Boot Hill Miniatures – das letzte Gefecht
Die meisten meiner Wild West Miniaturen stammen von Artizan Design, und die meisten davon sind - das kommt jetzt ein bisschen als Überraschung - sogar bemalt.
Das letzte Mal, dass ich es zu meiner Wild West Sammlung hinzugefügt habe, waren Miniaturen von Wargames Foundry die ich auf der Salute 2018 gekauft habe. Ähnlich wie schon bei Claymore Castings, hatte ich schon länger ein Auge auf Boot Hill Miniatures geworfen, aber da sie selbst keine Cons oder Shows besuchen, konnte ich bisher keine Sets auf Salute oder Crisis erstehen. Wobei wohl Helion & Company die Sachen mit auf Messe nimmt (etwas was erst _nach_ meinem Salute Besuch bei mir angekommen ist). Da es aber mit den Shows vorbei ist für die nächste Zeit und das Pfund niedrig war, habe ich dann doch mal direkt bestellt (bisher hatte mich der Versandkostenaufschlag davon abgeholten).
Gaslands – Hindernisse
Um meine künftige Gaslandsstrecke interessanter zu gestalten, habe ich mich daran gesetzt ein paar stilgerechte Geländestücke im Wasteland Stil zu gestalten. Ursprünglich wollte ich damit die Streckenbegrenzungen besser sichtbar machen, sowie Ecken oder Hindernisse darstellen.
Eine dicke Schicht? Zwei dünne Schichten? Hauptsache Grundierung!
So wie es ausschaut, gibt es zur Zeit eine Knappheit an Citadel Chaos Black Sprühgrundierung und die Leute stellen die gleiche Frage wieder und wieder. Wo bekomme ich eine Dose her? Also bevor ihr da einen albernen Aufpreis zahlt oder ins stocken kommt - es gibt auch andere Hersteller für Grundierung aus der Dose.
Gaslands – Neue Woche, neues Wrack
Meine jüngstes Geländestück, dass aus einem wiederverwerteten Nissan Titan besteht, ist abgeschlossen und ich hatte so viel Spaß daran, dass ich mich entschlossen habe gleich ein Stück im gleichen Stil zu bearbeiten. Diesmal nehme ich dafür allerdings keinen Hotwheel auseinander. Tatsächlich lag einem kürzlich erst angeschafften Monstertruck bereits ein Wrack bei, dass keinen anderen Zweck hat als drüberzufahren.
Wie man sieht habe ich ein paar kleine Details ergänzt, um ein paar Löcher, die eigentlich Steckverbindungen für andere Wracks sind, abzudecken. An das Loch vorne habe ich ein paar Stangen geklebt, um das Ganze wie einen rudimentären Kühlergrill wirken zu lassen.
Gaslands – Schön kaputt
Weiter geht’s mit meinem ersten Geländestück für Gaslands. Als ich den Wagen auseinandergenommen habe, habe ich eine kleine Überraschung entdeckt – der Nissan Titan hat doch tatsächlich im Innenraum eine Musikanlage modelliert. Obwohl ich wusste, dass man sie nicht sehen würde, konnte ich der Versuchung nicht widerstehen sie zu bemalen. Sollte ich nochmal in einem der Hotwheel Autos so einen kleinen Zusatz entdecken, werde ich ihn wohl heraustrennen und irgendwo sichtbar an einem anderen Wagen verbauen.
Bei den Sitzen wusste ich, dass man sie durch heruntergelassenen Scheiben sehen würde und bemalte die Oberseite möglichst wie altes, abgeranztes Leder. Das Chassis bin ich nach bewährter Methode angegangen, die Fenster zuerst.
Gaslands – Erste Geländestücke
Es ist mir ein Rätsel wie das passiert, aber ich habe das Gefühl, wenn man lange genug sucht, taucht bei jedem daheim das ein oder andere Spielzeugauto auf. Genau so ein wundersamer Moment hat sich neulich beim Aufräumen daheim ereignet. Dabei habe ich zufällig diesen Nissan Titan entdeckt. Der Wagen wirkte von vornherein so abgrundtief hässlich und tiefergelegt auf mich, dass er schon wie ein liegengebliebenes Fahrzeug aussah, noch bevor ich daran rumbasteln konnte.
Eine Woche Titanen bauen
Im Februar hatte ich mir die aktualisierte Adeptus Titanicus Starterbox besorgt um damit weitere Titanen zu meinen Manipeln hinzuzufügen. Schaut euch nur mal den Stapel an Gussrahmen an!
Ich habe schon einen der regulären Reaver Bausätze und zwei der Reaver Kits mit Melterkanone, davon bei einem die Schulterbewaffnung in eine Plasma Blastgun umgebaut. Und an den Abenden dieser Woche habe ich dann schon mal damit angefangen, die ersten Baugruppen der weiteren Reaver und Warhounds zu bauen.
Gaslands – Wir malen den Wagen an
Willkommen zurück bei Gaslands! Nachdem wir letzte Woche den richtigen Wagen ausgesucht und vorbereitet haben, geht es dieses Mal um die Bemalung. Auch hier gibt es eine Kleinigkeit zu beachten. Bei der Grundierung habe ich den Aufsatz und das Fahrgestell separat grundiert, damit vom Innenraum später nichts mehr zu sehen sein würde, und die Außenseite wurde in Weiß nachgesprüht, damit die spätere Hauptfarbe, Gelb, nicht so viele Schichten für die Grundfarbe benötigen würde.
„Was hast du angestellt?“ fragte die Mechanikerin als der Freelancer seinen Wagen auf die Rampe fuhr.
„Du solltest mal die anderen sehen.“ entgegnete dieser daraufhin.
„Also Julia, was meinst du? Kriegst du die Kiste wieder flott?“
„Das Rad und die vordere Achse werde ich definitiv auswechseln müssen. Mehr kann ich dir erst nach einem gründlichen Check-Up sagen.“ antwortete sie.
„Okay,“ sagte Dino „was wird mich das kosten?“.
„Du hast noch ein paar Dosen bei uns gut und einen Gefallen schulden wir dir auch noch. Mach dir erst mal keine Sorgen darum, wir reden später über das Geld.“.
Das reichte dem Freelancer fürs Erste als Antwort. Er warf der bildhübschen Mechanikerin den Schlüssel zu, welchen sie mit einer geschmeidigen Bewegung präzise in der Luft auffing. Es war ein Jammer, dass sie sich Rutherfords Waffennarren angeschlossen hatte. Jemanden wie sie hätte er in seiner Crew gut gebrauchen können.
Gaslands – Wir bauen einen Wagen
Angestrengt brummte der Wagen vor sich hin. Ein schneller Blick in den Rückspiegel bestätigte Dino‘s schlimmste Befürchtung – er würde die Plünderer in diesem Gelände nicht abschütteln können. Ein eigenartiges Gefühl der Ruhe überkam ihn. Routiniert prüfte er die Bewaffnung des Wagens und legte seine Halbautomatik in Griffweite.
Schlagartig wurde der Wagen langsamer und mit gezogener Handbremse wendete er auf der Stelle, rutschte aber von den Fliehkräften getragen noch einige Meter weiter, bis er vollends zum Stillstand kam. Die Plünderer, von diesem Manöver sichtlich irritiert, hatten ihrerseits angehalten und sich dem Freelancer gegenüber aufgereiht.
„Keine muss ums Leben kommen, Mann! Gib uns einfach was du hast und wir setzen dich bei Rutherfords nächster Werkstatt ab.“ rief ihr Anführer.
Drei Fahrzeuge, dachte Dino. Ein Crossbike, ein Buggy und der Wagen des Anführers. Das war nicht fair.
„Gib auf Freelancer,“ wiederholte der Anführer seine Warnung „du siehst doch, dass wir zu dritt sind.“
Drei gegen einen. Das war wirklich nicht fair. Sie hätten Verstärkung mitbringen sollen, dachte er, trat das Gaspedal durch und raste auf sie zu.
Und damit herzlich willkommen bei Gaslands! Die Meisten von Euch haben schon mal von diesem kleinen aber feinen Regelwerk von Osprey Games gehört, dass ohne Miniaturen, dafür aber mit Spielzeugautos gespielt wird. Nun, ich bin kein Autofanatiker, aber ich mag gute Geschichten, bin gerne kreativ und habe was für schnelle, dynamische Spiele übrig. Bei Gaslands bin ich mit dieser Kombi also genau richtig.
Im Regelwerk ist mir insbesondere die Kampagnensektion im hinteren Teil aufgefallen. Dabei startet man mit 30 Dosen und baut seinen Wagen oder sein Team im Verlauf der Kampagne weiter aus. Bevor es damit aber losgehen kann, braucht es erst mal einen Wagen. Im Supermarkt hab es an der Kasse einen kleinen Bereich mit Hotwheels und ich habe zugegriffen. Dieser Copo Camarro hat die Grundlage für Freelancer Dino’s Wagen gebildet.
Abgesagte Veranstaltung und die aktuelle Situation überstehen
Keine einfache Zeit die letzten Wochen und was bevorsteht, wird sicherlich auch noch einmal fordernd. Ich hatte es hier und da bereits erwähnt, dass es mich vor zwei Wochen für einige Tage komplett ans Bett gefesselt hat, und ich erst seit letztem Montag wieder fit bin. Das Arbeiten aktuell ist doch etwas anders als sonst, viele Kollegen sind im Home Office und einige Veranstaltungen wurden wegen Gesundheitsbedenken abgesagt. Also deutlich weniger Interaktion mit Mitmenschen in den vergangenen Tagen.
Diese Bedenken treffen natürlich auch unser Hobby. Einige Veranstaltungen, kleinere und größere, wurden bereits abgesagt, darunter sogar so große Events wie die Adeptiscon. Games Workshop hat darauf bereits reagiert und die große Preview wird nun online abgebildet. Bisher halten sich insbesondere die britischen Veranstaltungen recht stur, vorne weg die Salute. Aber ich denke dass hier die Regierung bzw. die Messe selbst sich darum kümmern wird (und die Veranstalter genau darauf warten aus Haftungsgründen). Wie es aber z.B. das Hammerhead es dieses Wochenende durchgezogen hat, erscheint mir nicht der richtige Umgang mit der Situation.
Ich finde es schade, dass es so laufen muss, aber ich setze da lieber meine und die Gesundheit meiner Familie nicht auf's Spiel und setze aus. Es wird schließlich auch eine Zeit danach geben und im nächsten Jahr bzw. nach der "Krise" entsprechend sich wieder daran erfreuen. Ansonsten bin ich ziemlich sicher, dass nicht nur ich einen Berg an unbemalten Miniaturen und entsprechenden Rückstand im Hobby hat, der sich nun perfekt für die kommenden Wochen in Quarantäne, Isolation und anderen vorsorglichen Maßnahmen anbietet. Also stattet noch einmal dem Händler oder Onlineshop eures Vertrauens einen Besuch ab, besorgt euch Grundierung und Farbe und legt los.





























