Das Boot – als Tabletop-Anregung
Letztes Jahr oder das Jahr davor habe ich die Fernsehversion vom 1981er Original Das Boot auf Amazon gesehen (das war damals noch in Prime inbegriffen). Die 6-teilige Fassung mit über 300 Minuten Laufzeit hatte aufbereitetes Video- und Tonmaterial. Im November und Dezember 2018 ist dann die gleichnamige Serien-Vorsetzung, mit 8 Folgen in der ersten Staffel auf Sky angelaufen. Es spielt 9 Monate nach dem Film und durch die fast 40 Jahre zwischen beiden Filmen, entsprechend auch mit anderen Schauspielern. Ich hatte damals die Gelegenheit die Kulisse und das U-Boot Innere in den Bavaria Studios in München zu sehen. Das war schon ziemlich beeindruckend anzusehen und transportierte die Enge des Schiffs sehr gut rüber.
Heer46 Carro Armato P43 Bis Panzer
Auf den Krupp-Steyr Waffenträger vom Dienstag folgt heute der Armato P43 Bis von Heer46.
Dieser Panzer ist ein weiterer Bausatz der in Kooperation mit Rubicon Models produziert wurde. Beim Carro Armato P43 handelt es sich um einen schweren italienischen Panzer, der von FIAT und Ansaldo entwickelt wurde, aber das Zeichenbrett nie wirklich verlassen hat. Die Quellen für das Ausbleiben der Serienproduktion sind unklar, manche sagen es wäre wegen des leichteren P26/40 nicht weitergeführt worden, aber es ist wahrscheinlich, dass die Ressourcen nach dem Waffenstillstand der Italiener mit den Alliierten 1943 nicht mehr verfügbar waren und die Achsenmächte andere Prioritäten als die italienische Panzerentwicklung hatten. Es wurden nur zwei Größenmodelle aus Holz gefertigt. Der Panzer sollte später 30 Tonnen wiegen und einen 420-430 PS V12 Diesel erhalten. Der Name Carro Armato P43 steht für gepanzertes Fahrzeug, P für pesante - italienisch für schwer und die Nummer 43 für das Entwicklungsjahr.
Heer46 Krupp-Steyr Waffenträger
Es gibt ein neues Sortiment an 1:56 Resinbausätzen produziert von Heer46 in Kooperation mit Rubicon Models, um das bereits bestehende, breite Angebot an Plastikbausätzen von Rubicon zu unterstützen. Einer der Bausätze aus dem Sortiment ist der Krupp-Steyr Waffenträger.
Zwischen den verschiedenen Waffenträgern (und ihren Blaupausen, Papierpanzer und Prototypen) ist der Krupp Steyr Waffenträger einer der weniger bekannten. Und wie viele seiner Art, sah er nie wirklich den Einsatz. Nur ein ähnliches Konzept, der leichte Einheitswaffenträger der Firma Ardelt wurde wirklich produziert und kann heutzutage in Kubinka in Russland gesehen werden. Von Steyr wurden zwei hölzerne Modelle und ein Versuchsfahrzeug 1944 produziert, wobei hier das Chassis zum Großteil aus Teilen des RSO (Raupenschlepper Ost) gefertigt und später mit einer 8,8 cm KwK 43 bewaffnet wurde. Das ist die Vorlage für das hier zu sehende Modell. Durch den Turm und in Kombination mit einer kleinen befahrbaren Rampe war der Feuerwinkel des Waffenträgers immens flexibel. Da dies ein recht spezielles Fahrzeug ist, sind leider nicht viel mehr weitere Details bekannt. Den meisten dürfte das Fahrzeug wohl aus Spielen wie Warthunder oder World of Tanks bekannt sein.
Bolt Action Britische 8. Armee Commonwealth Infanterie
Wie bereits in der Review zum Afrikakorps angesprochen wird die The Western Desert Erweiterung von zwei neuen Infanteriebausätzen begleitet, und hier ist die Zweite, das Set zur Britischen 8. Armee Commonwealth Infanterie.
Da diese zeitgleich entwickelt wurden, hatten wir auch hier die Gelegenheit die 3-Ups bereits auf der diesjährigen Salute im April 2018 zu sehen. Der Afrikafeldzug ist etwas Besonderes für viele Wargamer, besonders für diejenigen mit Verwandten, die dort im Einsatz waren. Das Duell zwischen Montgomery und Rommel wird häufig mit einer gewissen Ritterlichkeit assoziiert, einem gegenseitigem Respekt zwischen den beiden Gegnern. Sicherlich zu einem gewissen Grad überzogen glorifiziert, den Krieg ist Krieg, aber es bleibt ein besonderer Abschnitt des zweiten Weltkriegs und ist daher von hohem Interesse für viele Personen.
Ähnlich wie bei der Afrikakorps Box, welche 1973 (!) das erste Mal von Airfix aufgelegt wurde, ist die 8. Armee als Kunststoffbausatz sogar noch früher erhältlich gewesen, in den 1960er Jahren. So waren die Miniaturen für manche der Veteranen in unseren Reihen die ersten Spielzeugsoldaten mit denen Gefechte auf dem Wohnzimmerboden oder Küchentisch ausgetragen wurden. Das bringt natürlich für so Einige die ersten Erinnerungen im Tabletop zurück.
Bolt Action Deutsches Afrikakorps Panzergrenadiere
Warlord Games veröffentlicht für Bolt Action die neueste Kampagnenerweiterung The Western Desert, und diese wird dieses Mal nicht nur von einem sondern direkt von zwei neuen Plastikbausätzen begleitet. Es handelt sich bei den Bausätzen um die Panzergrenadiere des Deutschen Afrikakorps, heute auch in der Review, und die Infanterie des Commonwealth der britischen 8. Armee.
Wir konnten die 3-Ups der neuen Modelle bereits im April bei unserem Besuch im Warlord Games Studio und den Tag darauf auf der Salute 2018 in London sehen. Die Tabletopgemeinde ist sehr gespannt darauf diese neuen Boxen in die Hände zu kriegen. Aber warum ist dem so? Nun, damals als die heutigen Veteranen des Hobbies anfangen haben, Schlachten mit Modellen nachzustellen und spielen, gab es noch nicht die große Auswahl an Miniaturen wie wir sie heute aus Resin, Plastik und Zinn haben. Die zugänglichste Lösung um an Spielzeugsoldaten heranzukommen waren 1:72 oder 1:32/1:35 Kunststoffbausätze von Firmen wie Airfix (im englischsprachigen Raum) oder u.a. Revell (im deutschsprachigen Raum). Und so wie ich das wahrgenommen habe, ist insbesondere der Afrikafeldzug für viele faszinierend wegen der Geschichten die sie von ihren Eltern und Großeltern erzählt bekommen haben.
Heer46 8,8 cm Pak 43
Der Kleinserienhersteller für Resin Heer46 hat zum Jahreswechsel 2017/18 eine 8,8 cm PaK 43 herausgebracht und die passt gut in die aktuelle PaK/FlaK Woche. Ich habe von Heer46 u.a. schon den Panther F-Schmalturm und Sd.Kfz. 247 Ausf. B auf dem Blog vorgestellt.
Ursprünglich von Krupp als Konkurrenz zum 8,8cm FlaK 41 (der 2. Generation des 8,8 cm Flak 18/36/37) entwickelt, wurde das PaK 43 überarbeitet und ging 1942 in Produktion. Die ersten Geschütze wurden auf den Nashorn Jagdpanzern verbaut und später, ab Mitte 1943 auch auf einer Kreuzlafette oder als PaK 43/41 auf Spreizlafette montiert.
Rubicon Models PaK 40 mit Besatzung
Nach einer kurzen Unterbrechung aus dem Wilden Westen geht es weiter mit der PaK-Woche und dem PaK 40 von Rubicon Models.
Die 7,5 cm Panzerabwehrkanone 40 oder kurz PaK 40 bildete da Rückgrat der späten deutschen Panzerabwehr. Mehr als 23,000 Stück wurden gefertigt und die meisten davon auch auf Lafetten montiert, wobei die PaK auch auf Jagdpanzern wie der Marder Reihe zum Einsatz kam. Die Entwicklung der PaK 40 begann früh, als die ersten sowjetischen Panzer 1939 nach Berlin gebracht wurden und man bei den Tests der 5cm Munition der PaK 38 bereits merkte, dass es sich mit den neuen Designs der angewinkelten und dickeren Panzerung schwer tat.
Rubicon Models PaK 38 – PaK 97/38 mit Besatzung
Heute schauen wir uns den Nachfolger der PaK 36 an, die PaK 38 von Rubicon Models. Dieser Bausatz deckt die Varianten 39 und 97/38 der Panzerabwehrkanonen ab mitsamt der Besatzung.
Rheinmetall-Borsig, die auch schon die vorherige PaK 36 hergestellt hatten, wurden nach dem spanischen Bürgerkrieg damit beauftragt, eine modernere, schwerere Panzerabwehrkanone zu entwickeln. Nach einem ersten Entwurf mit dem Projektnamen 37, welcher von den deutschen Behörden nicht durchgewunken wurde, gab es einen verbesserten Vorschlag - die PaK 38. Dieses Geschütz mit mehr Durchschlagskraft war eine der wenigen Kanonen, welche 1941 in der Lage war die angewinkelte Panzerung der T-34 zu durchschlagen.
Rubicon Models PaK 36 mit Besatzung
Diese Woche widmen wir uns ganz Panzerabwehrkanonen. Wir werden hier ein paar unterschiedliche Bausätze im 28mm Maßstab abdecken, und fangen mit dem PaK 36 mit Besatzung von Rubicon Models an.
Die PaK 36 war eine deutsche Panzerabwehrkanone welche den deutschen Streitkräften 1936 zugewiesen wurde und von Panzerjagd-Einheiten bis 1942 verwendet wurde. Sie wurde sogar vor dem zweiten Weltkrieg eingesetzt, u.a. im spanischen Bürgerkrieg und schlug sich dort gut gegen die leichten Panzer und 1939 auch zu Beginn des Krieges gegen die polnischen Panzer. Beim Frankreichfeldzug zeigten sich allerdings die Schwächen bei der Bekämpfung schwerer französischer und britischer Panzer. Die PaK 36 wurde von 1940 an durch die PaK 38 und ab November 1941 durch die 7,5 cm PaK 40 ersetzt. Bis die Produktion komplett eingestellt wurde, wurden mehr als 20.000 Einheiten hergestellt, davon etwa 6.000 für den Export. Andere Nationen wie die UdSSR und Japan bauten Kopien in den 1930er Jahren.


























