Warhammer Fantasy – Eine Zeitreise Teil 1
Da der Artikel zur Zeitreise durch Warhammer 40k so beliebt war, habe ich beschlossen, etwas Ähnliches zu Warhammer Fantasy zu schreiben. Tatsächlich lag dieser Entwurf schon eine ganze Weile auf meinem Schreibtisch, und jetzt habe ich ihn endlich fertiggestellt.
Am 15. November 2019 sorgte ein Artikel auf Warhammer Community für viel Aufsehen – Old World? New Warhammer! Am Tag zuvor gab es in den sozialen Medien bereits einen Teaser: everything comes round again, even squares.
Der Beitrag kündigte die Rückkehr der Alten Welt von Warhammer Fantasy an, eines Spielsystems samt Lore, das 2015 mit den End Times eingestellt und durch die neue Marke Age of Sigmar ersetzt worden war. Doch warum war das so? Dafür müssen wir zurück zu den Anfängen von Warhammer Fantasy. Es ist eine ziemliche Reise, deshalb habe ich sie in zwei Teile aufgeteilt: Teil eins behandelt Warhammer Fantasy Battles von 1983 bis zu den End Times, Teil zwei befasst sich mit Age of Sigmar und der Rückkehr von The Old World.

1983 Warhammer - The Mass Combat Fantasy Role-Playing Game (Logo der 1. Edition)
Die erste Edition von Warhammer erschien 1983. Die Idee dahinter war ein Regelwerk, mit dem Rollenspieler ihre Miniaturen in Gefechten und Massenschlachten einsetzen konnten. Es gibt mehrere Bücher über die Anfänge von Games Workshop und Citadel Miniatures, zum Beispiel Dice Men oder Talking Miniatures. Kurz gesagt: Games Workshop war ein Vertrieb für Rollenspiele und Citadel Miniatures eine Firma, die bis 1984 Ral-Partha-Miniaturen in Lizenz in Großbritannien produzierte und daneben eigene Ranges hatte. Um den Verkauf dieser Miniaturen anzukurbeln, brauchte es ein Regelwerk, und so wurden Rick Priestley und Richard Halliwell, die Ende der 70er die Reaper Fantasy Wargame Rules geschrieben hatten, gemeinsam mit Bryan Ansell die Autoren der ersten Edition von Warhammer.
Warhammer Fantasy – Eine Zeitreise Teil 2
In Teil eins haben wir Warhammer Fantasy Battles von drei kleinen Heftchen in einer weißen Box im Jahr 1983 bis zu den End Times / Letzten Tagen begleitet, als Games Workshop das Undenkbare tat und seine eigene Welt zerstörte. Doch damit war die Geschichte nicht zu Ende. Sie teilte sich in zwei Wege: Age of Sigmar, das neue Spiel, das Warhammer Fantasy 2015 ersetzte, und The Old World, das 2024 Regimenter und quadratische Bases zurückbrachte. Machen wir also da weiter, wo wir aufgehört haben.

2015 Warhammer - Age of Sigmar
All das fand im Juli 2015 seine Antwort mit dem Release von Warhammer - Age of Sigmar. Die Regimenter waren weg, die quadratischen Bases waren weg, die Lore war weg ... naja, verändert und „weiter“ entwickelt. Anfangs gab es nicht einmal Punkte. Die Balance wurde Szenarien und Sudden-Death-Bedingungen bei ungleichen Armeen überlassen, bis das General's Handbook 2016 Punkte für Matched Play einführte. Das Spiel war eher ein Skirmisher in Zuggröße als das Massenschlacht-Erlebnis von Warhammer Fantasy Battles. Aber genau darum ging es: Die Welt hatte sich verändert. Games Workshop übertrug viele Erfahrungen aus 40k auf sein neues Fantasy-Universum.
2015 Warhammer Age of Sigmar - Launch-Box der 1. Edition
Das erste Starterset ließ die Stormcast Eternals gegen die Khorne Bloodbound antreten. Die Grundregeln umfassten gerade einmal vier Seiten und waren kostenlos zum Download, aus quadratischen Bases wurden runde, und die Armeebücher wurden durch Warscrolls ersetzt, ein Profil pro Einheit mit allem, was man braucht. Eine Idee, die 40k zwei Jahre später mit den Datenblättern seiner 8. Edition übernahm.
Dinos Allerlei 2026 – Teil 3
Am Sonntag habe ich meinen ersten Ausflug zum Phantasos Studio nach Wiesbaden gemacht, da es dort einen Flohmarkt gab. Wie zu erwarten war viel 40K und AoS Zeugs günstig greifbar, aber deswegen war ich nicht da.
Obwohl ich nicht erwartet hatte fündig zu werden, war ich auf der Suche nach einem Oathmark Ork Gussrahmen, den ich in Vorbereitung auf Pillars of Gromlak bemalen wollte. Nun, ich sollte Recht behalten, dazu habe ich nichts gefunden, aber ein adäquater Ersatz war greifbar:
Ein paar der Uruk Hai in einer Grabbelkiste hatten laufende Posen, von denen ich denke, dass ich sie gut umbauen kann. Da ich mit Gregor vom Games `n Dice einen Gussrahmen schwer gerüsteter Orks gegen einen Gussrahmen StarGrave Mercenaries getauscht habe, sollten da genug Köpfe dabei sein, um ihnen einen etwas individuelleren Look zu verleihen.
Die Goblins habe ich von Trondur, von den Tabletop Nerds aus Mainz bekommen. Dieser hatte auch ein interessantes Kleinod an seinem Stand…
Das sollte auch die tristeste Blitz Bowl Arena deutlich aufwerten und ist eine nette, schnelle Lösung, um dem Spieltisch ein wenig mehr Flair zu verleihen – wenn es nach mir ginge, hätte jedes Spiel ein wenig 3D Pappgelände dabei, da es günstig und in großen Mengen produzierbar ist, und eine gute Übergangslösung ist, bis man sich an „vollwertiges“ Gelände gesetzt hat.
Ich habe da auch noch ein Orkteam stehen, dass ich beim letztjährigen Maltreff angefangen habe. Und es ist ja auch bald Orktober…
Gruß
Dino
September 2026 Rückblick
Puh, jetzt aber, wirklich Endspurt für dieses Jahr, denn wir sind im Q4 angekommen!
Im September gab es nochmal eine gute Taktung an Events. Holger und ich waren auf dem Rhein Main Multiversum und auf der Bitbox 2026. Beides Touren, die sich sehr gelohnt haben. Es hat gut getan, die Leute wieder zu sehen, auch wenn wir Flo knapp verpasst haben und das Wiedersehen erst in Antwerpen bzw. bei Lützensommern ansteht.
Ich muss auch noch die Ausbeute aufbereiten, d.h. entfärben und den jeweiligen Projekten zuordnen.
42 – die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest
Ich bin jetzt 42. Punkt. Nein, ich habe keinen Bedarf an einem Sportwagen, ich werde mir auch keine Siebträgermaschine zulegen und auch keine Outdoorküche (wobei ein Ooni Pizzaofen schon eine gute Sache wäre). Ich glaube auch, dass man als Hobbyist keine Midlife Crisis benötigt, um sich der Endlichkeit der eigenen Lebenszeit bewusst zu werden. Der Pile of Shame macht das deutlich, und wenn man den monatlichen Mal-Output durch den eigenen Miniaturenbestand teilt, erhält man eine Kennzahl, die man auch mit lebensverlängernden Maßnahmen / als Vulkanier usw. kaum abgearbeitet bekommt. Bei manchen munkelt man, dass das errechnete Ergebnis bei 270 Jahren liegen soll.
Deth Wizards – Origins of Givana Teil 5
Und da sind wir, mit dem vorerst letzten Teil meiner Deth Wizards Reihe. Nein, das liegt nicht daran, dass ich das Spiel nicht spielen werde – ganz im Gegenteil, ich beabsichtige Givanas Geschichte als Strang in eine größere einzufädeln. Allerdings möchte ich diese dafür ein wenig neu aufrollen und da die Story sich über mehrere Systeme strecken wird, braucht es auch ein Welt, in der das Ganze platziert ist.
Es fiel ihr schwer den Fokus zu halten. Zwar konnte sie mittlerweile auch mehr Gebeine als die von sechs Skeletten beherrschen, doch der Tod ihres Großvaters erschütterte Givana zutiefst und störte ihre Konzentration.
Ein abwischende Handbewegung, eine geflüsterte Formel später, fielen die Skelette in sich zusammen. Sie begann zu schluchzen. Sie konnte nicht verstehen, warum sie ihn hingerichtet hatten. Noch nie hatten er oder sie Nekromantie auf schlechte Weise eingesetzt. Großvater hatte immer betont, dass sie Hüter des Gleichgewichts seien und nicht den dunklen Versuchungen nachgeben würden, denen andere Nekromanten einst verfallen waren.
„Zu Teufel damit“, dachte sie. „Sie haben Großvater getötet und dafür werden sie büßen!“
Sie fletschte die Zähne und von Zorn beseelt erhoben sich die Gebeine der Toten wieder.
Jetzt waren sie noch wenige. Doch Givana wusste, dass in diesem Kampf die Zeit auf ihrer Seite war.
Hier bin ich noch unschlüssig, denn ich habe im Prinzip viele Puzzleteile, aber noch gar kein Bild vor Augen. Also werde ich heute nicht viele Worte verlieren und Euch einfach eine schnieke, neue Mini zeigen.
Da meine Kamera so langsam den Weg allen Irdischens geht und ich leider kein Technik Nekromant bin, habe ich begonnen wieder mehr Bilder vor weißem Hintergrund zu machen. Wenn ich das Mal beim Chef bin, werde ich sicher einige bessere Schnappschüsse machen.
Dinos Allerlei 2026 – Teil 2
Vor etwa zwei Wochen hab ich Euch erzählt, welche Projekte gerade bei mir auf dem Tisch stehen und in kommender Zeit sicher mal Farbe bekommen. Nun, in der Zwischenzeit hat der gute Robert von Wolpertinger Miniatures mich gefordert – er brauchte noch zehn Zombies für das zu dem Zeitpunkt noch anstehende Rhein Main Multiversum. Wer mich kennt weiß, zehn Minis in zwei Wochen, das ist für mich eine Hausnummer. Außerdem musste ich noch den Rhapsoden für Mortal Gods fertigbekommen, da die neue Armee der Thebaner vorgestellt werden sollte.
Also, gleich vorweg – ja, ich habe den Rhapsoden erledigt:
Am Anfang war ich noch nicht sicher, ob ich den Umhang in Rot oder Braun bemalen sollte, aber nach ein paar Mini Brainstormings in Malrunden via Discord habe ich einem neutralen Grünton eine Chance gegeben und bin mit dem Ergebnis zufrieden.
Bitbox 2026 – Tabletop Flohmarkt und Ausbeute
Nach einer für mich viel zu langen Pause hieß es am Sonntag, den 20. September, endlich wieder – es ist Zeit für die Bitbox! Franz lud nach Mülheim an der Ruhr ein, in das Kinder- und Jugendzentrum St. Barbara, bzw. der springende Punkt, wie es mittlerweile heißt. Seit gut 10 Jahren die gleiche, bewährte Location und auch viele bekannte Gesichter.
Über die Jahre wurde das Zeitfenster etwas gestrafft, da ein paar Stunden völlig ausreichen für Besucher und Verkäufer. Mittlerweile geht es von 10 bis 13 Uhr. Pünktlich um 10 wurde die Herbst-Bitbox 2026 auch von Franz eröffnet und die Räumlichkeiten füllten sich schnell. Klassisch am Kopf vor der Bühne war der lange Stand von Franz und Werner, und es gab hier wieder reichlich Zinn und Plastik mit viel Geschichte zu erstehen.
Space Hulk – Am Rande der Galaxis
Um den Rahmen dieses Projekts richtig abzustecken, halte ich das hier als die "finalen Ausmaße" meines Space Hulk-Projekts fest. Eine Übersicht über alle Terminatoren, die ich dafür brauche, hatte ich bereits in einem der letzten Artikel zusammengestellt.
Insgesamt brauchen wir 20 verschiedene Terminatoren, um alle Posen und Optionen aus allen vier Kampagnen abzudecken (4th Edition Core Game - Heroes of the Imperium, Duty and Honour, Bringer of Sorrow und Return to Kalidus). Die drei Missionsdateien, die als digitale iPad-Veröffentlichungen erschienen, brachten Regeln für die Terminator Bausätze der 2010er mit sich, also die mehrteiligen Terminatoren aus Plastik (mit deutlich mehr Optionen als die Einzelposen aus Black Reach, vor allem mit der Einführung des Cyclone-Raketenwerfers), das Deathwing Command Squad und die Space Wolves Wolf Guard in Terminatorrüstung.
Wie schon erwähnt, werde ich das Ganze komplett mit Imperial Fists nachbauen. Ihr könntet das aber genauso gut in anderen Themen umsetzen, da sowohl die Space Wolves als auch die Deathwing ihre eigenen aktualisierten und größeren Kits bekommen haben. Es wäre kein Problem, die 20 Posen und Waffenoptionen damit thematisch passend abzudecken.
Rhein Main Multiversum 2026
Zum mittlerweile 12. Mal öffnete das Rhein Main Multiversum des Tabletop Club Rhein Main seine Tore an diesem Wochenende, und zahlreiche Hobbyisten kamen nach Nidderau, um die Spielplatten und Händlerstände aufzusuchen.
Das Multiversum findet seit ein paar Jahren in der Kultur- und Sporthalle Heldenbergen in Nidderau/Hessen statt und hatte am Samstag, den 12.09.2026, von 10 bis 20 Uhr sowie am Sonntag, den 13.09.2026, von 10 bis 15 Uhr für Besucher geöffnet. Eine Übersicht über die vergangenen Veranstaltungen und meine Besuchsberichte seit 2018 findet ihr hier: Rhein Main Multiversum, weshalb wir uns eine erneute Besprechung der Parkplätze usw. sparen und direkt auf die Veranstaltung eingehen.
StarCraft TMG – Two Player Starter Set Founders Edition
Wir haben uns Archon Studios StarCraft: Tabletop Miniatures Game genauer angesehen, konkret das Two Player Starter Set und das Protoss Starter Set, beide in ihrer Founders Edition. Das wird ein zweiteiliges Unboxing, also bevor wir zu Gussrahmen und Boxinhalten kommen, erstmal die Grundlagen: Was die Gamefound-Kampagne eigentlich war, was StarCraft als IP mitbringt, wie sich die drei Fraktionen unterscheiden, und was die Founders Edition von den Sets unterscheidet, die irgendwann regulär im Handel stehen werden.
Das Two Player Starter Set stellt Terraner gegen Zerg, während das eigenständige Protoss Starter Set uns die dritte Fraktion ins Spiel bringt, genau deshalb haben wir uns beide für diese Unboxing-Reviews besorgt (Danke an Celebration Parallax fürs zur Verfügung stellen). Beide zusammen über Gamefound gebündelt zu kaufen, kostete rund 255 EUR, günstiger als der Einzelkauf mit 175 EUR für das Two Player Set und 95 EUR für das Protoss Set. Die UVP nach Release liegt jetzt bei 199 EUR bzw. 109 EUR für diese Boxen. Wir behandeln die Inhalte beider Sets, dieses hier direkt im Anschluss, und das Protoss-Set im zweiten Teil dieses Unboxings.
Die Gamefound-Kampagne
Anders als bei so manch anderer Produktreihe lief der Launch von StarCraft: TMG nicht über eine klassische Crowdfunding-Kampagne mit Stretch-Goals und jahrelanger Wartezeit. Archon Studio, die polnischen Plastik-Spezialisten hinter Dungeons & Lasers und der Fertigungspartner hinter Squidmars Strakh-Drachenmodell, hatten bereits im März 2025 mit Blizzard Entertainment eine Partnerschaft geschlossen und produzierten das Spiel von Anfang an für den regulären Handel. Was über Gamefound lief, war eine zeitlich begrenzte Direct-to-Consumer-Preorder-Phase: Vom Launch bis Mitte April 2026 sollten sich Fans das Two Player Starter Set und das Protoss Starter Set zu einem satten Rabatt sichern können, bevor das Spiel in den normalen Hobby- und Distributionshandel überging. Archon hat von Anfang an klargestellt, dass diese Founders-Phase eine einmalige Sache war, um früh eine Community aufzubauen, kein wiederkehrendes Modell, nach Ablauf des Preorder-Fensters waren diese speziellen Bundles endgültig weg. Dieses Versprechen war allerdings ein bisschen zu dick aufgetragen, denn die reguläre Produktreihe bietet Boxen mit ähnlichen Ersparnissen an, und das ganz ohne die Wartezeit der Gamefound-Kampagne.
Was ist StarCraft eigentlich?
Für alle, die die späten 90er und 2000er eher am Pinsel als am PC verbracht haben: StarCraft ist Blizzards genrebestimmende Echtzeitstrategie-Reihe, aufgebaut auf drei völlig unterschiedlichen Fraktionen, die sich trotzdem die Waage halten, ein großer Grund, warum das Spiel zur E-Sport-Institution wurde (und immer noch ist). Archon Studios Tabletop-Adaption übersetzt das in Skirmish-Gefechte im 32mm Maßstab, in der Regel Partien zwischen 1.000 und 2.000 Punkten (Mineralien), die 60 bis 120 Minuten dauern, mit dem Anspruch, StarCrafts taktische Identität einzufangen, ohne die Reflexe eines Profi-RTS-Spielers vorauszusetzen.







































