Legions Imperialis – Warlord Titan mit Volkite Destructor und Macro-Gatling Blaster
Unter den frisch veröffentlichten Warlord-Titan-Varianten reiht sich der Warlord mit Volkite Destructor und Macro-Gatling Blaster neben seinem Schwesterkit, dem Warlord mit Quake Cannon und Conversion Beam Extirpator, als vierte und fünfte Option für das Chassis ein. Damit gesellen sie sich zum bestehenden Line-up aus dem Warlord mit Volcano Cannons und Apocalypse Missile Launcher, dem Warlord mit Power Claw und Plasma Annihilator sowie dem Warlord-Sinister Psi-Titan.
Diesen Release nehmen wir zum Anlass, unsere Reviews zum Warlord Titan mit Unterstützung von Radaddel zu aktualisieren, und widmen uns heute dem zweiten neuen Warlord-Titan-Kit mit Volkite Destructor, Macro-Gatling Blaster und Graviton Ruinator.
Die Box-Art zeigt das Modell in größerem Maßstab und mit mehr Detailtiefe, als es der tatsächliche enthaltene Bausatz im Epic-Scale liefert. Die Schilddesigns weichen spürbar vom fertigen Modell ab, und auch bei der Bewaffnung (die Gatling-Läufe sind hier das deutlichste Beispiel) steckt auf der Verpackung mehr Detail, als am Ende im fertigen Bausatz landet.
Die Vorbestellung der Kits startete am 18. Juli, die allgemeine Verfügbarkeit folgte am 1. August. Wie bei den anderen Warlord-Releases gibt es auch dieses Set in zwei Versionen: als komplettes Set für 100 EUR oder als eigenständigen, exklusiv über Mail Order erhältlichen Upgrade-Sprue für 42 EUR.
Alles, was man braucht, um den Warlord Class Battle Titan in Adeptus Titanicus einzusetzen, liegt der Box bei: ein Command Terminal sowie Gear Cards für die enthaltene Bewaffnung. Die günstigere Sprue-only-Option für 42 EUR bringt lediglich das Plastik mit sich, keine Karten oder gedrucktes Material für die Nutzung in Adeptus Titanicus. Die Regeln für den Einsatz in Legions Imperialis wiederum finden sich im Grundregelwerk (S. 216) und im Liber Strategia (S. 164), nicht in der Box selbst.
Vor der Einführung des Warmaster Titans im Jahr 2021 gab es in Adeptus Titanicus (beziehungsweise in "voller Größe" bei Forge World) keine schwerere Titan-Klasse als den Warlord. Er ist zwar in Material und Produktion aufwendiger als Reaver oder Warhound, bildet aber seit jeher das Rückgrat der Titanlegionen. Er ist schlicht der am häufigsten eingesetzte Battle Titan überhaupt. "Im Dienst" trifft es dabei kaum: Unzählige Warlords sind seit Jahrtausenden im Einsatz, manche mit einer Herkunft, die bis in den Great Crusade zurückreicht, oder sogar noch weiter zurück ins Dark Age of Technology.
Das Design hat über die Jahrzehnte zahlreiche Patterns und Marks durchlaufen. Die erste Edition führte einen käferartigen Rückenpanzer ein, der bis in die späten 80er Jahre Bestand hatte und später im ersten Plastik-Warlord-Kit verewigt wurde. Danach folgte ein wuchtigerer Schulterpanzer, sichtlich von frühen Warlord-Illustrationen inspiriert, der jedoch nur kurz im Sortiment blieb, da Epic 40.000 bereits am Horizont stand und Space Marine auf dem Weg nach draußen war. In den späten 90ern folgte dann ein Mark-3-Lucius-Pattern für Epic 40k, verkauft als mehrteiliges Set aus Zinn. Die heutige Version ist das Mars-Alpha-Pattern, hergestellt von Forge World in Resin als 28mm Bausatz und von Games Workshop in Epic Scale aus Plastik (etwa ein Viertel der Größe der 30k/40k-Reihe).
Zur Besatzung eines Warlord gehört ein Titan Princeps am Steuer, dazu je nach Pattern zwischen 7 und 12 Moderati sowie eine Unterstützungsmannschaft von bis zu 35 Servitoren nebst einer Handvoll Servo-Skulls.
Waffenkonfigurationen und Unterklassen des Warlord reichen bis in die Rogue-Trader-/Oldhammer-Ära des Hobbys zurück. Jedes Epic-Scale-Kit baut denselben Mars-Alpha-Pattern-Rumpf, der Unterschied liegt einzig im Loadout. Aktuell sieht das Boxed-Set-Sortiment von Games Workshop so aus (plus eines Resin-Plastik-Mischset für den Warlord-Sinister Psi-Titan):
- Warlord Titan mit Volcano Cannons und Apocalypse Missile Launchers
- Warlord Titan mit Plasma Annihilators, Laser Blasters und Power Claw
- Warlord Titan mit Volkite Destructor, Macro-Gatling Blaster, Graviton Ruinator und Vulcan Mega-Bolter Array
- Warlord Titan mit Quake Cannon, Conversion Beam Extirpator, Paired Gatling Blasters und Paired Turbo-Laser Destructors
Jeder Bausatz kostet 100 EUR (mit Ausnahme des Sinister-Psi-Titans) und enthält zwischen 144 und 180 Bauteile. Pro Box gibt es drei Gussrahmen (zwei gemeinsame Rahmen für den Körper sowie einen dritten für die oben aufgeführten Waffenoptionen), dazu eine Base, einen Decal-Bogen und ein Command Terminal mit Waffenkarten.
Die Terminals selbst entsprechen dem neueren, kompakteren Adeptus Titanicus-Stil und sind auf dünnerer Pappe gedruckt. Ein Bogen mit vier Waffenkarten liefert alles Nötige, um das Loadout nach den Adeptus Titanicus-Regeln zu nutzen.
Zusätzlich liegt eine aktualisierte Bauanleitung im Stil von Legions Imperialis bei. Der Decal-Bogen hat sich seit 2018 nicht verändert und deckt weiterhin dieselben fünf Häuser ab: die drei loyalen Titan-Legionen Gryphonicus, Astorum und Atarus, sowie die beiden Verräter-Häuser Fureans und Mortis, ergänzt um generische Ikonografie der Warlord-Class-Titan-Legionen.
Im Zuge der Umstellung dieser Reihe von einem reinen Adeptus Titanicus-Produkt hin zu Legions Imperialis hat sich auch die Base geändert. Sie ist weiterhin oval mit 120mm, nutzt aber jetzt das flachere Legions Imperialis-Profil statt der klassischen, abgeschrägten Citadel-Base (im ersten Bild direkt gegenübergestellt). Höhentechnisch macht das kaum einen Unterschied, wobei die flachere Base der Immersion im Epic-Scale-Spiel etwas entgegenkommt. Ich persönlich bevorzuge trotzdem die höhere Base, allein schon, weil sie Platz für ein Namensschild lässt.
Die Gussqualität ist hervorragend, und die schiere Menge an Kleinteilen sorgt dank beweglicher Hüft-, Knie- und Knöchelgelenke für echte Posing-Freiheit. Gussgrate halten sich in Grenzen, doch täuscht euch nicht: Das ist ein klassisches Multipart-Plastikkit, kein Steck- oder Push-Fit-Modell, Plastikkleber ist hier Pflicht.
Wie erwähnt besteht jeder Bausatz aus drei großen grauen Gussrahmen. In diesem Fall decken sie einen Kopf mit zwei unterschiedlichen Visieren, drei Schulterplatten-Designs (blank, Loyale oder Verräter), eine einzelne Schulter-Waffenoption sowie drei Arm-Waffenoptionen ab, die auf beiden Seiten des Titanen montiert werden können.
Die Fotos aus dem 2018er-Review habe ich für diese Review in höherer Auflösung aktualisiert. Einige Aufnahmen kombinieren Teile aus zwei verschiedenen Kits, um die Bauteile aus mehreren Blickwinkeln zu zeigen.
Der Zusammenbau beginnt im Beckenbereich: eine konische Aufnahme für den Oberkörper sowie ein Kugelgelenk je Hüfte für die Beine.
Mehrere der Baugruppen bieten dank ihrer Teilezahl und Konstruktion ordentlichen Spielraum beim Posing. Die Kniegelenke etwa lassen sich rund 40° nach hinten und über 90° nach vorn abwinkeln. Links- und rechtsseitige Teile sind unterschiedlich gestaltet, also aufpassen bei der Ausrichtung, und es lohnt sich, die Gelenke zunächst lose zu lassen, bis die gewünschte Pose gefunden ist, ob dynamisch oder eher einschüchternd.
Die riesigen Füße sind einteilige Bauteile, die am Knöchel nicht nur über ein Kugelgelenk, sondern zusätzlich über vier umlaufende Kolben fixiert werden. Es empfiehlt sich, das endgültige Posing der Beine erst nach dem Zusammenbau des Torsos festzulegen, da sich Hüfte, Knie und Knöchel gegenseitig beeinflussen und so die gesamte Standposition verändern. Ich habe ein Bein stehend und das andere in einer leicht angehobenen Schrittstellung gebaut. Ein provisorischer Unterbau, z.B. zwei übereinandergestapelte Bases reichen völlig, hält das Bein stabil, während der Kleber aushärtet.
Nach dem fertigen Beinskelett folgt die Rüstung für Oberschenkel und Unterschenkel. Ich habe diese Teile nur mit etwas Blu-Tack fixiert statt geklebt. Da ich bereits einmal einen Warlord mit fest verklebter Rüstung bemalt habe, empfehle ich ausdrücklich, Unterbau und Rüstungsplatten getrennt zu bemalen und die Platten erst danach anzubringen.
Als Nächstes folgt die Oberkörper-Baugruppe, die eine Reling auf der Rückseite besitzt, ein guter Platz für zusätzliche Mechanicum-Infanteriemodelle, falls man welche zur Hand hat.
Der Torso selbst geht dank großzügig dimensionierter Teile schnell zusammen. Die Passgenauigkeit ist insgesamt gut, vorher sollte man lediglich Gussgrate und Angussreste entfernen, um sichtbare Spalten zu vermeiden, und den Kleber sparsam für eine saubere Fuge einsetzen.
Die kniffligste Stelle ist die Naht entlang der Oberseite des Plasmareaktors. Die Void Shields verdecken sie zwar teilweise, trotzdem lohnt sich vorher etwas flüssiges Green Stuff oder Spachtelmasse. Die Art, wie die Teile ineinandergreifen und dabei so viel Posing erlauben, macht den Bau weiterhin richtig Spaß.
Der Fluff besagt, der Warlord habe 6 Void Shields, während die Mars-Pattern-Version deren 8 an den Schultern trägt, möglicherweise veraltete Lore, die nur für frühere Marks gilt. In diesem Schritt werden die Schulter-Aufnahmen für die Arme sowie die Flankenpanzerung des Torsos angebracht. Die Einsätze an diesen Teilen sind wichtig zu beachten, sie kommen gleich noch einmal ins Spiel.
Bis hierhin ging es größtenteils um Posing statt um Optionen. Das ändert sich nun, denn das Kit bietet drei Varianten für das zentrale Schulter-Carapace-Teil (loyalistisch, blank, Verräter). Vorder- und Rückseite der Schulterpanzerung tragen dabei unabhängig von der Wahl jeweils eine Aquila, ein Detail, das über die gesamte Reihe hinweg konsistent ist, mit Ausnahme des Power-Claw-/Plasma-Annihilator-Sets, das zusätzlich verstärkte Frontpanzerung als Option bietet.
Wie schon bei der Beinpanzerung habe ich auch diese Teile mit Blu-Tack nur angesetzt, um den Unterbau separat zu bemalen, auch hier eine klare Empfehlung.
Die Köpfe des Warlords unterscheiden sich von Set zu Set, und diese Box liefert "ungefähr zwei" Optionen. Eine weitere Interpretation des Mars-Alpha-Pattern-Kopfes, allerdings leider keine zwei vollständigen Köpfe, sondern nur zwei unterschiedliche Visiere. Das bedeutet, man muss sich für eines der beiden entscheiden, da sich nicht beide gleichzeitig verbauen lassen. Ich bevorzuge die etwas finster wirkende Variante mit den kleinen Stoßzähnen gegenüber der anderen, die für meinen Geschmack ein wenig zu sehr nach Cygnar-Warjack aussieht.
Zwar wurde der Platz auf dem Rahmen clever genutzt, dennoch hätte ich mir zwei vollständige Köpfe gewünscht, oder zumindest einen zweiten Satz Heraldik-Schulterschilde (etwa im Design, das auf der Box-Art gezeigt wird)..
Bei der Bewaffnung unterscheidet sich dieses Kit am deutlichsten von seinen Geschwistern. Die Loadouts variieren von Box zu Box, und dieses hier rüstet den Titanen mit Volkite Destructor, Macro-Gatling Blaster und Graviton Ruinator aus, allesamt an beiden Schultern montierbar, mit dem gewohnten Spielraum beim Anwinkeln und seitlichen Ausrichten über die Schulterverbindungen. Keine der drei Waffen ist neu im Spiel, neu ist lediglich der Wechsel von Forge World-Resin (nicht Finecast) zu regulärem Plastik.
Der Volkite Destructor gehörte zu den späteren Ergänzungen der Titan-Bewaffnung im Spiel, denn die gesamte Volkite-Waffenreihe kam in verschiedenen Größenordnungen erst rund um die zweite Edition von Horus Heresy ins Hauptspiel. Ursprünglich als Resin-Upgrade erschienen, genau wie der kleinere Volkite Eradicator, der sich auf Warhound oder Reaver montieren lässt.
Wie bei allen anderen Waffenoptionen kann sie sowohl am linken als auch am rechten Arm montiert werden, man dreht lediglich die Ausrichtung des "Batterie"-Packs am Ende der Waffe. Wie beim Rest des Bausatz würde ich auch hier empfehlen, die Rüstungsplatten erst nach dem Bemalen der Waffe selbst anzubringen.
Die zweite Option ist der Graviton Ruinator, ebenfalls eine spätere Ergänzung der Titanicus-Waffenpalette. Ähnlich wie beim Volkite-System kamen die Grav-Waffen erst später ins Spiel, zusammen mit weiteren Optionen rund um den Release der zweiten Edition von Horus Heresy. Auch hier gibt es Varianten für Warhound und Reaver, mit dem Graviton Destructor.
Der Zusammenbau wirkt etwas wackelig, da den Teilen an der Vorderseite Führungsstifte fehlen, hier also besonders auf die saubere Ausrichtung beider Hälften achten. Auch die "Mündung" verdient einen Kommentar: Zum einen entspricht sie nicht der Darstellung auf der Box beziehungsweise in der Anleitung, zum anderen fühlt sie sich an, als würde sie leicht abbrechen.
Die dritte Option, der Macro-Gatling Blaster, ist eine Waffe, auf die ich mich wirklich gefreut habe, nicht nur als Spieler der Legio Astraman, sondern auch weil die Resin-Variante in der Vergangenheit mit Verzug und Formversatz zu kämpfen hatte.
Allerdings müssen die Löcher in den Läufen selbst gebohrt werden, da die Plastikteile dieses Detail nicht abbilden, obwohl Games Workshop es auf der Box-Art zeigt.
Jede Armwaffe bringt eine Schulteraufnahme mit, die eine kleine Vertiefung für 5x1mm-Rundmagnete enthält. Ein schöner Zugewinn an Flexibilität für den Spieltisch, konsistent über den Großteil des (ehemaligen) Adeptus-Titanicus-Sortiments hinweg, wenngleich weder Anleitung noch Verpackung das irgendwo erwähnen.
Dieses Kit besitzt drei Arm-Waffenaufnahmen, sodass man alle drei Waffenoptionen gleichzeitig verwenden kann und sich nicht auf zwei davon beschränken muss.
Nach den Armen folgt die Schulter-Bewaffnung: Diese Box liefert den Vulcan Mega-Bolter Array, zuvor exklusiv als Forge World-Resin erhältlich und nun als Plastikteil enthalten.
Hier eine Übersicht der Aufteilung der Baugruppen. Mein übliches Vorgehen bei einem Warlord: Aufteilung in Unter- und Oberkörper, die Waffenoptionen (inklusive Kopf) sowie sämtliche Rüstungsplatten einzeln, alle separat bemalt vor der finalen Montage.
Die Waffen dieses Kits sind mit denen der anderen Warlord-Boxen kompatibel, was die inzwischen fast vollständig aus Plastik bestehende Reihe flexibel hält (die Sinister-Resinteile bleiben die einzige Ausnahme).
Zum besseren Größenvergleich hier ein Bild neben dem Großteil der übrigen Titan-Reihe.
Da die offiziellen Produktfotos die Details und Optionen bereits gut abdecken, schließen wir mit diesen ab, statt unsere gewohnten Aufnahmen vor dem Backdrop.
Diese Aufnahmen zeigen nicht das zweite Visier des Helms, dafür den Graviton Ruinator mit offener Mündung, eine Variante, die in der gedruckten Anleitung nicht abgebildet ist.
Fazit
Der Zusammenbau eines jeden Plastikkits aus der Adeptus-Titanicus-Reihe ist ein wirklich lohnendes Erlebnis, und der Warlord stellt dabei den "Sweet Spot" der Reihe dar. Er fordert einen schon ein wenig, kippt aber nie in die Einschüchterung, die z.B. der Warmaster Titan mit sich bringen kann. Und der Wechsel von Forge-World-Optionen hin zu regulärem Plastik macht das Ganze definitiv noch zugänglicher.
Passgenauigkeit und Posing-Möglichkeiten überzeugen weiterhin, und dank hoher Produktionsqualität und klarer Anleitung gibt es hier wenig zu bemängeln. Als erstes Bausatz überhaupt eignet es sich nicht, aber selbst außerhalb von Legions Imperialis oder Adeptus Titanicus verdient der Warlord sich seinen Platz als Vitrinenstück. Auch da günstiger, weniger einschüchternd und deutlich einfacher zu verstauen als das großformatige Pendant in 28mm.
Der Preis ist in den letzten acht Jahren von 85 EUR auf 100 EUR gestiegen, was die Inflation sogar unterbietet (85 EUR aus dem Jahr 2018 entsprächen heute etwa 109 EUR). Kein Schnäppchen, aber Rabatte lassen sich leicht finden, 20% Nachlass bei Radaddel etwa machen den Kauf deutlich leichter zu rechtfertigen.
Etwas schade ist, dass an manchen Stellen gespart wurde. Zum Beispiel werden auf der Box-Art Details gezeigt, die gar nicht im Karton enthalten sind, wie die Schulterschilde, oder das zweite Visier wird gar nicht erst abgebildet. Ähnliches gilt für die Grav-Waffe, die in einer Stellung gezeigt wird, die die Anleitung gar nicht abdeckt. Trotzdem gefällt mir, dass die Adeptus Titanicus-Komponenten weiterhin beiliegen, ein weiterer Pluspunkt gegenüber dem 42-EUR-Upgrade-Sprue. Der ist zwar ebenfalls nicht günstig, liefert aber solide Werte: Die Waffen lassen sich magnetisieren, sind einfacher zusammenzubauen als die Forge World-Resin-Pendants und kosten obendrein weniger. Wie schon im ersten Review erwähnt: Wer noch keine drei Warlords besitzt, für den lohnt sich meiner Meinung nach das komplette Kit für 80 EUR (zumindest für Adeptus Titanicus, für Legions Imperialis ist es etwas übertrieben), selbst wenn es einem nur um die Waffen geht, denn die Waffenkarten gibt es obendrauf, und der übrige Korpus lässt sich prima als Terrain oder Wrack-Marker weiterverwenden.
Und selbst wer keines der beiden Systeme spielt: Der Warlord Titan-Plastikbausatz hält sich auch acht Jahre nach Release als machbarer, belohnender Bau in seiner Größenklasse. Durch seine unorganische Form und das gänzlich andere Design im Vergleich zu anderen Fahrzeugen bietet er ein interessantes Projekt, selbst für Hobbyisten, die sich nicht als Meistermaler bezeichnen würden. Nachdem ich inzwischen mehrere dieser Kits gebaut und bemalt habe, ist das Verhältnis von Hobbyzeit zu Euro bemerkenswert gut, und man bekommt eine Art "Leinwand" für ein Projekt, das von einer schnellen Fast-Army-Painting-Umsetzung bis hin zu einem vollwertigen 'Eavy-Metal-Showcase-Finish reichen kann, je nachdem, was man daraus machen möchte.
- Produktionsqualität: 5/5
- Design: 4/5
- Optionen: 4/5
- Preis-Leistungs-Verhältnis: 4/5
- Zusammenbau: 3/5
Warhammer 40.000 und Adeptus Titanicus sind Marken von Games Workshop.
Das vorgestellte Produkt wurde von Radaddel zur Verfügung gestellt.

































































































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