor McMiller weiß das.“ entgegnete Juan mit kühler werdender Stimme.
„Darum soll ich der Botschaft Nachdruck verleihen.“
El Segundo und seine Männer spannten sich an. Die Spannung im Raum schien beinahe greifbar. Rogan, der Besitzer der Bar rannte aus seiner eigenen Bar hinaus, lautstark „Um Himmels willen!“ rufend.
Gerade als er mit dem Scheriff im Schlepptau wieder an der Bar ankam, konnte man lautes Gepolter hören. Das Mobiliar barst krachend und einer von el Segundos Wachen flog klirrend durch das Fenster. Einen Augenblick später öffnete sich die Tür und Juan Alvarez ging lässig die Veranda runter zu seinem Pferd.
„Was ist hier passiert!?“ verlangte der Scheriff zu wissen.
„Ein paar Gäste sind gestolpert und hingefallen.“ entgegnete Juan ruhig und trabte davon, ohne sich nochmal nach Rogan und dem verwunderten Gesetzeshüter umzuschauen.

Grüße aus dem Chaosbunker
Dino

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